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Handelt man ethisch richtig, wenn man Selbstmord ausübt?

gefragt von Quan2 am 12.11.2008 um 19:04 Uhr

Ein Nachbar von uns hat vor kurzem Selbstmord ausgeübt. Er ließ seine Frau und seinen 14-jährigen Soh zurück.

Seitdem frage ich mich, was ihn wohl dazu getrieben hat? Ich meine, selbst wenn er keinen Sinn mehr im Leben gefunden hätte, er kann doch nicht einfach Menschen, dem er viel bedutete, zurücklassen?

Was meint ihr?

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Familie x 9.404 Ethik x 360 selbstmord x 207

frischling
beantwortet von frischling am 12. November 2008 19:05
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es ist feige so mutig zu sein um den freitod zu wählen dennoch muss da jeder für sich selbst entscheiden


anonym
beantwortet von Saarland60 am 12. November 2008 19:17
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Die Fähigkeit, sich selbst bewusst zu töten, ist eine der ganz großen, vielleicht sogar DIE ganz große Fähigkeit und Freiheit des Menschen. Problematisch, und da hast du nicht ganz unrecht, ist der Suizid dort, wo man einen anderen damit verletzt. Andererseits - welches Tun birgt nicht die Gefahr, einen anderen zu verletzen, manchmal sogar maßlos? Das kann ein Suizid sein, es kann aber auch eine simple Scheidung oder das simples Zulegen eines/r Geliebten sein, die Freigabe eines Kindes zur Adoption, das Aufsetzen eines ungerechten Testaments...und....und...und.... Wer sagt, dass das Leben immer ethisch korrekt ist? Wir alle müssen lernen, mit den mehr oder minder großen Verletzungen unseres Lebens zu existieren. Vielleicht als Lektüreempfehlung: Jean Amery: Hand an sich legen.


Arwen45
beantwortet von Arwen45 am 12. November 2008 19:05
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Ich meine, Du bist hier völlig falsch.Ich finde es unmöglich, sich hier über das Unglück der Menschen auszulassen.

Kommentar von Cbbbcac8a8964b610e4634a700781d12smallhajottka am 12. November 2008 19:12

es hörte sich an, wie eine normale Frage!

Kommentar von 8f492aa32186e60bf579ed181bfa0d18smallSalgi am 12. November 2008 19:14

Ich finde diese frage normal. und es klingt für mich nicht als ob er sich "über das ünglück anderer menschen auslässt". es klingt eher nach einer frage die ihn/sie beschäftigt.

Kommentar von Saarland60 am 12. November 2008 19:35

in der Tat


teardrop1109
beantwortet von teardrop1109 am 12. November 2008 19:06
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Man könnte sagen, das so etwas egoistisch ist. Aber wer kann sich schon in einen solchen Menschen hineinversetzen? Ich glaube nicht, dass der noch an irgend etwas anderes gedacht hat, als an sein Ende. Da war kein Platz mehr für "wen lasse ich zurück", "was könnte ich noch tun".


Guppy194
beantwortet von Guppy194 am 12. November 2008 19:06
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Erstens ist Deine Frage nach dem "ethischen handeln" fehl am Platz; zum zweiten gibt es keinen SelbstMORD. Es handelt sich um Selbsttötung, das halte ich für einen ganz wichtigen Unterschied; eine krankheit, die zum Tode führt; ich weiss nicht wer diese entsetzlich dumme Wort erfunden hat.


anonym
beantwortet von Rolfe am 12. November 2008 20:31
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In einer sicherlich sehr verzweifelten Situation wird er an seine Familie nicht gedacht haben. Das ist schlimm und tragisch zugleich. Der Blick ist in einer solchen Lage extrem getrübt - da bleibt für die Frage moralischen Handelns kein Raum. Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass jeder Suizid das Ergebnis purer Verzweiflung und meist auch Anzeichen irrealer Sichtweisen ist. Die meisten davon betroffenen Menschen wollen eigentlich nicht sterben - sie wollen leben, aber nicht so wie bisher. Es gibt eigentlich nur eine Situation, in welcher der Selbstmord logisch und nachvollziehbar ist: wenn jemand unheilbar krank ist und in Kürze sowieso sterben würde und er/sie sich selbst die Qualen des Weiterlebens bis zum natürlichen Ende erparen will. Alles andere ist irgendwie lösbar - aber genau das sieht der Betreffende nicht, wenn er den sog. "Freitod" wählt. Ein hässliches Wort, weil es nicht stimmt. Niemand entscheidet sich aus freien Stücken zu einem solchen Schritt. Er wird durch seine Lebensumstände dazu getrieben und ist in seiner Verzweiflung dann nicht mehr in der Lage, mögliche Auswege selbst zu sehen. Da kann man nur froh sein, dass dann Menschen da sind, die ihn von diesem Schritt abhalten. Ich weiss, wovon ich rede....


Eastside
beantwortet von Eastside am 12. November 2008 19:08
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deine Frage zeigt mir, daß du keine Ahnung davon hast, wie verzweifelt ein Mensch sein kann - hier stellt sich nicht die Frage nach Ethik!


blackrose84
beantwortet von blackrose84 am 12. November 2008 19:08
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keiner wird gefragt ob er geboren werden will da soll einem doch wennigsten die entscheidung zu sterben selbst überlassen sein .natürlich is scheiße für die familie besonders fur das kind


anonym
beantwortet von Janni1979 am 12. November 2008 19:06
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Die Frage stelle ich mir auch schon seit Monaten immer mal wieder und habe bis heute keine Antwort gefunden. Glaub da wird es auch keine Richtige Antwort gehen..Man sollte die Entscheidung tollerieren auch wenn man sie nie akzeprieren wird


anonym
beantwortet von Liebeswahn am 11. Dezember 2008 11:28
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Ich finde, es ist eine Anmaßung, sich über die Entscheidung zur Selbsttötung eines anderen auszulassen und darüber zu urteilen, ob es ethisch vertretbar ist oder nicht.

Jeder Mensch muss diese Entscheidung für sich treffen und leichtfertig trifft sie sicher keiner. Meistens geht der Selbsttötung eine lange Phase voraus, bis der Entschluss gereift ist und die Tat vollzogen wird. Diese Menschen sind verzweifelt und finden keinen Ausweg mehr aus ihrer Situation, so dass am Ende nur noch der Freitod bleibt. Meist haben sie vorher alle Möglichkeiten ausgelotet.

Ich finde, es gehört ein ungeheurer Mut dazu, sich umzubringen.


Odyssey2009
beantwortet von Odyssey2009 am 16. November 2008 08:17
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Genauso wie wir nichts davon verstehen, was NACH dem Tod kommt oder ist, genauso wenig verstand denke ich seine Familie was von den GRÜNDEN für seinen Freitod, sonst hätten sie ihn ja rechtzeitig davon abhalten können. Man sollte es mal aus HÖHERER Sicht betrachten. Ein Mensch bringt sich in der Regel nur dann um, weil er das Gefühl hat hier auf der Erde nicht mehr gebraucht zu werden und hofft dann, dass vielleicht Gott selbst ihm das geben kann, was er hier auf Erden nicht hatte. Ob er es bekommen hat, wär für mich in diesem Fall die sehr viel interessantere Frage...

Kommentar von 0908e8f0183eaa23d8a45d3b6e5dc165smallmeasententia am 17. Januar 2009 23:06

... hätten sie ihn ja rechtzeitig davon abhalten können...

Kaum ein Suizident teilt sein Vorhaben jemandem mit, das kommt äusserst selten vor. Die meisten suizidieren aus einem Kurzschluss heraus. Das ist auch der Grund, weshalb der Mensch in dieser Lage an nichts anderes mehr denken kann. Suizid ist nicht nachvollziehbar - ausser für einige wenige, welche selber schon einmal davor waren, so wie ich. Aber auch viele dieser Menschen haben im Nachhinein grosse Mühe bis hin zu absolutem Unvermögen, nach zu vollziehen oder verstehen zu können, weshalb Suizid und weshalb dieser scheinbare Egoismus. Der Mensch tendiert dazu, Negatives nach dessen Überstehen zu verdrängen/verleugnen...

Halte Dich an die Antwort von Rolfe, er hat sehr treffende Worte gefunden!

Die Frage nach Ethik und Moral sollte sich in einer solchen Situation aber eigentlich wirklich nicht stellen. Deine Gefühle sind verständlich, aus Respekt gegenüber den Suizidenten jedoch möchte ich Dir raten; Vertraue darauf, dass es für den Betroffenen das einzig Mögliche und Richtige gewesen ist - für ihn hatte es Sinn.


anonym
beantwortet von helmutfranz am 13. November 2008 11:46
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Es ist schlimm, wenn ein Mensch keinen Ausweg mehr weiß und seinen Leib selbst tötet.

Ich habe bewußt geschrieben: "seinen Leib selbst tötet", denn sein "Ich", das ist seine Seele, kann nicht getötet werden!

Denn die Seele lebt nach dem Tode des Leibes ewig im Jenseits weiter.

Wenn Du Dich dafür interessierst, welche Folgen ein Selbstmord für die Seele hat, dann empfehle ich Dir z. B. die Internetseite http://www.lorber-jakob.de

Dort findest Du Ausführungen zumThema.

Kommentar von Progo am 21. Dezember 2008 03:27

Vorsicht Leser! helmutfranz alias lorberjakobfan beruft sich nicht auf die Bibel der Christen, sondern auf eine angebliche Offenbarung aus dem 19. Jahrhundert. Das sind obskure Sonderlehren die nichts mit der Bibel zu tun haben. helmutfranz betreibt eine WEB-Site mit diesen Irrlehren und macht hier Reklame dafür!


hajottka
beantwortet von hajottka am 12. November 2008 19:11
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Verantwortung vor Feigheit! Trotz noch so großer Probleme. Warum bildet sich jemand ein, dass die Hinterbliebenen mit den dann vorherrschenden Problemen besser zurecht kommen! Ich habe dafür kein Verständnis. Wenn mann keinen anderen mit ins Unglück stürzt kann ich nachvollziehen, dass Menschen keine Lust mehr haben und ihrem Leben ein Ende setzen. Alles andere geht garnicht!


sikas
beantwortet von sikas am 12. November 2008 19:10
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Zumindest bedarfs da auch einer gehöriger Portion Egoismus.Ich weiß nicht ob auch die größte Verzweiflung das entschuldigt was man andern damit antut.

LG Sikas

Kommentar von 84b748d1c06933785d4e2f2e0aa2849esmallblackrose84 am 12. November 2008 19:11

du weißt ja nich was sie ihm angetan haben ?

Kommentar von 32f85a55d93898ee819e0c3f5ffdfc3dsmallsikas am 12. November 2008 19:15

Genau das habe ich geschrieben,"Ich weiß nicht ob".

Kommentar von 32f85a55d93898ee819e0c3f5ffdfc3dsmallsikas am 12. November 2008 19:19

Außerdem Du selbst hast gesagt "scheiße für die Ang..." ohne Egoismus wäre es nicht dazu gekommen.


anonym
beantwortet von tanne33 am 12. November 2008 19:06
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Für solche Themen gibts hier auch das FORUM bitte stelle deine Frage dort nochmal.


baer1
beantwortet von baer1 am 12. November 2008 19:06
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Zurücklassen muss man Menschen,die einem lieben(so man welche hat!) auch,wenn man eines natürlichen Todes stirbt.Dann wäre Sterben überhaupt ethisch verwerflich!


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