Handelt es sich bei meinem VW Käfer im ein seltenes Modell?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hallo

67er "Exportkäfer" hatten denn 1300 oder 1500er Motor (nicht denn 1200er)

einfach mal beim Etzhold nachlesen oder mal versuchen ob die VW Classic Abteilung etwas zustandebekommt

Je nach Modeljahr wurden bis zu 90% der in Deutschland hergestellten Käfer "exportiert". Es wurden mehr Käfer in die USA exportiert als hierzulande verkauft.

In denn USA waren wegen den diversen "Bumper Act" in Californien ab 1954 Stosstangenhörner und ein Rammschutzbügel notwendig (Rest USA ab 1957, ab 1970 kamen Pralldämpfer und hochgelegte Stosstangen). Diese Stossstangen konnte man auch hierzulande ab Werk ordern oder später kaufen und montieren lassen.

Bis einschliesslich Ovali waren "Exportmodelle" daran erkennbar dass diese verchromte Stossstangen und Zierteile hatten, ein "voll" synchronisiertes Getriebe (Gang 2-4), Hydraulikbremse, Hydraulikstossdämpfer, Tankuhr, 2 Hupen mit "Schallgitter", Funkentstörung, Export Rückleuchten mit Bremslichter, "Scheibenwaschanlage", "Elfenbeinbedienknöpfe", Handschuhfachdeckel, Beifahrertürschloss, verstellbare Sitzlehne bzw Liegesitzbeschläge, "Schlummerrollen", Dachimmel mit verkleidete Säulen, Halteschlaufen, Aschenbecher & Anzünder, Teppichauslage (Boucle) und es gab mehr Farben darunter Metallic. Zudem wurde bei Exportautos der Lack auf Hochglanz poliert. Bis zum Ovali waren "Exportmodelle" auch nicht sonderlich selten und bei jedem VW Händler kaufbar (Dort gab es eben Standard und Export Austattung) aber erst ab 1954 kam der US Export in Fahrt. Davor waren die Haupt Exportländer eben Frankreich, England, Schweiz, Dänemark, Schweden. Lustigerweise haben Schweizer sich meist Standard Käfer gekauft (Wegen Seilzugbremse)

Heute ist es so das man bei frühen Käfern (Dickholmern) fast nur noch Exportmodelle sieht und (pure) Standard extrem selten und auch inzwischen gesuchter sind. Auch bei der Restauration ist Export einfacher weil man überall Teppichsätze kaufen (und leicht selber anfertigen) kann aber die Gummimatten sind so selten wie Glückskleeblätter und selten im Neuzustand.

Der Grund ist das kaum jemand Standard aufbewahrte und man bei Reperaturen oft auf Export umbaute bzw gebrauchte Teile verwendet hat.

Ab denn 60ern waren Standard technisch Baugleich und in der Anmutung fast so schön wie Export es gab nur noch Behördenfahrzeuge ohne Chrom (Post, Polizei). Exportautos hatten nur die nötigen Umrüstungsteile für das Exportland. ( Abgasreinigung, Lichtanlage, Imperal Beschriftungen, Unfallschutz)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Selten ist dieser Käfer nicht.

Da er aber schon über 25 Jahre alt ist, kannst du ein H-Schild beantragen. H =  Historisch.

Du bezahlst dann weniger KFZ Steuer.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von phartweger
24.07.2016, 19:40

Habe gelesen dass die 67er als Export Modell existieren. Der soll angeblich selten sein ...

0

Die Bügelstossstangen deuten auf ein Exportmodell hin. Das ist klar, dass es kein Ovali und kein Brezel sein kann. Ab 1960 gab's das Rechteckfenster.

Da beim Käfer aber eigentlich jedes Jahr irgendetwas geändert wurde, ist so gesehen jeder Jahrgang selten oder eben nicht selten. 

Dafür, dass nur in Deutschland schon über 20 Mio. Käfer produziert wurden, sind die heutzutage völlig überbezahlt. Unverständlich. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?