Frage von lobster3221, 59

Haltet ihr Tornados von so einer Stärke wie in USA auch hier in Deutschland für möglich?

Haltet ihr Tornados wie es sie in den USA jedes Jahr zu dutzdenden gibt, auch hier in Deutschland für möglich, gerade im Hinblick auf den Klimawandel oder ist Deutschland im Gegensatz zu den USA zu dicht besiedelt/ bebaut, da ich denke, das so ein F 5 Tornado viel freies Land benötigt, um erst zu einem F5 werden zu können, aber ich bin natürlich kein Fachman. Wobei es doch hier doch aber auch schon welche gab, wenn auch nur kleinere?!

Expertenantwort
von realfacepalm, Community-Experte für Klimawandel, 5

Da es schon F5-Tornados gab, 29. Juni 1764 in Woldegk (Mecklenburg) und am 23. April 1800 in Hainichen (Sachsen), sind diese nicht nur möglich.

Ausschlaggebend ist über Land vor allem die Größe des Gewitters https://de.wikipedia.org/wiki/Tornado#Grundlagen , und weniger die Besiedlung oder Oberflächenbeschaffenheit.

Der Klimawandel macht Extremwettereignisse häufiger, stärker und wahrscheinlicher - also sehr wahrscheinlich auch Tornados. Eine Zunahme von Tornados kann man statistisch noch nicht eindeutig klären, da Tornados bei uns immer noch (glücklicherweise) selten sind, und eine genaue Erfassung (auch mit Hilfe von Radar) erst seit wenigen Jahren stattfindet. Insofern weiß man noch nicht, ob die gemessene Zunahme an einer tatsächlichen Zunahmen oder an einer besseren Beobachtung liegt.

Extremwettereignisse insgesamt nehmen bereits messbar zu; sowohl global als auch in Deutschland (siehe die Bilder der Münchner Rück - bei der versichern sich Versicherungen. Wenn also mehrere Häuser abgedeckt oder Autos verhagelt werden, dann kriegen die das mit)

Antwort
von Eichbaum1963, 15

Ja, es gab schon F5 Tornados in Deutschland:

29. Juni 1764 Woldegk (Mecklenburg) und am 23. April 1800 in Hainichen (Sachsen).

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste\_von\_Tornados#Deutschland

Ganz schön lange her, gell.^^

Und ob es heute wirklich mehr Tornados gibt, als früher, ist eher fraglich. Denn: Die Welt war noch nie so vernetzt wie gegenwärtig - auch gab es noch vor 15 Jahren keine Handys mit Foto/Filmfunktion.

Auf gut Deutsch: noch bis Mitte der 90er Jahre hätten wohl die Meisten selbst die Fluten in Braunsbach u. dgl. gar nicht mitbekommen - in den 1970er Jahren so gut wie gar keiner...

Und wenn da einer mal nen Tornado gesehen hat, dann machte dies eher nur im Ort die Runde und nicht wie heute, geich weltweit via Facebook & Co KG. ;)

Kommentar von realfacepalm ,

Die 80er waren also finsteres Mittelalter und die 70er Frühzeit? Und Radio und Fernsehen gibts auch erst seit den späten 90ern? Selbstverständlich wäre über eine Unwetterserie mit mehreren Toten berichtet worden. 

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Die 80er waren also finsteres Mittelalter und die 70er Frühzeit?


Medial gesehen: JA!^^ Vor allem die Tagesschau hätte damals dafür kaum Zeit gehabt: von 15 Min. 12 Min. Politik, 1 Min. Sport, 1 Min. Wetter - blieb für den Rest auch nur 1 Minute. :P


Selbstverständlichwäre über eine Unwetterserie mit mehreren Toten berichtet worden. 

SO selbstverständlich war das damals sicher nicht. ;)

Antwort
von grafhh, 20

Jedes Jahr gibt es ca. ein Dutzend Tornados in Deutschlands nördlichen Regionen, wenn auch nur kleinere, der letzte richtige Wirbelsturm liegt schon eine ganze Weile zurück und tobte in Schleswig Jagel, dass dürfte vor 100-200 Jahren gewesen sein, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass wieder solche Stürme aufkommen könnten.

Antwort
von Fuchssprung, 7

Es ist nur eine Frage der Zeit bis ein Tornado dieser Stärke hier erneut auftritt. Durch den Klimawandel steigt das Risiko und mit jedem zehntel Grad mehr bei unserer Durchschnittstemperatur steigt das Risiko weiter an. Wenn wir die 2 Grad Grenze nicht halten können und die Temperatur weltweit deutlich höher steigt, dann wird das Klima sich unweigerlich verändern. Niemand kann sagen wie hoch dann bei uns das Risiko für Tornados sein wird. Aber wir werden es ganz bestimmt erfahren. 

Antwort
von Bartstoppel1902, 26

Ich halte es für nicht sehr warscheinlich, aber auf jeden Fall für möglich.

Antwort
von rosesareread, 13

In meinen Augen ist alles durch den fortschreitenden Klimawandel möglich. Sieh dir zu diesem Thema unbedingt "eine unbequeme Wahrheit" an.

Antwort
von holger711, 19

In dieser Stärke nicht.Das hat psysikalalische,wettertechnische Gründe,sowie die Lage Deutschlands zum Meer,Aber Windhosen,Tornados minderer Stärke treten häufiger auf,als in den vergangenen Jahrzehnten.Das was Du beschreibst ist so,mit oder ohne Expertenwissen.^^ Beste Grüße

Antwort
von polenboeller666, 2

In Jahr 1800 gab es auch ein F5

Antwort
von AlexBurner83, 22

schwer möglich

Weil in den USA die Gebirge (Rocky Mountains, Nevada) von Nord nach Süd verlaufen, wodurch kalte (aus Nord) und warme (aus Süd) Strömungen leicht kollidieren können.

In Mitteleuropa hingegen dienen die Alpen von West nach Ost als Barriere. Bei den, in den letzten Jahren beobachteten Tornados über Mitteleuropa gab es meistens eine aussergewöhnlich warme Westströmung, wodurch die Alpen als Barriere übergangen wurden.

Unterm Strich bedeutet dies, bei entsprechender warmen Westströmung bei gleichzeitiger kalter Luftzufuhr aus Skandinavien sind vergleichbar schwere Tormnados zumindest theoretisch möglich.

Aufgrund der Tatsache, dass es in der aktuellen Klimaphase jedoch nicht permanent zu warmen Westströmungen kommt, ist eine derartige Anzahl von Tornados eher unwahrscheinlich.

Antwort
von Stig007, 11

Nein so krass jetzt nicht, aber wer weiß was uns der Klimawandel an Unwettern noch beschert, wenn die Alpen irgendwann ganz wegschmelzen...

Windhosen sind bei uns aber möglich, auch Tornados

Antwort
von kjklol, 16

Das ist nicht möglich da sich kalte Luft aus den Norden nicht mit warmer Luft aus den Süden verwirbeln kann da die Alpen als Balkengebirge das verhindern.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Das ist nicht möglich...

Und warum gabs das dann schon??^^

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