Frage von DanIsMyName, 140

Haltet ihr Selbstmord in manchen Situationen für angebracht?

Z.B Krankheit oder andere Faktoren die das Leben nicht mehr lohnenswert machen.

Was haltet ihr davon?

Antwort
von berkersheim, 17

Der Begriff Selbstmord ist bereits ideologisch-religiös geprägt. Wenn ich eine andere Person wider ihren Willen und ohne Not der Selbstverteidigung oder Verteidigung anderer töte, nennt man das Mord. Der Respekt vor der Würde des Menschen schließt meiner Meinung nach ein, dass man seine Selbstbestimmung achtet, erst recht seine Selbstbestimmung über das eigene Leben. Der religiös gefärbte Begriff Selbstmord unterstellt, dass kein Mensch seine Würde aus sich selbst hat sondern nur von einer höheren Macht geliehen. Diese Einstellung ist eine freie Entscheidung jeder Person, doch ich lehne sie für mich und für andere, die das nicht akzeptieren, ab.

Wann jemand sein Leben beenden möchte, ist das zunächst einmal seine freie Entscheidung, die man aus Respekt vor der Selbstbestimmung akzeptieren muss, wenn man sie auch, wie alle Entscheidungen, nicht unbedingt teilen muss, z.B. wenn er sich mit seinem Freitod einem missratenen Leben entziehen will und anderen die "Aufräumarbeit" überlässt. Das Thema Freitod wird aber zunehmend an Bedeutung gewinnen, weil es fragwürdig ist, welche Würde ein Leben noch hat, das die moderne Medizin über jede Erträglichkeit hinaus verlängert. Ich besuche z.Zt. ca. 2-3 mal einen Freund in einem Altenheim. Ich möchte nicht elend und würdelos dahinsiechen wie ca. 80 % der dort Verwahrten. Ich kenne aus dem aktuellen Anlass auch die geriatrischen Abteilungen einiger Krankenhäuser. Die meisten, die darüber so locker urteilen, haben sich da noch nicht blicken lassen, oder verweigern den Gedanken, dass sie selbst mal so enden.

Antwort
von pingu72, 79

"Angebracht" ist wohl der falsche Ausdruck.... ich halte es eher für verständlich. 

Antwort
von Empylice, 37

Nun, ich kann Suizidanten so unendlich gut verstehen. Ich war selbst fast eine. Wenn man Jahre lang gequält wurde von Menschen oder Krankheiten usw., ist es für mich verständlich. Das, was man fühlt, ist aber leider vielen Menschen unverständlich. 

Antwort
von Anonymvl15, 62

Nein auf keinen Fall! Ich bin da nicht das beste Vorbild ich quäle mich seit 5 Jahren mit Selbstmordgedanken aber dann geht es mir zwischendurch wieder besser und in diesen Zeiten bin ich ein sehr lebensfroher Mensch. (Zum Beispiel jetzt). Ich finde es so schlimm dass ich diese Gedanken hab und finde ich auf jeden Fall nicht lohnenswert. Man kann noch so eine schwere Krankheit haben das Leben ist viel zu wertvoll um es so zu verschwenden 

Kommentar von Alterhaudegen75 ,

Grundsätzlich eben ich dir vollkommen Recht. Aber bei er sehr schwerer Krankheit, bei der man selbst nichts tun kann, nur noch Leidet und das Leben eine einzige Qual ist, sollte es nach einer eingehenden Prüfung Ausnahmen machen . 

Übrigens toll das es dir trotz deiner Gedanken zur Zeit gut geht.

Kommentar von Anonymvl15 ,

Ich würde mal sagen in meinem Leben ist einiges schief gelaufen sowohl mein eigenes als auch mein Umfeld und habe somit auch eine vertraute Person mit einer sehr schweren Krankheit. Diese Person könnte jederzeit sterben und erleidet Höllenschmerzen. Und ich bewundere sie so sehr dafür dass sie trotzdem nicht aufgibt und weiterkämpft. Wegen ihr denke ich auch so über dieses Thema 

Antwort
von Haldor, 13

Mord ist selbstverständlich verwerflich, auch Selbstmord, denn in einem wie im anderen Falle wird menschliches Leben vernichtet.

In zwei Fällen dürfte der Selbstmord nicht verwerflich sein: 1. wenn ein Mensch unheilbar krank ist und die Krankheit ihm furchtbare Schmerzen bereitet, Schmerzen, die auch mit Schmerzmitteln nicht richtig unterdrückt werden können; 2. wenn jemand in die Hände erbitterter Feinde fällt, die den Gefangenen qualvoll töten wollen.

Antwort
von yatoliefergott, 53

Bei Krankheit oder wenn man sehr alt ist und einfach keinen Sinne mehr im Leben sieht, finde ich, ist das eine gute Entscheidung. So geht man mMn mit würde und entscheidet selbst wie weit es gehen soll (mit zB der Krankheit)

Antwort
von Athena2909, 69

Ich kann mich um ehrlich zu sein da sehr schwer hineinversetzen aber ich finde noch am besten dieses "einschläfern " das in österreich nicht erlaubt ist. tut mir leid für den begriff aber leider weiß ich nicht wie man es sonst nennt.Eigenrlich finde ich das man ohne zu leiden sterben sollte und zum beispiel sich mit einem messer zu erstechen oder sich zu erhängen ist einfach nicht richtig wenn man sonst an krebs bei dem man wahrscheinlich weniger gelitten hätte stirbt...

Kommentar von CountDracula ,

Wie gut kennst Du Dich mit Krebs aus?

Kommentar von Athena2909 ,

ich bin 13😅also gar nicht und es kann auch sein das krebs tausendmal schlimmer ist und tut mir leid für den Blödsinn den ich da vielleicht rede aber ich stelle es mir schlimmer vor mir ein messer in den bauch zu rammen als wenn ich an krebs sterbe aber wie gesagt ich weiß es nicht;)

Antwort
von Alterhaudegen75, 63

Für mich wäre der absolut einzige Grund einer Selbsttötung, bin dem Tod bringende Krankheit.

Und das auch nur dann wenn wirklich Qualen, Schmerzen und deren Begleitumstände, ein Weiterleben unerträglich machen würden.

Was das angeht finde ich sollte die Gesetzeslage geändert werden. Zumal ja auch jeder das Recht zur Selbstbestimmung hat.

Wo würdest du denn eine Grenze ziehen, ab wann ein Leben lohnenswert ist oder nicht?

Kommentar von DanIsMyName ,

Ich glaube wenn eine Person mit Ihrem Leben unzufrieden ist, ist das lange kein Grund für Suizid. Aber ich glaube es sollte dennoch jeder selbst entscheiden können. Es sollte meiner Meinung sogar erlaubt sein. Ob unterstützt weiß ich nicht, aber erlaubt aufjedenfall. Und Probleme die Sie oder ich für nichtig halten, empfinden andere Personen vielleicht (wahrscheinlich) anders. Klingt vielleicht einbisschen blöd aber man erträgt nur das was man ertragen kann.

Kommentar von Alterhaudegen75 ,

Aber ist es denn ein Grund sich umzubringen nur weil man mit seinem Leben unzufrieden ist? Das wäre mir persönlich etwas zu einfach.

Antwort
von dragon111, 79

Also ich würde Selbstmord etwas Übertrieben sehen weil es noch bestimmt dinge gibt für die es sich Lohnt am leben zu bleiben und wenn nicht würde ich mir hilfe holen

Lg:Sören

Antwort
von Flame2001, 51

Ich persönlich wurde lieber Sterbehilfe kriegen als nach vielen schrecklichen  Monaten an Krebs oder so zu sterben.. ist aber nur meine persönliche Meinung.

Antwort
von Goodnight, 48

Ja durchaus. 

Antwort
von armabergesund, 41

jeder kann sein Leben leben und beenden.

das ist ganz allein seine Entscheidung. Die können auch nur die Kommentieren, die den oder die jenige sehr gut kennen.

Ich würde mir auch von niemanden rein reden lassen, ausser von meiner Frau.

Antwort
von KeyYang, 41

ich finde Sterbehilfe ist in ordnug

Antwort
von Stardust26, 32

Also meine ehrliche Meinung ist:
Ich halte es nicht für unangebracht. Jeder Mensch hat das recht mit seinen Körper zu tun was er will. Wenn jemand meint Selbstmord zu begehn soll er das auch tun dürfen. Die Leute die es tun haben sicherlich ihre Gründe, und wenn sie keine Hilfe wollen sollen sie es verdammt noch mal tun dürfen. Es gibt Leute die sagen sie sagen das sie es tun werden wenn sie ein untätigen Streit oder so hatten, aber diese Leute tuen es bestimmt zu 95% nicht!
Es gibt aber auch Leute die viel mehr Gründe haben. Wenn man seine Gründe hat darf man es wohl selbst beenden, oder ist es etwa verwerflich selbst über sein Leben und Tod zu entscheiden. Finde ich vollkommend ok. Sehen zwar viele anders, aber naja.

Kommentar von CountDracula ,

Die meisten erkennen leider nicht, dass der Tod nicht das Problem ist

Kommentar von Stardust26 ,

Ja da hast du recht. Wenn ich den Spruch: "du hast noch das ganze Leben vor dir" höre bekomme ich so ne leichte Aggression. Wer weiß vieleicht endet das leben auch ohne Selbstmord nächste Stunde. Und wenn man Selbstmord macht ist es halt vorbei, hat man es halt verkürzt. Kann man wahrscheinlich eh nicht mehr hinterher jammern.

Antwort
von mindlessbreit, 58

ne egtl nicht... es sei denn die äußeren faktoren wie familie oder soziales umfeld sind nicht gegeben.

Antwort
von jolenexoxo, 30

Das Leben ist immer lebenswert, wenn man krank ist gibt es die Möglichkeit diese Maßnahmen oder so einzustellen.

Antwort
von MarioSchoenfeld, 32

Wenn man vergleicht wegen welche Kleinigkeiten sich manche schon das Leben genommen haben, leider ja.

Antwort
von AntwortMarkus, 33

Leider begehen die wo es angebracht ist, ihn viel zu spät.

Wie zum Beispiel A.H.

Kommentar von Alexander22i ,

Lieber hätte er es in seinem Moment nicht begangen und seine Strafe kassiert... er war aber Feige... 

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