Frage von charismaticus, 143

Haltet ihr sahra wagenknecht für realpolitisch unfähig?

Ich habe bei ihr das gefühl, dass sie mit alles und jedem auf kriegspfad geht, was vielleicht nach strikten prinzipien begründbar ist, jedoch realpolitisch nicht gerade clever. Beispielsweise, dass sie eine zusammenarbeit mit der spd und den grünen ablehnt. Ihr muss doch klar sein, dass die linke alleine nicht mehrheitsfähig ist und die konservative front davon profitiert. Wie soll denn linke politik durchgeführt werden, wenn es bei einer großen koalition bleibt oder zu bündnissen a la schwarz-grün oder jamaica kommt? Natürlich, auch mit rot-rot-grün wird nicht die form von linker, reformorientierter politik herauskommen, die sich wagenknecht idealerweise vorstellt. Aber sie käme ihrer idealvorstellung damit doch weitaus näher und würde deutschland weitaus sozialer machen, statt auf ihrer prinzipienreiterei zu beharren und der cdu somit in die karten zu spielen. Mich erinnert das ein bisschen an yanis varoufakis, ebenfalls ein cleverer mensch mit tollen ideen, der aber ebenso dickköpfig und prinzipienstur ist und sich dann beleidigt vom amt zurückzieht. Inwiefern sind solche leute dem volk dienlich? Wie seht ihr das?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 50

jedoch realpolitisch nicht gerade clever.

Was "Realpolitik" bewirkt, hast du in gut 60 Jahren Bundesrepublik erleben können: Bis in die 70er Jahre hinein ging es aufwärts; seitdem geht es immer schneller abwärts.

Die aktuelle Krise dauert nun schon runde 7 Jahre und immer noch ist kein Ende abzusehen. Im Gegenteil. Es gab zwar eine kurze Erholungsphase, doch die nächsten Krisen - von Finanzcrashes bis Staatsbankrotte - stehen bereits ins Haus. Und nicht irgendwo auf der Welt, sondern mitten in Europa.

Insofern sollte man sich ernsthaft fragen, ob die "Realpolitik" überhaupt einen Ansatz einer Lösung bietet; oder ob man sich nicht vielleicht nach einer "alternativen Politik" umschauen sollte.

Und damit wären wir bei "clever": Ist es "clever", wenn man sich einer Politik beugt, die nachweislich keinen Erfolg hat? Oder ist es "clever", wenn man nach neuen Wegen sucht und für diese streitet?

Beispielsweise, dass sie eine zusammenarbeit mit der spd und den grünen ablehnt.

Sowohl SPD als auch GRÜNE handeln nach dem alten honecker'schen Motto: "In unserem Lauf hält uns weder Ochs' noch Esel auf." Dabei bestehen sie darauf, Fehler weiterhin zu machen, obwohl es längst bekannt ist, dass es Fehler sind. 

Ist es also "clever", wenn man der Dummheit nachgibt?

Ihr muss doch klar sein, dass die linke alleine nicht mehrheitsfähig ist und die konservative front davon profitiert.

Ganz im Gegenteil.

Als "Junior-Partner" wäre die LINKE gar nicht in der Lage, ihre Politik durchzusetzen. Und die Wahlergebnisse geben keine "Senior-Partnerschaft" her.

Da aber MASSIVE ÄNDERUNGEN durchgeführt werden müssten, um die verfahrene Situation noch irgendwie zu retten, bräuchte die LINKE quasi "freie Hand", also eine starke "Senior-Position", um das zu erreichen.

Nur ein Beispiel aus einer langen Reihe:

Das Bundesverfassungsgericht hat die Regierung im Jahr 2013 aufgefordert, die Erbschaftssteuer-Regeln endlich verfassungskonform zu machen. Der aller-aller-aller-späteste Termin sollte der 16. Juni 2016 sein.

Bis heute weigern sich CDU, CSU, SPD und GRÜNE, dieses Thema anzufassen. Obwohl sie von der Verfassung und dem Verfassungsgericht dazu gezwungen und seit Jahren von den LINKEN dazu aufgefordert werden.

... wie willst du mit solchen Parteien zusammenarbeiten?

Mehr noch: Die SPD hat jüngst angekündigt, dass sie zukünftig nicht mehr auf eine "Vermögenssteuer für Reiche" abstellen wollte. Doch hinter vorgehaltener Hand (und immer, wenn sie in der Opposition ist), fordert sie genau das. Nicht zuletzt, weil es eines der wenigen Mittel ist, um die rasant wachsende Ungleichheit in diesem Land einzudämmen. 

... wie willst du auf dieser Basis selbst mit der SPD zusammenarbeiten?

Natürlich, auch mit rot-rot-grün wird nicht die form von linker, reformorientierter politik herauskommen, die sich wagenknecht idealerweise vorstellt. Aber sie käme ihrer idealvorstellung damit doch weitaus näher

Im Gegenteil. Sie würde sich davon entfernen.

Als "Junior-Partner" könnte die LINKE keine vollständigen Konzepte durchbringen. Sie müsste sich dem Koalitionszwang und der Kompromissforderung des Senior-Partners beugen.

Heraus käme Flickwerk, das nicht funktionieren oder sogar nachteilig wirken würde.

Und das Wahlvieh ist im Allgemeinen dumm wie 10 Meter Feldweg. Die würden nur entsetzt aufschreien: "Siehste! Die LINKE packt's nicht! Wusste ich doch gleich.", wie du beispielsweise an der FDP und auch an der SPD erlebt hast bzw. erleben kannst: Ganz egal, was die Regierung - also CDU, CSU, SPD - macht: Schuld hat nur die SPD. Bestraft wird nur die SPD. Das Wahlvieh ist gar nicht imstande, auch nur annähernd zu differenzieren. Es WILL einfache Antworten. Und wenn es die nicht bekommt, verschafft es sich diese einfachen Antworten selbst.

Ist es "clever", wenn Wagenknecht derartiges riskiert?

und würde deutschland weitaus sozialer machen, statt auf ihrer prinzipienreiterei zu beharren und der cdu somit in die karten zu spielen

Angenommen, ein Patient liegt im Sterben. Alle Ärzte sagen, es läge nicht an der Medizin, sondern an der Dosis. Und sie fordern, dass man die Dosis so lange erhöht, bis der Patient gesund wird.

Doch der Patient siecht immer mehr ...

Nun käme ein Arzt daher, der davon überzeugt ist, dass es die Medizin ist, die den Patienten nicht gesunden lässt. Er fordert, dass man die Medizin hinterfragt und austauscht. 

Davon wollen aber die anderen Ärzte - allesamt im Volk hochangesehen - nichts wissen.

Wäre es "clever", wenn sich dieser Arzt nun hinstellt und sagt: "Dann verringert wenigstens die Dosis um ein paar Mikrogramm! Damit wird der Patient zwar nicht gesund, aber er stirbt wenigstens langsamer."?

Mich erinnert das ein bisschen an yanis varoufakis, ebenfalls ein cleverer mensch mit tollen ideen, der aber ebenso dickköpfig und prinzipienstur ist und sich dann beleidigt vom amt zurückzieht.

Varoufakis ist weltweit (auch in den USA) anerkannter Spiele-Theoretiker. Wagenknecht ist Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Beide sind ausgewiesene Experten in ihrem Fachgebiet.

Und Varoufakis hat das Spiel gespielt, das du von Wagenknecht gefordert hast. Er hat sich allerdings nicht "beleidigt" zurückgezogen, sondern weil er sich das Rückgrat bewahrt hat, das man sich gemeinhin bei Politikern wünscht: Er wurde für eine Sache gewählt, die er im Wahlkampf vertrat. Als er diese Sache partout nicht umsetzen konnte, hatte er de facto auch keinen Vertretungs-Anspruch mehr. Folglich war es nur logisch, dass er das Amt aufgab.

Ist es "clever", wenn man Wahlversprechen Wahlversprechen sein lässt und einfach am Sessel kleben bleibt, ganz egal, was es die eigene Moral kosten möge?

Inwiefern sind solche leute dem volk dienlich?

Konfuzius sagte mal "Alles hat seine Zeit. Es gibt die Zeit des Wartens. Und es gibt die Zeit des Handelns.

"Solche Leute" sind dem Volk dann dienlich, wenn das Volk begriffen hat, dass es sie braucht. Wenn sie sich oder ihre Ideen vorher "voreilig verbrennen", schaden sie nur sich und den Ideen selbst.

Und noch ist das Volk nicht so weit. Noch geht es ihm (zu) gut. Aber die Zeit wird kommen. Spätestens in der nächsten Finanz-Krise, die schon längst am Horizont aufzieht. Denn dann wird es keine Merkel mehr geben, die dem Steuerzahler mal eben Hunderte Milliarden Euro aus der Tasche ziehen kann. Dann wird es auch NICHT MEHR MÖGLICH sein, die Banken mal eben über höhere Staatsverschuldung zu retten. Dann wird man sich völlig neue Konzepte einfallen lassen müssen. 

Und dann wird das Volk langsam aber sicher begreifen, dass bei schönem Wetter jeder Kapitän sein kann; dass es aber im Sturm um handfestes und solides Handeln geht...

Ist es nicht "clever", das einfach abzuwarten, wenn man davon überzeugt ist, eben jene Konzepte schon zu kennen?

Um beispielsweise bei Varoufakis zu bleiben: Der sagte schon im Jahr 2008, dass man Griechenland in die Pleite rennen lassen sollte. Hätte man damals auf ihn und nicht auf Schäuble gehört, würden heute nicht Hunderte Steuermilliarden in den gierigen Schlünden der Banken und privaten Spekulanten verschwunden sein.

Schäuble hat das bis heute nicht begriffen, obwohl längst nicht mehr nur Varoufakis, sondern immer mehr namhafte Leute nach dem griechischen Staatsbankrott als neue Ausgangsline brüllen. Bis heute verbrennt er deutsche und europäische Steuergelder...

Doch schon in absehbarer Zeit wird er sich zurückziehen. Erst aufs Altenteil, damit ihm niemand die "wohlverdiente großzügige Rente" streitig macht; und dann von seinem Standpunkt. Und dann wirst du sehen, wie Griechenland den Weg geht, den Varoufakis - zum Schutz der europäischen Steuerzahler UND der griechischen Bürger - schon vor vielen Jahren forderte...

WER ist also "clever"? Und wer ist "der Dumme"? ;)

Kommentar von charismaticus ,

Danke für diese sehr gute antwort, die mich zum nachdenken gebracht hat.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Es tut gut zu sehen, dass es Leute gibt, die wirklich nachdenken und nicht nur ihre eigenen Weltbilder bestätigt sehen wollen...

Expertenantwort
von PeVau, Community-Experte für Politik, 57

Dass DIE LINKE gerade in den letzten Landtagswahlen so viel verloren hat, hat auch damit zu tun, dass sie genau das getan hat, was du möchtest. Sie hat sich koalitionsfähig gemacht für SPD und Grüne und damit ihr eigenes linkes Profil vernachlässigt. Einen faulen Kompromiss nach dem anderen einzugehen, mag aus kurzfristigen machtpolitischen Erwägungen notwendig sein, birgt aber die Gefahr, die Grundlagen der Partei zu zerstören und ihre Ziele aus den Augen zu verlieren.

... dass die linke alleine nicht mehrheitsfähig ist und die konservative front davon profitiert.

Leider gibt es außer der Partei DIE LINKE nur noch eine konservative Front im Bundestag. Weder Grüne und schon gar nicht die SPD können noch als links eingeordnet werden. das sieht man an der Sozialpolitik aber auch an der Außenpolitik. Sich dahin anzunähern würde bedeuten, linke Positionen sukzessive aufzugeben. Damit macht man sich als linke Partei selbst überflüssig.

Da sind wir auch schon beim Dilemma der Linken in einem bürgerlich parlamentarischen System. Arbeitet man in einem solchen parlamentarischen System mit, ist man dessen Spielregeln unterworfen. Man macht solange pragmatisch voller fauler Kompromisse mit, bis man nicht mehr verändernde Kraft, sondern Teil des Problems und damit als Opposition überflüssig geworden ist. Andererseits ist Fundamentalopposition die Absage an verlockende Mitgestaltungsmöglichkeiten, was auf die Dauer vom Wähler auch nicht honoriert wird.

Das weiß Frau Wagenknecht sehr gut. Sich jetzt noch mehr der SPD und den Grünen an den Hals zu werfen, wäre politischer Selbstmord. Man könnte die Partei vielleicht erhalten, aber sie wäre dann keine linke Partei mehr, sondern eine weitere Partei, die das Schicksal der SPD teilt.

Dem politischen Rechtsruck in Deutschland zu begegnen, schafft man nicht, indem man sich selbst auch nach rechts begibt. Hier müssen linke Positionen verstärkt werden.

Kommentar von charismaticus ,

Da sind wir auch schon beim Dilemma der Linken in einem
bürgerlich parlamentarischen System. Arbeitet man in einem solchen parlamentarischen System mit, ist man dessen Spielregeln unterworfen.

Das ist es ja gerade. Die 'parlamentarische demokratie' existiert nun mal und es gibt derzeit keine alternative zu diesem modell, die mehrheitsfähig wäre oder sonst wie tatsächlich eingeführt werden könnte. Aus diesem grund bleibt doch keine andere option, als sich gemäß dieser spielregeln zu verhalten, um zumindest das im rahmen des systems bestmögliche an linksorientierter politik durchzuführen. Mir ist eine rot-rot-grüne bundesregierung jedenfalls lieber als eine rot-schwarze oder gar eine schwarz-grün-gelbe.




Kommentar von PeVau ,

Sich diesen Spielregeln zu unterwerfen, Positionen aufzugeben, um irgendwie mitzuregieren heißt, sich selbst überflüssig zu machen. Eine zweite SPD braucht kein Mensch.

Antwort
von voayager, 50

Deine Frage, als auch deine Bewertung strotzt nur so vor Voreingenommenheit. Dann hast du da so ein Gefühl. Was aber besagt das schon, eigentlich nur dass du bereits Empfundenes, ohne nähere Beleuchtung noch mal bekräftigst.

Lass dir sagen, dass Frau Wagenknecht garnicht an einer Koalition mit sPD und Grüne interessiert ist und das ist auch gut so. Besonders abträglich finde ich es, dass Menschen mit Prinzipien das Etikett stur angehftet bekommen. So etwas kann nur von Wendehälsen, bzw. Opportunisten kommen, die wie ein Wetterfähnchen ihre Fahne in den Wind hängen.

Sahra Wagenknecht verfügt über einen hohen Sachverstand und ist ausgesprochen qualifiziert. Es ist zu wünschen, dass möglichstviele der breiten Massse, allen voran Lohnabhängige und Verarmte ihre Texte, ihre Reden aufmerksam lesen.

Kommentar von charismaticus ,

Es ist zu wünschen, dass möglichstviele der breiten Massse, allen voran Lohnabhängige und Verarmte ihre Texte, ihre Reden aufmerksam lesen.

Naja, wagenknecht steht ja nicht erst seit gestern im medialen fokus. Ich würde mich ja auch freuen, wenn mehr leute für ihre botschaft und visionen empfänglich wären, aber das ist de facto ja nun mal nicht der fall. Was nützt dann also all die prinzipientreue? Wie gesagt, unter den umständen, die real existieren, würde wagenknecht mehr für soziale gerechtigkeit in deutschland tun, wenn sie eine zusammenarbeit mit spd und grünen anstreben würde, statt vor idealistischer prinzipientreue die rolle der ewigen oppositionspolitikerin einzunehmen.

Kommentar von voayager ,

Jedes Zusammengehen mit sPD und Grüne bedeutet automatisch das eigene Programm, die eigenen Vorstewllungen zu verwässern, sich selbst so überflüssig zu machen. Es wäre mithin reiner Selbstmord. Ich hoffe daher sehr, dass dies nie passieren darf. Es gibt keinen einzigen vernünftigen Grund sich dermaßen zu verbiegen.

Antwort
von Wootbuerger, 68

ich finde so ein verhalten teilweise gar nicht so unwichtig.

Dass sie nicht mit andren Parteien koalieren will zeigt nur dass sie ihre Prinzipien nicht auf gibt.

Mal ehrlich... Links und CDU in ner Koalition? Das ist doch (zumindest sollte es so sein) ziemlich gegensätzlich. Rechts-Konservativ und Links? 

Die Opposition muss weh tun. Es muss ein Gegenpol zur Regierung entstehen. Politiker die sich querstellen und nicht alles hinnehmen nur weil das der leichteste Weg ist.

Wir haben in Deutschland kaum mehr Politiker mit Charakter wie z.B. einen Helmut Schmidt. Da ist jede Ausnahme eine willkommene Abwechslung!

Kommentar von charismaticus ,

Einerseits gebe ich dir da recht, natürlich ist es eine form von begrüßenswerter authentischer politik, wenn man seinen prinzipien treu bleibt. Aber man muss doch auch pragmatisch denken. Wie soll jemals eine politik der sozialen gerechtigkeit erfolgen, wenn linke, spd und grüne kein gemeinsames linkes projekt starten? Die große koalition eiert doch nur herum, weil sie im prinzip ideologisch nicht viele gemeinsamkeiten hat. Darunter leiden sowohl cdu als auch speziell die spd. Cdu-wähler finden ihre partei nicht mehr konservativ genug und spd-wähler wittern einen verrat der sozialdemokratie. Somit macht sich frust breit und witzfiguren von der afd kommen auf 20%. Die grünen biedern sich sowieso überall an, wo sie irgendwie macht bekommen können und gehen neuerdings mit der cdu auf kuschelkurs, mit ihrer ökologisch-konservativen und wertkonservativen schnittmenge. Aus linkspolitischer sicht müssen da doch die alarmglocken schrillen. Rot-rot-grün ist hier, trotz gewisser differenzen (logisch, sonst bräuchte es ja nicht diese drei verschiedenen parteien), von den grundwerten her immer noch am engsten beeinander. Es müsste somit doch in deren interesse liegen, zusammen ein projekt von mitte-linker bis linker politik zu gestalten.

Kommentar von Wootbuerger ,

theoretisch müsste die SPD natürlich noch am nächsten der Linken sein. Aber ich denke eben weil es diesen Einheitsbrei gibt (ob man jetzt SPD oder CDU wählt macht keinen großen Unterschied mehr) macht das die wirklich brisanten politischen Entscheidungen zunichte. Wenn die SPD wieder vermehrt auf ihre Grundidee (die Partei der "kleinen Leute" bzw. der Arbeiter zu sein) zurückkehrt kann man das durchaus mit Ideen der Linken verknüpfen. Dazu muss aber eben diese Trennung zwischen den Rechten (CDU/CSU etc.) und den Linken endlich mal stattfinden. Das will aber keiner denn dann würde man eventuell Wähler verlieren, müsste sich auch mal hinsetzen und sich Gedanken über eine politische Richtung machen die vielleicht nicht jedem Deutschen gefällt.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 33

Ja. Ich halte sie realpolitisch für unfähig und für eine Katastrophe.

Im Kern ist sie eie staliistische reaktionärin, die rückwärtsgewandt "Lösungen" favorisiert, die ihre Untauglichkeit doch schon unter Beweis gestellt haben.

Antwort
von SowjetS0CIALIST, 58

Ich mag die wagenknecht eh nicht 

Ich war und bin Fan von Gysi,  auch jetzt  wo er die Partei Führung abgegeben hat 

Wagenknecht ist mir in Einigen Dingen viel zu,,  konservativ "  links und extrem wenn man das so Sagen kann ohne links Extremismus zu meinen 

Die linke ist auch nicht Regierungsfahig aktuell auch wenn vieles gut ist was sie anspricht 

Eine Koalition wird wohl aktuell auch nicht.geben,  dazu unterscheiden sich die sozialistisch -sozialdemokratischen Ausrichtungen zu sehr von den Zielen der CDU,  SPD etc 

Kommentar von charismaticus ,

Jep, Gysi war super. Ich finde wagenknecht prinzipiell ja nicht schlecht - sie ist clever und hat visionen (die man u.a. in ihren büchern nachlesen kann) und kann sich in den medien gut präsentieren. Eigentlich also eine gute protagonistin linker politik. Auch eine, die über den tellerrand schauen kann. Aber wie sie in inneren kreisen mit den genossen und genossinnen interagiert, das halte ich für engstirnig und kontraproduktiv. Man muss doch als geschlossene einheit auftreten, wenn man gewählt werden will. Und wie gesagt, unter aktuellen umständen bleibt jedem, der deutschland etwas linker sehen will, nichts anderes übrig, als für rot-rot-grün zu plädieren. Ansonsten muss man sich wohl mit der rolle der ewig pöbelnden oppositionspartei abfinden... Ob man sozialer gerechtigkeit in deutschland damit größere dienste leistet? Ich finde nicht.

Antwort
von earnest, 24

Nein. 

Aber nur für begrenzt lernfähig.

Gruß, earnest

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