Frage von TheTrollman, 345

Haltet ihr Organspenden von Neugeborenen mit Anencephalie, also fast ohne Gehirn geborenen Babys für moralisch vertretbar?

In England wurde ein Baby mit Anencephalie direkt nach der Geburt zur Organspende freigegeben und ich bin jetzt am Überlegen ob das Ethisch und Moralisch vertretbar ist oder eher nicht.

Auf der einen Seite ist Anencephalie ein sicheres Todesurteil (nicht Hydranencephalie, da gibt es durchaus Babys die überleben) und diese Babys leben nur wenige Tage und durch deren Organspende können andere Kinder gerettet werden.

Auf der anderen sind diese Babys eben dennoch Menschen und wir wissen nicht genau ob der kleine Teil des Gehirns, den sie haben sie vielleicht nicht doch befähigt etwas zu empfinden und da eben noch ein kleiner Teil des Gehirns da ist sind sie eben nicht "hirntod" und wenn man diese spenden zuließe, dann wäre der Weg Wachkomapatienten mit dem Apallischen Syndrom (also komplettem Absterben des Großhirns) zu Spendern zu machen auch nicht mehr weit.

Findet ihr, Organspende ist bei solchen Babys vertretbar oder eher nicht ?

Selbstverständlich alles unter der Bedingung, dass die Eltern in dieser schwierigen Situation nicht zur Zustimmung zur Organspende gedrängt werden, denn das absolut falsch

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Darkmalvet, Community-Experte für Anatomie, Biologie, Genetik, ..., 29
Jein, es wäre dann zwar vertretbar, aber es würde zu weit gehen, wenn wir die Richtlinien aufweichen

Hallo TheTrollman

Nach meiner Frage zu Anencephalie habe ich ein wenig zu dem Thema recherchiert, nur bei einem Teil der Babies mit Anencephalie ist überhaupt das Stammhirn ausgebildet und nur diese Babies können überhaupt einige Tage überleben, die restlichen nur wenige Stunden mit Beatmung.

In einem solchen Fall würde ich sagen grundsätzlich ist eine Organspende kein Problem, solange kein Druck auf die Eltern in der Richtung ausgeübt wird und zu aller erst geschaut wird, dass die Eltern mit dieser Entscheidung leben können.

In dem bisher einzigen Fall in England war es ja gerade der Wunsch der Eltern, das Baby nicht abzutreiben sondern die Organe zu spenden, wenn der Wunsch so geäußert wird sehe ich da kein Problem.

Bei diesen Babys spricht nichts dagegen in Absprache mit den Eltern eine Organspende durchführen, auf keinen Fall aber sollten Ärzte vor den Eltern von bereits Verstorbenen sprechen, wie es beim Thema Hirntod so gerne der Fall ist, sondern wenn dann wissenschaftlich korrekt von Sterbenden oder nicht Überlebensfähigen sprechen.

Außerdem darf es nicht passieren, dass Schwangere gedrängt werden, Babies mit Anencephalie nur zur Organspende auszutragen (ja ich weiß wie du zu Abtreibungen stehst, aber in solchen Fällen sollte man nicht urteilen)

Problematisch fände ich es aber dann, wenn das Stammhirn des Babies ausgebildet ist und es von alleine atmet, hier wäre eine Organspende sehr sehr kritisch, da zweifelsfrei funktionierende Gehirnteile vorhanden sind.

Denkt man diesen Gedanken weiter, komme ich wie du zu dem Schluss, dass Schritt Wach- und Dauerkomapatienten Organe zu entnehmen nicht mehr weit wäre.

Denn im Grunde genommen sind diese Babies mit sagen wir mal "inkompletter" Anencephalie im Grunde genommen ja nur "geborere" Wachkomapatienten, die (rein medizinisch) nur sterben, weil der offene Schädel nicht verschlossen wird (Infektionen) und keine Trachealkanüle eingesetzt wird, ansonsten mehrere Jahre überleben könnten.

Auf der anderen Seite kann man natürlich argumentieren, dass diese Babies ohne ein Großhirn niemals ein Bewusstsein hatte und es daher ohnehin nichts zu retten gibt und ja sowieso sterben.

Aber rechtlich wäre das eh nicht machbar, hier müsste man wenn eine Sonderregelung für solche Fälle einführen.

Da meiner Meinung nach durch solche Sonderregellungen das Organspendensystem noch undurchsichtiger werden würde oder vielleicht sogar Ängste geschürt werden könnten, weil Leute dann denken, dass sie vielleicht auch schon vor derm kompletten Hirntod zu Spendern werden würden, würde ich dringend davon abraten die Regeln an solchen Stellen aufzuweichen, denn wenn dadurch die insgesamte Spendenbereitschaft sinkt, hätte niemand etwas gewonnen, schon gar nicht die potentiellen Empfänger, für die man eine solche Sonderregelung ja wenn einführen würde.

LG

Darkmalvet

Kommentar von TheTrollman ,

Besonderst mit dem letzten Punkt hast du wohl recht, Organspende ist eh schon genug in Verruf geraten, da sollte man jetzt nicht auch noch Fälle erlauben, wo nicht Hirntote spenden.

Antwort
von NicoleU, 186

Die Mutter hat ein Kind ausgetragen von dem es weiß, dass es definitiv nur einige Stunden bis zu ganz ganz wenigen Tage leben darf. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Eltern, wenn schon das eigene Baby nicht leben darf, anderen Babys das Leben retten wollen. So lebt doch ein Teil ihres Kindes weiter. Ist also derselbe Beweggrund, warum Eltern von einem 3jährigen nach einem Unfall die Organe freigeben.

Wenn man also davon ausgeht, dass die Eltern den Fötus nicht abtreiben ließen, weil sie das Kind nicht töten wollten, finde ich es in Ordnung.

Anders wäre es für mich wenn die Eltern das Kind nur austragen würden damit die Organe gespendet werden. Aber diese Situation hast du ja in deiner Frage direkt ausgeschlossen.

Antwort
von BellaBoo, 40
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben

Das kranke Kind hat keine Chance ein Leben zu führen, das mehr als nur ein paar Tage dauert, andere Kinder bekommen die Chance ein Leben zu führen.

Kommentar von cyracus ,

Das Thema "lebensunwertes Leben" hatten wir doch schon mal in der Geschichte ... und das ist gar nicht soo lange her ...

Wir wissen doch gar nicht, was die Seele des Kindes sowie die Eltern gerade durch diese Behinderung wichtigers lernen ...

Kommentar von BellaBoo ,

Das Kind ist so gut wie tot, sein Gehirn wird nie das machen, was für ein glückliches Leben notwendig wäre. Wäre es mein Kind würde ich ein, zwei Tage mit ihm verbringen und dann dem ein Ende setzen lassen...und die Organe spenden.

Die Seele des Kindes hat bis dahin genug gelitten und die Eltern schon während der Schwangerschaft unendlich viel gelernt. Und mit weiteren Esoterikgerede brauchst du mir nicht kommen, ich kann über sowas nur den Kopf schütteln.

Das hat nicht mit lebensunwertem Leben zu tun, das ist auch eine Unverschämtheit, das solchen Eltern oder Menschen mit meiner Einstellung zu unterstellen. Das Kind stirbt, es wird von Maschinen am Leben gehalten...ich würde nie einen Menschen aufgrund einer Behinderung, mit der er oder sie leben kann, als Organspender in Betracht ziehen, nur weil er behindert ist.

Meine Schwester war behindert und hat Organe gespendet bekommen, mein Cousin ist blind, meine Nichte Diabetikerin, mein Sohn herzkrank...ich habe mich SEHR genau mit dieser Materie beschäftigt und lasse mir sicher nicht von irgendwelchen Spinnern ein schlechtes Gewissen wegen meiner Einstellung einreden oder mich auf die Seite von Eugenetikern stellen...ihr solltet vielleicht mal an eurer Toleranz arbeiten, bezüglich der Meinung anderer Menschen.

Ich sehe das so: es muss keiner spenden, aber wer nicht spenden will, der sollte auch (gerade wenn man sooo moralisch ist) auch keine Organspende annehmen...aber wenns dann soweit ist, dann geht diese Moral eh flöten.

Antwort
von Spockyle, 110
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben

Organspende ist nicht ganz leicht und soweit ich weiß, haben sich auch viele Ethikkomitees diese Entscheidung, wie und wann man einen Körper für hirntot aber "spendenfähig" erklärt, nicht einfach gemacht. Ich wünsche keinem Menschen, sich diese Entscheidung stellen zu müssen, und auch keinem, auf so eine Entscheidung anderer angewiesen zu sein. Leider ist es aber trotzdem so.

Ich weiß nicht, wie es ist, ein Baby zu verlieren, aber vielleicht hilft es den Hinterbliebenen zu wissen, dass das Kind nicht umsonst gestorben ist, sondern anderen Kindern das Weiterleben ermöglicht hat. So eine Entscheidung muss man in erster Linie den Eltern lassen und - egal, wie sie sich entscheiden - die Entscheidung akzeptieren.

Antwort
von RoXoR987, 130

Das ist eine gute Frage ! Und nicht leicht zu beantworten... Man sollte abwägen, was ist wichtiger: Die Kõrperliche Unversehrtheit der Kindes, was evtl. Bei z.B. besonders gläubigen Eltern ein wichtiger Faktor für die Leid prävention ist, oder das Leben eines weiteren Kindes zu retten, das so vl. Noch alt werden und wieder Kinder bekommen kann, mal ganz davon abgesehen was für ein Leid es den Eltern ersparen würde.
Für mich überwiegt ganz klar letzteres, ob das Baby nun Organespendet oder nicht... Es bleibt leider tod (bzw. Todkrank), ich glaube kaum das die Eltern besser damit klar kommen nur weil es noch alle Organe hat (sehr hart formuliert, doch leider wahr). Vl. Könnte es ihnen allerdings etwas trost bereiten, das ihr Kind nicht umsonst gestorben ist, sondern das Leben eines anderen Kinders rettet.

Antwort
von Laury95, 152
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben

Das muss jeder selber  entscheiden. Wenn mein Kind betroffen wäre, würde ich ja auch auf eine Organspende hoffen. Bin ehrlich gesagt sehr glücklich darüber, dass so was heutzutage möglich ist. 

Antwort
von dadita, 15
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben

Natürlich ist es vertretbar. Diese Kinder haben keine Chance, keine höheren kognitiven Fähigkeiten...sie werden nach wenigen Tagen sterben. So kann man dank ihnen noch die Leben anderer Kinder retten.

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Schwangerschaft, 104
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben
  • Wenn die Eltern das wünschen, dann ist dagegen nichts zu sagen. 
  • Ohne Hirn keine Persönlichkeit und kein Bewusstsein.
Kommentar von ASmellOfRoses ,

Die Seele hat ihren Sitz nur nicht im Gehirn, sondern im Herzen...!

Kommentar von Kajjo ,

Das ist eine rein esoterische Ansicht ohne jegliche naturwissenschaftliche, medizinische Grundlage. 

Es gibt keinerlei Hinweis darauf, Gedanken, Gefühle oder Erinnerungen anderswo als im Gehirn anzusiedeln. Allenfalls das enterische Nervensystem (Darm) spielt eventuell noch bei gewissen Prozessen eine Rolle (leider noch nicht abschließend erforscht). Das Herz jedoch ist nur ein Muskel.

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Ganz wie - und solange - du meinst...:)

Kommentar von Kajjo ,

Dein Glaube sei dir unbenommen. Jeder wie er will.

Kommentar von AlphaundOmega ,

. Das Herz jedoch ist nur ein Muskel.

Das ist nicht wahr und ich habe den Verdacht , das du das auch weisst... oder zumindest  als Experte wissen solltest...

https://www.sein.de/das-herz-unser-zweites-gehirn/


Kommentar von cyracus ,

@A&O, danke für den Link.

Kommentar von AlphaundOmega ,

@cyracus, keine Ursache ,... auch fand ich die passende Antwort eines betroffenen User,  ( weiter unten  in den Antworten ) sehr interessant...

Daher zitiere ich diese  auch noch mal :...

"Also dass ein Spenderherz einfach so funktioniert in einem fremden Organismus, dem ist nicht so. Habe mit Patienten nach Transplantation gearbeitet als Pflegekraft, war also an der Basis nah dran, sehr nah sogar…….

.die meisten Patienten fühlten sich nach einer Transplantation eher unwohl, konnten es nicht so definieren, fühlten sich nicht zuhause
in sich, hatten auf einmal andere Wahrnehmungen, andere Gefühlswelten usw……..eine Patientin nach Knochenmarkstransplantation sagte mir „sie fühle sich als ob ein fremdes Wesen in ihr schwimmen würde“.

Die Patienten bekommen alle starke Medikationen damit das fremde Gewebe nicht abgestossen wird, alleine das sagt doch schon alles……alles wehrt sich gegen die fremde Struktur ! Wenn es so einfach wäre bräuchte man keine solchen Medikationen…..aber das ist es halt nicht."

Kommentar von dadita ,

Eine Esoterikseite ändert daran nichts, zudem werden dort schlicht und ergreifend Lügen verbreitet. Das Herz ist und bleibt ein Muskel, das Erregungsleitungssystem ist in keinster Weise mit dem ZNS zu vergleichen, wie jedem der auch nur einen Hauch von Ahnung von diesem Thema hat klar sein muss.

Kommentar von dadita ,

Oh bitte. Die Seele gibt es nicht, das Herz ist nur ein Muskel. 

Antwort
von Evita88, 110
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben

Ich kenne den konkreten Fall nicht, nehme aber an, dass da schon gewartet wurde, bis der kleine Mensch tatsächlich hirntot war.

Denn es gibt bei der Organspende nun mal klare Regeln, und die besagen eben unter anderem, dass der Hirntod von mehreren Ärzten unabhängig festgestellt worden sein muss.

Von daher finde ich diese Vorgehensweise in Ordnung, immerhin bekommen auf diese Weise andere Babys/Kinder eine zweite Chance.

Und ich sehe da auch keine Bedenken, dass damit irgendwelche Regelungen aufgeweicht und die Rechte von Komapatienten in Gefahr sein könnten.

LG

Kommentar von AlphaundOmega ,

sogenannte "Hirntote" , können sogar noch Kinder austragen, sollen diese dann keine zweite Chance bekommen ?

Ich möchte dich bitten, dieses Thema ausführlicher zu behandeln und zu informieren , was der "Hirntod" wirklich bedeutet ...

Eine gute Gelegenheit dafür, findest du z.B. in den bereitgestellten Links, im Profil von  @cyracus

Kommentar von Evita88 ,

Hirntod heißt, keine Hirnaktivität, kein Leben möglich. Fertig.

Dass man den Körper am Leben erhalten kann, indem man Herzschlag und Atmung über Maschinen regelt und den Körper künstlich ernährt, ist ja keine Errungenschaft/Leistung des Hirntoten. Der Hirntote trägt kein Kind aus. Lediglich die Mittel der modernen Medizin, ermöglichen es, ein eventuelles Ungeborenes vor dem sicheren Tod zu bewahren, indem der Körper solange "am Leben" erhalten wird, bis das Ungeborene (über-)lebensfähig geboren werden kann.

Ein Mensch, der hirntot ist, wird nie wieder erwachen und ohne Maschinen, die die Organe am Leben halten, bis ein Empfänger die Spenderorgane erhalten kann, stirbt auch der Rest des Körpers.

Mehr muss ich dazu nicht wissen, danke.

Kommentar von cyracus ,

Ein Mensch, der hirntot ist, wird nie wieder erwachen ...

Richtig muss es heißen: "Ein Mensch, der für "hirntot" erklärt wurde ..."

Du weißt doch sicherlich, dass der sogenannte "Hirntod" erfunden wurde von der Ärzteschaft, um so aus lebendigen Menschen zum Zweck der sogenannten "Organspende" Organe herauszuoperieren und vieles andere vom Körper zu verwerten.

Auch ist Dir doch hoffentlich bekannt, dass sogenannte "Hirntod"-Diagnosen sogar den offiziellen Vorgaben nicht einmal entsprechen, dass ein Großteil davon falsch ist. - Google dazu mit

hirntod diagnosen falsch

und gib diese Worte auch in die Suchleiste auf YouTube (google so) ein.

Weiter empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra (ebenfalls auf YouTube) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Darin erklärt er, warum oft bei schwerstkranken Patienten der Körper so sparsam mit den Energien umgeht, dass auch bei funktionierendem Gehirn keine Hirnströme entsendet werden. Weiter erklärt er die fatalen Folgen der "Hirntod"-Diagnosen.

Es ist wichtig, dass dies der Bevölkerung bekannt gemacht wird, denn sich zu entscheiden, KEIN sogenannter O-spender zu sein, kann Leben retten, nämlich sein eigenes Leben.

Und falls der schwerstkranke Patient doch nicht mehr rettbar ist und sich im Sterbeprozess befindet, braucht er Schutz und Fürsorge, keine Ausschlachtung bei lebendigem Leib, noch dazu vielfach ohne Narkose und ohne Schmerzmittel. (Nur in der Schweiz ist die Narkosevergabe beim Ausschlachten von Menschen Pflicht.)

Vielleicht möchtest Du Dich weiter informieren zu diesem Thema. Dazu empfehle ich Dir meine ausführliche Antwort an SaraWarHier auf ihre Frage

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?f...

Es ist auch wichtig dafür zu sorgen, dass sich in Deutschland NIEMAND genötigt und moralisch unter Druck gesetzt fühlt, sich für andere zu opfern. Dazu ist es dringend erforderlich, die Lügen der Organtransplantationsorganisationen aufzudecken, die stets behaupten, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden.

Auch sollen die Bürger entscheidungsoffen informiert werden, was leider viel zu wenig getan wird.

     "Wenn man die bereits erwähnten und gebetsmühlenartig
       wiederholten Argumente für eine Organspende ernstnehmen würde,
       könnte daraus leicht eine gesellschaftliche Norm oder gar eine
       Bringschuld werden, denn die Pro-Organspende-Werbung setzt
       ja darauf oder behauptet sogar, daß jedes nicht gespendete Organ
       das Leben eines Kranken bedrohe. Diese Argumentation ist jedoch
       völlig absurd, weil damit die Zusammenhänge gründlich verkehrt
       werden. Lebensbedrohend kann (vielleicht) eine Krankheit sein,
       niemals jedoch der spendeunwillige potentielle Organspender.
       Und bei einer Weiterführung dieser Gedanken kann damit jeder
       Mensch in eine äußerst fragwürdige moralische Verantwortung
       für die Gesellschaft gezwungen werden."
       Quelle: Der Organwahn - Werner Hanne zu Gast bei Michael Vogt

Bitte informiere Dich ganzheitlich - und ganz besonders: Äußere Dich zu diesem Thema nicht in einer Art, dass sich andere unter Druck gesetzt fühlen können, dass sie sich gefälligst als O-spender zur Verfügung zu stellen haben, um anderen Gutes zu tun.

Ich bin nicht bibelfest, aber eines habe ich aus dem Konfirmandenunterricht behalten:

"Liebe den anderen wie dich selbst."

Das bedeutet nicht, liebe erstmal die anderen, und wenn Du das gut  kannst, kannst Du ja mal damit anfangen, zu lernen, auch dich selbst zu lieben,

SONDERN das heißt:

Liebe dich selbst (ganzheitlich) - und wenn du das richtig gut kannst, bist du so voll Liebe, dass du gar nicht mehr anders kannst, als auch die anderen zu lieben. -  (Dass damit nicht die egoistische Liebe gemeint ist, sondern die ganzheitliche oder auch überpersönliche, ist ja klar.)

Kommentar von AlphaundOmega ,

Danke cyracus, ...

dem kann ich mich nur anschließen und hoffen , das die Informationsbereitschaft der meissten hier, sich nicht mit ausreichendem  "Unwissen" zufrieden geben...

Antwort
von kerkdykhotmail, 79
Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen

Hallo TheTrollmann,

ich bin nicht der Meinung, das diese Babys oder Kinder für weiteres Leben geopfert werden sollen und deshalb über ein neugeborenes Baby entscheiden sollten ,ob es noch Leben darf oder nicht.

Noch sollten wir diese Entscheidungen denen überlassen, die Leben schenken, aber auch nehmen können. LG.KH.

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Richtig - und schön formuliert...DH !

Antwort
von voayager, 100
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben

Ist auf jeden Fall vertretbar, wenn die Eltern dies zulassen. dies sollten sie tun, denn so kann manch anderes Leben gerettet oder aber verbessert werden.

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Der Preis, mein Kind dafür grausam töten zu lassen, wäre mir als Mutter zu hoch !

Antwort
von tachyonbaby, 143
Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen

Man sollte der Natur ihren Lauf lassen. Was nicht lebensfähig ist, stirbt eben. Das mag hart klingen, aber zum Leben gehört nun mal der Tod.

Kommentar von Agronom ,

Dann hoffe ich mal, dass du keine medizinischen Behandlungen in Anspruch nimmst, das wäre ja unnatürlich, nach der Argumentation müsste die gesamte Medizin verworfen werden und einfache Infektionen wären wieder ein mögliches Todesurteil.

Kommentar von tachyonbaby ,

Hier geht es um Organtransplantation. Organe werden lebenden Menschen entnommen. Einem toten Körper kann man keine Organe mehr entnehmen.

"Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr." Prof. Dr. Rudolf Pichlmayr, Pionier der Transplantationsmedizin, "Mediziner des Jahres" 1990

Kommentar von Laury95 ,

Du pauschalisierst aber. Demnach müsste jedes Baby sterben, was nicht auf natürlichem Weg auf die Welt kommen kann. Ob man immer noch so denkt, wenn es um das eigene Kind geht, bleibt fraglich.

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Nein, Laury - vielmehr vergleichst du Äpfel mit Birnen - das hat noch niemals etwas sinnstiftendes hervorgebracht...

Kommentar von ASmellOfRoses ,

@Agronom: Du zäumst das Pferd am Schweif auf:

Die Mehrzahl unserer heutigen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen ist pauschal zurückzuführen auf fehlendes Bewusstsein und Mitgefühl und auf das Entfernen der Menschen vom sich selbst und seinem Ursprung...

Auf Details verzichte ich an dieser Stelle - möchte hier kein Fass aufmachen, das sich vom Ursprung der Frage entfernt.

Kommentar von ASmellOfRoses ,

@tachyonbaby - richtig, und der hat auch seinen tieferen Sinn und sollte in Frieden und in Würde vollzogen werden dürfen - auch, wenn es (für manche vermeintlich) "unwertes" Leben betrifft...

DH ! 

Antwort
von Nele15, 66
Ja, das wäre vertretbar, wenn die Eltern das wünschen, denn es rettet Leben

ich find es ok wenn die eltern dies wünschen

Antwort
von Mucker, 71
Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen

NEIN - ich halte das nicht für moralisch vertretbar. Die Medizin sollte andere Wege gehen.


Kommentar von ASmellOfRoses ,

Die sie auch finden wird - davon bin ich überzeugt... DH !

Kommentar von Mucker ,

Solange sie am Tropf von Big Pharma hängt und sich von der dominieren lässt - dürfte eine freie Lehre und Forschung reine Illusion sein. Für Big Pharma steht Profit an 1. Stelle -  weit vor Gesundheit . Und mit den Organen eines Menschen lässt sich leicht ne Million € erzielen. Solange das so bleibt, wird sich nichts ändern. Googel mal unter Pharma-Mafia, Pharma-Skandale etc.

Antwort
von maroa, 70
Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen

Das Thema "unwertes Leben" gab es in einer für Deutschland sehr üblen Zeit, und das ist im Grunde gar nicht so lange her! - Bitte darüber nachdenken!

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Stimme dir zu - danke und DH !

Antwort
von tinimini, 74

http://www.erhoehtesbewusstsein.de/prof-manfred-spitzer-redet-tacheles-smartphon...

Wer weiß was in 10 Jahren ist und wie sich das Kind entwickeln würde bei fachgerechter intensiver Förderung. 

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Ja - und wer weiss, wieviel weiter und bewusster die Menschen dann in anderen Bereichen sein werden... DH !

Kommentar von AlphaundOmega ,

Stephen Hawking, ist z.B. der lebende Beweis, ...ihm prognostizierte man schon als Kleinkind , eine hohe Sterblichkeit , die nur wenige Jahre des Überlebens andauern sollte... Damals hatte er wohl einen Schutzengel , den die meisten  autistischen Menschen und Kinder  vglw. nicht hatten , weil sie (",wie auch heute noch") der Barbarei zum Opfer fielen...

Antwort
von cyracus, 63
Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen

Menschen schlachten zum Zweck der Gewinnmaximierung (egal wofür)???

Auf keinen Fall !

Kommentar von ASmellOfRoses ,

Genau so - DH !

Antwort
von ASmellOfRoses, 61
Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen

Eindeutig NEIN, denn dies ist nur ein weiterer kranker Auswuchs unseres lebensverachtenden und anthropozentrischen Systems...

Auch solche - nicht lebensfähigen - Kinder haben ein Recht, im Arm ihrer Eltern friedlich gehen zu dürfen - sowas ist einfach nur krank und abartig, aber leider auch bezeichnend für den Großteil unserer Gesellschaft !

Kommentar von cyracus ,

DH !! - auch für Deine Kommentare unter anderen Antworten.

Antwort
von AlphaundOmega, 25
Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen

Findet ihr, Organspende ist bei solchen Babys vertretbar oder eher nicht ?

Auf gar keinen Fall, es steht niemandem zu über das Leben dieser Babys zu urteilen...

und das heisst auch ,..das dieses Recht für alle Lebewesen gilt...

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