Frage von xTakuyaHDx, 111

Haltet ihr diese Theorie für möglich (nicht wahrscheinlich!)?

Haltet ihr es möglich, dass wir in einem Universum leben, welches in einem größeren ist mit anderen Universen wie wir? Dieses Universum wiederrum mit anderen gleichgroßen in einem noch größeren und unendlich immer so weiter ? Ich hab das mal grafisch auf dargestellt hoffe man kann es verstehen. Bitte nur Wissenschaftliche Antworten! Ich will hier jetzt nicht hören Gott hat die Welt geschaffen und so ! Nicht wundern warums auf englisch ist. Ich hatte diese Theorie. Ich weiß nicht ob es die schon gibt. Ich habe auf jeden Fall keine Multiversum-Theorie wie meine gefunden. Sollte es sie doch geben, bitte nen Link schicken. will mir das dann mal durchlesen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 32

Zunächst hat deine Theorie nichts mit der bekannten Multiversentheorie zu tun. Da geht es um Paralellwelten, bei dir geht es um Metawelten.


Es gibt ein wissenschaftliches Argument für deine Theorie, die aber so neu auch wieder nicht ist.
Das Universum ist insgesamt fraktal, d.h. selbstähnlich aufgebaut. Selbstähnlichkeit bedeutet, man sieht auf verschiedenen Ebenen immer dieselbe Struktur.  So wachsen ein Krebsgeschwür, ein Blumenkohl und Regenwolken nach den selben Gesetzen und sehen ähnlich aus.


Diese Selbstähnlichkeit entdeckt man auch im Aufbau des Universums insgesamt:
Zunächst dachte man, die Erde sei einziger Planet und Mittelpunkt des Universums.
Dann erkannte man, die Erde ist nur ein Planet vonm mehreren im Sonnensystem, das man dann fürs Universum hielt.
Dann entdeckte man, dass es noch mehr Sonnensysteme gibt, die alle Teil der Milchstraße sind und daher galt bis etwa 1920 die Milchstraße als Universum.
Dann entdeckte Edwin Hubble, dass die Milchstraße auch nur eine von vielen Galaxien ist und die Galaxien Teil einer noch größeren Struktur, den Galaxienclustern sind. Cluster sind Teil einer übergeordneten Struktur, den Superclustern und die wiederum sind Teil einer noch größeren Struktur, den Filamenten.
Es darf also gefragt werden, ob unser heutiges Wissen der Grenzen des Universums und dessen Einmaligkeit der Weisheit letzter Schluss ist oder ob unser Universum nicht etwa Teil einer noch größeren Struktur ist. Das ist heute aber nur Spekulationm, da es weder eine mathematische Theorie noch irgendwelche Beobachtungen gibt, dass das Universum in einer Wechselwirkung zu einer noch größeren Struktur steht. Möglicherweise entdeckt man ja mal etwas...

Kommentar von Hamburger02 ,

Meine Beispiele oben für Selbstähnlichkeit sind schlecht, die sind sich nur ähnlich.

Typische Selbstähnlichkeit wären die Mandelbrod-mengen, der Baumwuchs, Küstenlinien oder Fotos, bei denen man nicht sehen kann, ob sie durchs Mikroskop oder Teleskop aufgenommen wurden, weil sich die Strukturen so ähnlich sind oder eben das Universum insgesamt.

Kommentar von xTakuyaHDx ,

Sind die Universen aus meiner Theorie denn nicht fraktal ? Wo ist der Unterschied zwischen Mulitiversen und Metawelten?

Kommentar von Hamburger02 ,

Danke fürn Stern. Doch, dein Modell ist fraktal. Das erkennt man schon an deiner sehr informativen Skizze ("Wenn der Physiker etwas nicht versteht, macht er eine Skizze oder Tabelle.").

Die Multiversentheorie als vergeblicher Versuch, etwas indeterministisches mit deterministischen Mitteln zu lösen, geht von Paralleluniversen aus. Da gibt es keine unterschiedlichen Ordnungsebenen.

In deiner Theorie gibt es eine Struktur über unserem Universum, also auf einer Metaebene (meta = übergeordnet, abstrakter). Das meine ich mit Metauniversum im Gegensatz zu einem Paralleluniversum, wovon du allerdings in der Skizze auch welche vorgesehen hast.

Antwort
von IKratos, 59

Die Theorie ist durchaus legitim. Dabei ensteht aber die Frage, wie diese Universen entstanden sein sollen und wie sie sich voneinander trennen. Sind sie in einer Art Kuppel wie ein Planet? Weiterhin würde dann die Urknalltheorie keinen Sinn mehr ergeben. Darüber könnte man aber philosophisch sehr wohl diskutieren.

Kommentar von xTakuyaHDx ,

Die Universen würden sich wie die Planeten auseinander Halten. Der Rest ist Sache für Profis. Ich bin nur 10. Klässler XD Aber ich denke man kann darüber lange Diskutieren. Danke für dienen Kommentar :D

Antwort
von phgeofr, 43
Ja, weil...

So eine Multiversum-Theorie wurde durchaus schon einmal diskutiert, allerdings wird man deren Wahrheitsgehalt niemals beweisen können. 

Es gibt durchaus Wissenschaftler, die die Existenz weiterer Universen für möglich halten, in denen vielleicht sogar andere physikalische Gesetze herrschen. Dabei könnte es sich auch um quantenphysikalische Effekte handeln, welche ja bis heute noch nicht verstanden sind. Zum Beispiel beschäftigen sich Stringtheorie oder Schleifenquantengravitation unter anderem auch damit.

Habe gerade leider keinen Link dazu, habe es aber schon mal gelesen.

Kommentar von xTakuyaHDx ,

Cool. Danke :)

Antwort
von ALEMAN2015, 32
Nein, weil...

Solche Theorien sind mathematische Spielereien, fuer die es keine physikalische Evidenz gibt.

Kommentar von xTakuyaHDx ,

Ok.

Antwort
von Chefelektriker, 36
Kommentar von xTakuyaHDx ,

Ich werd mir anschauen :D

Antwort
von Jackie251, 39

Wissenschaftlich betrachtet:
Man kann nicht wissenschaftlich sein, wenn man von vornherein Möglichkeiten ausschließt.

Kommentar von xTakuyaHDx ,

Ok. Wenn das auf Gott bezogen ist: beweise mir Gott und ich glaube dir. Aber Ich glaube an das was ich sehe. Ich habe Gott bisher nicht gesehen. Und niemand konnte mir beweisen dass es ihn gibt :D Also...

Kommentar von Chefelektriker ,

Dann beweise,das es ihn nicht gibt!

Kommentar von Jackie251 ,

Das ist der falsche Blickwinkel.
Das Wissenschaftliche System ist additiv angelegt. Man akzeptiert das es vieles gibt das man nicht weis und erdenkt Erklärungsmodelle für bestimmte Zusammenhänge.
Oft sind diese Modelle nicht vollständig oder müssen später angepasst werden.

Man setzt aber nicht für alles das man nicht kennt eine übernatürliche Macht ein.

Das kann man sich verstellen wie Bücher in einem Regal. Es gibt viele Bücher deren Inhalt man nicht kennt.
Über ein solches Buch sagt man dann "ich kenne es nicht". Aber man erdenkt sich keine Inhaltszusammenfassung, auf Basis einer übernatürlichen Macht, nur weil man den tatsächlichen Inhalt noch nicht aufgenommen hat.

Ein Beweis zu erbringen das man etwas nicht kennt, ist daher unnötig. Die Existenz wird nicht angenommen bis sie wiederlegt wurde, sondern solange nicht angenommen, bis sie erwiesen wurde.

Und deine Forderung die Nichtexistenzs zu beweisen ist je eh zum Scheitern verurteilt. Da ein solcher Beweis kaum abschließend zu erbringen ist.

Kommentar von xTakuyaHDx ,

Danke :D

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