Frage von General78, 28

Hallo!Weis jemand ob eine Lohnpfändung zwecks Unterhaltrückstand genau so gehandhabt wird wie eine andere Lohnpfändung!Geht es da auch nach der Pfändungstabele?

Antwort
von DerHans, 12

Bei einer Pfändung wegen sonstiger Forderungen, werden vom Nettolohn ÜBER der Pfändungsfreibetrag 40 %  an den Gläubiger gezahlt. Das soll verhindern, dass der Schuldner lieber die Arbeit ganz aufgibt.

Beim Unterhalt gibt es diese Regelung nicht. Der Unterhaltsschuldner könnte für ein solches Verhalten sogar mit Gefängnis bestraft werden.

Kommentar von General78 ,

Es ist keine Pfändung wegen sonstiger Forderungen,sondern wegen Unterhaltsrückstand!da zählt doch die Pfändungstabelle nicht!..Oder?

Kommentar von DerHans ,

Das steht doch im zweiten Satz der Antwort

Expertenantwort
von Gerhard Krämmer, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, 11

Wenn es um Unterhaltsrückstände geht, werden diese behandelt wie "normale" Pfändungen, dann gilt die "normale" Pfändungstabelle und die Pfändungsreihenfolge entsprechend der "Anmeldung" der Ansprüche....

Handelt es sich um "laufenden Unterhalt" (Unterhalt für den laufenden Monat), so hat dieser Vorrang vor den anderen Pfändungen und der Pfändungsfreibetrag kann ggf. bis auf "Sozialhilfeniveau" herabgesetzt werden...

Antwort
von Ronox, 17

Prinzipiell schon. Auf Antrag wird vom Vollstreckungsgericht aber ein anderer unpfändbarer Betrag festgesetzt, der im Regelfall deutlich niedriger ist.

Antwort
von Bambi201264, 15

Ich weiss nur, dass die Pfändung von Unterhaltsrückständen Vorrang hat vor allen anderen Pfändungen...

Antwort
von Nightlover70, 15

Oft wird in dem Pfändungstitel ein Pfändungsfreibetrag angegeben, da hierbei u. U. dieser niedriger sein kann als bei gewöhnlichen Pfändungen.

Kommentar von General78 ,

Also bei einer Unterhaltspfändung kann der Pfändungsbetrag laut Tabelle noch niedriger sein?

Kommentar von Nightlover70 ,

Ja, genau

Kommentar von Mojoi ,

Richtig. Denn im "normalem" Pfändungsfreibetrag wird ja noch die Unterhaltsverpflichtung berücksichtigt, die nicht mitgepfändet werden soll.

Bei Pfändung wegen Unterhaltsverpflichtung geht es ja genau um den Unterhalt. Kann also nicht noch zusätzlich von der Pfändung ausgespart werden.

Kommentar von General78 ,

Da gibt es doch aber auch eine Grenze für die Pfändung.Alles geht ja auch nicht!

Kommentar von Nightlover70 ,

Meist wird der Wert vom Gericht im PfÜB angegeben.

Antwort
von lumperus, 15

Grundsätzlich geht es um das Geld welches offen ist. Dem GVo ist es egal, ob er für ein Auto oder ein Kind ein treibt.

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