Frage von KletterMaxe122, 135

Hallo, Mal angenommen jemand hält mich ohne Grund mitten auf der Straße an den Armen fest, darf ich mich wehren?

Ausschlaggebend war ein Freund der mich zu seiner Belustigung längere Zeit an den Armen festhielt, nachdem ich ihm 20x gesagt habe er solle das lassen habe ich ihm eine leichte!! Kopfnuss verpasst. Wir beide hatten schon etwas intus. Er hat sich dann aufgeregt aber es kam nicht zum Streit. Jetzt würde es mich trozdem interessieren, was wenn er zB eine Prellung davongetragen hätte, darf man sich mit Gewalt aus einem ungerechtfertigtem Haltegriff befreien wenn verbale Versuche fehlschlagen? Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RubberDuck1972, 41

Meiner Meinung nach hast du dich absolut korrekt verhalten.

Es ist Notwehr, dass du dich aus dem Haltegriff befreit hast. Und derjenige ist selbst schuld, wenn er Verletzungen davon trägt. Man darf nur nicht nachtreten oder nochmal zuschlagen, wenn die Notwehrsituation beendet ist. Also den Angreifer bestrafen ist nicht drin.

Je nach Situation sind zwei, drei Warnungen und der Hinweis, was du tun wirst, um dich zu befreien, genug. Das wäre der Idealfall. "Lass mich sofort los oder ich hau dir eine rein!"

Ich hab mal einem Bekannten den Ellbogen in den Magen gerammt, weil er mir aus Übermut von hinten auf den Rücken/die Schultern gehauen hat. Das war nachts in einer fremden Stadt und ich dachte er sei viel weiter hinter mir. Es hätte auch der Angriff eines Fremden sein können.

Antwort
von Ifm001, 33

Du darfs alles tun, was nach billigem Ermessen nötig ist, um dich, andere oder deinen bzw. anderer Besitz zu schützen.

Im geschilderten Fall wäre die Kopfnuss IMHO rechtlich gerechtfertigt, wenn Du dich nicht einfach vom "Täter" nachhaltig ohne Kopfnuss entfernen können.

Da Alkohol o. ä. im Spiel war, wäre auch noch zu berücksichtigen, in wie weit Du noch zurechnungsfähig warst.

Antwort
von ButchButch, 23

Das ist meiner Meinung nach Belästigung. Das ist nur ein Vergehen, aber du darfst dich mit den am wenigsten gewalttätigsten Methoden wehren. Sprechen hat nicht gereicht, also hast du richtig gehandelt. Du hast ihm ja auch keine Gehirnerschütterung verpasst.

Antwort
von Nashota, 67

Wer auf Worte nicht hört, muss es anders kapieren. Ich hatte kürzlich zu gegebenem Anlass im Garten mal eine Holzlatte in der Hand und damit deutlich gemacht, dass mein Nein so gemeint ist, wie ich es sagte.

Kommentar von qugart ,

Das Androhen von Gewalt kann eine Straftat sein.

Kommentar von Nashota ,

Nicht angedroht, sondern gemacht. Er hat es kapiert und lebt auch noch.

Kommentar von Ifm001 ,

Da musst der andere aber schon recht intensiv zu leibe gerückt sein, damit das noch rechtlich durchgeht. Beim geschilderten Fall des OP dürfte es nicht mehr angemessen sein.

Kommentar von Nashota ,

Es war nicht so extrem, wie es sich liest. Ich hab ihm nur eins auf die Finger geknallt, weil er sie nicht stillhalten wollte. Mich nervt es einfach, wenn maNn glaubt, ich wäre eine Schallplatte mit Sprung, die sich ständig wiederholen will.

Kommentar von KletterMaxe122 ,

Manche Leute kapieren es einfach manchmal nicht anders!

Antwort
von qugart, 63

Ja, darf man. Mit allen Konsequenzen, die daraus entstehen.

Antwort
von Blacklight030, 67

Ja klar, aber angemessen

Antwort
von jimpo, 24

Deine Frage ist keine Leichte, sondern eine harte Kopfnuß.

Antwort
von Baltion, 39

klingt nach Notwehr also ja.

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