Frage von MarioRieche, 101

hallo,ich war 14jahre in einem unternehmen beschäftigt.habe nun die fristlose kündigung ,mit dem zuatzvermerk,hilfsweise fristgerech zum 30.06.2016.was zählt?

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 33

Viele AG schreiben bei einer fristlosen Kündigung den Zusatz "hilfsweise fristgerecht" und das hat einen Grund.

Wenn ein AN Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht gegen eine fristlose Kündigung einreicht und das Gericht sieht die fristlose Kündigung als ungerechtfertigt an, hat der AG im gleichen Schreiben auch eine fristgerechte Kündigung ausgesprochen.  Der AN muss dann auch gegen die fristgerechte Kündigung klagen, sonst gilt diese auch wenn sie ungerechtfertigt wäre.

Schreibt der AG nur "fristlos" und die Kündigung wird als unwirksam angesehen, muss er danach erneut eine Kündigung aussprechen, diesmal eine "fristgerechte". Das bedeutet dann, die Kündigungsfrist, in Deinem Fall nach § 622 Abs. 2 BGB fünf Monate zum Monatsende, würde erst ab Erhalt dieser Kündigung anfangen zu laufen.

Mit der "ersatzweise fristgerechten" Kündigung in der "fristlosen" Kündigung läuft die Frist von fünf Monaten schon ab Erhalt der ersten Kündigung.

Ich hoffe, ich konnte das so erklären, dass es verständlich ist. Klage musst Du übrigens innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung(en) einreichen.

Wenn Du Gewerkschaftsmitglied bist oder eine Rechtsschutzversicherung hast, macht das ein Anwalt. Du kannst das aber bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts auch selbst machen. Man hilft Dir dort bei der Klageformulierung und das ist kostenlos.

Antwort
von peterobm, 50

zunächst mal die Fristlose, da kann man immer angehen. Kündigungsschutzklage, sollte die kein Bestand haben, so ist die Kündigung mit der Befristung trotzdem nicht regelkonform. 

Bei 14 jahren Betriebszugehörigkeit hat der AG eine Frist von 6 Monaten. zum 30.08 wäre richtig.

manche schreiben auch zum nächstmöglichen Termin

Antwort
von SiViHa72, 39

Was ist passiert,d as eine fristlose Kündigung rechtfertigen könnte?

Du hast Cheffes Frau die Treppe runtergeschubst im Büro, Du hast die goldenen Firmenlöffel geklaut oderd en Meister einen unqualifizierten, grenzdebilen Obera* genannt?


Du verstehst,w as ich meine. Es muss was knackiges vorfallen, damit eine fristlose Kündigung durchgeht.


Was Du jetzt unbedingt machen mzusst, auch wenn Du die Kündigung ggf. anfichst:

Du meldest Dich beim Arbeitsamt. Du suchst Dir nen Anwalt.

Ja,d er kostet Geld,a ber er kann Dich wenigstens sachkundig vertreten. Je nachdem kannst Du auch in eine Gewerkschaft eintreten, die vertreten Dicha uch arbeitsrechtlich und beraten. Man muss meist sofort 1 Jahr Mitglied werden,d amit sie den Fall übernehmen.. verglichen mit Anwaltshonorar lohnt das aber.


Nebenbei- habt Ihr einen Betriebsrat?


Nur wenn Du w irklich richtig sch* gebaut hast, ist eine fristlose Kündigung ggf. haltbar. Dafür brauchts mehr Info.


Kommentar von SiViHa72 ,

Aha, da hab ich,w as ich noch suchte:

http://www.kuendigungsschutzrecht.com/kuendigungsfristen/

Wann haben die Dir gekündigt? Bei 14 Jahren betriebszugehörogkeit nmuss der AG nämlich eine längere Frist berücksichtigen,w enn er Dir kündigt.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 8

Wenn der Arbeitgeber in der fristlosen Kündigung keinen Grund angegeben hat, fordere ihn schriftlich auf, dir den Grund umgehend schriftlich mitzuteilen.( nach 626 Abs.2 BGB)

Geh anschließend(innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung) zum Arbeitsgericht und beantrage die Festellung, dass die fristlose und die ersatzweise Kündigung zum 30.06.2016 nicht sozial gerechtfertigt ist.


Antwort
von Lumpazi77, 23

Es geht um eine fristlose Kündigung, bei der hilfsweise eine ordentliche Kündigung mit ausgesprochen wurde, falls die fristlose Kündigung unwirksam sein sollte

Antwort
von Treueste, 51

Das heißt, sollte z.B. bei einem Arbeitsgericht die fristlose Kündigung nicht anerkannt werden, gilt automatisch die "normale" Kündigungsfrist.

Also erst einmal zählt die fristlose Kündigung. Du musst aber schon Einiges auf dem "Kerbholz" haben, wenn Du diese Form der Kündigung erhältst.

Antwort
von aribaole, 23

Kommt auch mit auf den Kündigungsgrund an. Fristlos muss etwas vorgefallen sein.

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