Frage von juergen411, 36

Hallo Ich habe schon vor Ewigkeiten diese alte Gewehr vererbt bekommen, nun wollte ich es verkaufen. Vielleicht kennt sich einer von euch aus.?

Ich würde gerne Wissen aus welchen Land, und wie alt die Flinte ist. Die Flinte ist sehr filigran gearbeitet, und in einem Super Zustand, ich würde behaupten, sogar Museums Qualität. Ich kenne mich eigentlich gut mit Waffen aus, aber keine konnte mir sagen, selbst Klubkollegen wussten nicht, um was für eine Waffe es sich dabei handelt. Es ist u,a glaube ich die Jahreszahl 1747 zu erkennen.Am Abzug ist die Flinte Achteckig, und geht ins runde über. Die Flinte ist Kal::410 - 65, das recht selten ist, und sie ist ca. 114 cm lang.Im Waffengeschäft habe ich auch schon nachgefragt, und der wusste auch nicht viel mehr als die anderen.Ich habe einfach mal ein paar Bilder gemacht, und hoffe das mir jemand weiter helfen kann, wäre echt Super.

Antwort
von wiki01, 24

Das ist jedenfalls eine (Kugel-)Büchse, und keine Flinte. Die "Jahreszahl" ist nicht das Jahr, sondern die Waffennummer. Die 7 darüber ist der Hinweis, dass dieses Teil zur Waffe mit der Nummer 1747 gehört. Diese Waffe ist also anscheinend Nummerngleich, also nicht aus verschiedenen Waffen zusammengefügt. Das erhöht den Wert der Büchse. Meiner Einschätzung nach ist die Waffe um die Jahrhundertwende um 1900 gebaut worden. Das Kaliber ist eine Großwildpatone, Kaliber 410 oder umgerechnet 10,5 mm, mit Zentralfeuer.

Wenn ich mal Zeit habe, schaue ich mir mal das Beschussamt genauer an, dann weiß ich auch, woher der Prügel kommt.

Das ist ein sehr schönes Gewehr, welches einen sicher 4-stelligen Wert hat. Trotzdem müsstest du, damit du es offiziell verkaufen kannst, selbst im Besitz einer waffenrechtlichen Erlaubnis sein, auf Deutsch : WBK oder Waffenbesitzkarte in grün oder gelb. Diese kannst (musst du sogar) du, ohne dass du ein Bedürfnis nachweisen musst, weil du sie ja geerbt hast, bei deiner Behörde beantragen.

Soweit schon mal: Es ist kein deutsches Beschussamt.

Kommentar von juergen411 ,

Danke für die Info über die Büchse, jetzt bin ich schon etwas schlauer.

Kommentar von wiki01 ,

Es wird langsam klarer. Es ist, entgegen meiner ersten Einschätzung, keine Büchse, sondern wie du schon richtig geschrieben hast, eine Flinte. Eine Flinte deshalb, weil ich unter dem Kaliber 410/65 lediglich Schrotpatronen gefunden habe.

Dieses Kaliber ist heute nicht mehr gebräuchlich. Man hat es wohl für Hasen und ähnliches Wild benutzt, auf geringe Entfernungen 25-50 Meter).

Antwort
von wiki01, 15

So, das erste Zeichen habe ich schon mal herausgefunden. Es ist das Zeichen auf dem Bild Nr. 4: Ein ovaler Ring, darauf eine Krone, im Oval die Buchstaben oben E, darunter LG.

Dabei handelt es sich um ein Belgisches Beschusszeichen. Damit grenzt sich die Manufaktur ziemlich ein. Ich forsche weiter.

Das Oval allein wäre normaler Beschuss, das mit Krone steht für verstärkten Beschuss.

Das nächste Zeichen ist die Krone mit PV und steht für Hinterladerwaffen mit verstärktem Beschuss.

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