Hallo, Es ist ja bekannt dass in einem Gravitationsfeld je nach Stärke eine Zeitdilatation auftritt. Ist dies in einem Magnetfeld auch der Fall?

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6 Antworten

Es ist ja bekannt dass in einem Gravitationsfeld je nach Stärke eine Zeitdilatation auftritt.

Nicht je nach Stärke, sondern je nach Potentialdifferenz. Betrachten wir hierzu ein Lichtquant. Es hat eine Energie ℏω (ℏ ist eine Naturkonstante und ω die Kreisfrequenz) und somit, nach Einsteins berühmter Formel E=mc², eine »Effektivmasse« ℏω/c², wodurch es an einem Ort mit dem Gravitationspotential Φ die potentielle Energie ℏωΦ/c² hat. Energieerhaltung besagt, dass

(1) ℏω(1 + Φ/c²) = const.,

sodass sich mit wachsendem Φ die Kreisfrequenz verringern muss. Nun könnte man annehmen, dass sich dann eben einfach die Kreisfrequenz verringere, so what?

Nun, gemäß der ART lässt sich die Gravitation wegtransformieren, sodass sie nicht als Kraft im üblichen Sinne, wie ein Magnetfeld erscheint, sondern als Trägheitskraft, die dann in Erscheinung tritt, wenn ein Körper nicht der durch die Massen- also Energiekonzentration verursachten Gravitation folgt. Diese ist immerhin neben den Trägheitskräften die einzige Kraft, die zur Masse proportional ist.

Die Situation eines Beobachters in einem näherungsweise homogengen G-Feld soll äquivalent zu einer Situation eines näherungsweise gleichförmig beschleunigten Beobachters sein. Die Frequenzverschiebung wird daher als Zeitdilatation interpretiert.

Ist dies in einem Magnetfeld auch der Fall?

Magnetfelder wie auch elektrische Felder sind nicht der Masse proportional und lassen sich nicht in der oben beschriebenen Weise wegtransformieren. Sie wirken im übrigen auch nicht frequenzmindernd auf Licht, da dieses selbst ungeladen ist.

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Kommentar von Fuxer88
07.07.2016, 13:46

Vielen dank für die sehr mühevolle und professionelle antwort. Die formeln verstehe ich leider nicht so wirklich aber vom prinzip her ist meine frage beantwortet. Kennen sie herrn prof. turtur? Der sagt dass magnetfelder nullpunktswellen des quantdnvakuums kompremieren die wie licht auch elektromagnetische wellen sind und hat auf derdn grundlage einen leistungsfähigen teoretischen raumenergiekonverter erarbeitet . Dieser dürfte dann ja aber nicht funktionieren . Er hat jedoch bewiesen dass es elektrostatisch funktioniert . Also sind sie sich sicher dass nur die gravitation eind elektromagnetische welle beeinflussen kann?

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Letzten Endes ist die gravitative Zeitdilatation eine Folge der Äquivalenz von schwerer und Träger Masse, man kann also lokal ein Gravitationsfeld nicht von einem Trägheitsfeld unterscheiden. Beide Felder sind an die gleiche Größe gekoppelt, nämlich die schwere und träge Masse, die nach Einstein und allen Millionen Versuchen die es bisher gab, gleich. Das Magnetfeld koppelt aber nicht an die Masse an und ist deshalb nicht für die gravitative Zeitdilatation verantwortlich.

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Nein. Das Gravitationsfeld krümmt Raum und Zeit. Magnetfelder tun das nicht: sie beeinflussen Ladungen.

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Magnetfelder sind lediglich eigene, magnetische, Kräfte, welche sich auf den Körper auswirken können. Bei Gravitation tritt allerdings eine Zeitdilatation ein, da die Raum-Zeit gekrümmt wird. Hierbei wäre eventuell das Zwillingsparadoxon erwähnenswert. 

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Die Gravitationskraft hat noch viele unentdeckte Geheimnisse. Es gibt die Hypothese der Gravitonen, Elementarteilchen die für die Gravitationskraft verantwortlich sein könnten und eben nur mit bestimmten anderen Teilchen wechselwirken, z. B. dunkle Materie.

Magnetfelder entstehen durch elektrische Ladung oder bei Elementarteilchen durch deren Spins.

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Nein, ein Magnetfeld ist was ganz anderes als ein Gravitationsfeld.

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