Frage von SucheAntwort83, 51

Hallo,eine Person ist stark mit der Haushaltsführung überfordert .Gibt es Möglichkeiten , soziale Dienste , die ihr vielleicht etwas „Anleitung“ geben können ?

Diese Bekannte hat einen längeren Krankenhausaufenthalt vor sich und in dieser Zeit waren wir in dessen Wohnung , auf bitte ( des Lebensgefährten ) Ordnung zu machen. Was wir dort fanden war nicht alles von gestern und unbeschreiblich . Diese Bekannte benötigt dringend Hilfe in einer Art „ Integration “ , Hilfe damit ihr auf Dauer jemand mal den Weg weißt, wo es lang geht. Hat jemand schon mal Erfahrungen gemacht ? Kennt sich jemand aus ? Wir haben ihr so oft unsere Hilfe angeboten, aber sie nahm/ nimmt unsere Hilfe nicht an.

Hoffnungsvolle Grüße

Antwort
von Blindi56, 23

Warum kann der Lebensgefährte das nicht tun?

Krankenkassen etc. zahlen zwar Haushaltshilfen unter gewissen Bedingungen, Voraussetztung ist allerdings dann Krankheit und dass kein anderer im Haushalt lebt, der die Arbeit machen könnte.

Antwort
von Nashota, 22

Was macht denn der Lebensgefährte, darf der nichts machen?

Ich habe selbst so einen Fall in meiner Familie. Es gibt Menschen, die haben entweder ihre eigene Ansicht von Ordnung. Oder es sind Messies, die sich zumüllen.

Bei Messies hilft nur eine Therapie, um zu versuchen, ihr Verhalten und ihre Sammelwut zu ändern.

Wer hingegen nur eine "besondere Form" von Ordnungssinn hat, das Lebensnotwendige aber dabei nicht vernachlässigt wird, muss das sozusagen von anderen akzeptiert werden.

Zu welcher Ordnungs"rasse" zählt dein Bekannter?

Antwort
von SucheAntwort83, 13

Wow Danke für die Antworten . Müll horten gehört wohl nicht zu den Messis , das ist das Problem. Berge von Müll. Ein Kind ist im Spiel. Jugendamt sagt  das Unterstützung kommt , wenn sie sich nicht dran hält kommt die kleine weg. Da es sich um Familie handelt , möchten wir das nicht. Die Krankenkasse zahlt nur in einer Pflegestufe . Der Lebensgefährte arbeitet 15 Stunden am Tag. Wenn er es mal schafft dort Ordnung zu machen sieht es nach wenigen Wochen wieder zugemüllt aus wie vorher . 

Kommentar von Nashota ,

Doch, das Verhalten gehört zum Messie. Genug Vermieter können ein Lied von vermüllten Wohnungen singen.

Ist der Lebensgefährte der Vater des Kindes? Und was arbeitet er bei 15 Stunden am Tag?

Hat es schon immer so bei der Bekannten ausgesehen oder ist das ein Zustand, der sich irgendwann eingeschlichen hat?

Wo Kinder im Spiel sind, besteht Handlungsbedarf. Da ist es so ziemlich egal, was Außenstehende wollen. Und wo Hilfe abgelehnt wird, kann auch auf den Status "Familie" keine Rücksicht genommen werden.

Antwort
von Lunabii, 23

Hallo :) 

Also aus eigener Erfahrung kann ich den Sozialpsychiatrischen Dienst als erste Anlaufstelle empfehlen. Auch das Ambulant Betreute Wohnen von z.b. der Caritas haben mit Sicherheit Möglichkeiten ;) hoffe ich konnte weiterhelfen :)

Antwort
von Goodnight, 8

Wendet euch an den Sozialdienst der Klinik in der sie untergebracht ist. Die sind dafür zuständig.

Antwort
von BertRollmops, 27

Wenn Kinder im Spiel sind, ist über das Jugendamt durchaus eine entsprechende Hilfe zu bekommen mit Schwerpunkt auf Haushaltsführung etc.

Ansonsten könnte man über den Psychosozialen Dienst der Stadt/des Kreises eine Art Betreuer installieren, der nach dem Rechten sieht und Tipps gibt. Aber Erwachsene sind eben nur sich selber verpflichtet und können leben, wie sie wollen, solange eben keine Kinder darunter leiden müssen. In jedem Fall ist Freiwilligkeit das oberste Gebot.

Auf Seiten wie diesen kannst Du Dich ja noch näher informieren: http://www.messies.de

Antwort
von brido, 16

Eine Wohnung gehört zur Privatsphäre. Solange nicht Gefahr im Verzug herrscht (Hygiene, Ratten) kann man nichts machen wenn derjenige nicht die Initiative ergreift. 

Antwort
von Colonia, 18

Hallo,

Du kannst Dich bei der Kirchengemeinde Deiner Bekannten erkundigen. Meines Wissens nach kümmert sich die Diakonie um solche Fälle. Teile Deine Sorge auch ihrem Lebensgefährten mit.

Wenn es dringend ist, würde ich dazu raten, nochmals mit Deiner Bekannten zu sprechen und ihr klarzumachen, dass es in Ordnung und manchmal wichtig ist, Hilfe anzunehmen. Viele lassen sich eher von vertrauten als von fremden Personen helfen.

Alles Gute.

Antwort
von Wonnepoppen, 22

Es sah also "nicht gut" in der Wohnung aus?

Was macht der Lebensgefährte?

Er lebt doch mit in der Wohnung?

Wenn sie eure Hilfe nicht annimmt, dann wohl kaum von Fremden?

"Sie" m uß einsehen, daß sie Hilfe braucht!

Kommentar von Blindi56 ,

Dazu muss "sie" sich selber auch erst mal unwohl fühlen, und erkennnen, dass sie Hilfe braucht. Oder sie braucht psychologische Hilfe... oftmals fällte es leichter, von Fremden Hilfe anzunehmen, als von Familie oder Bekannten. Vor denen schämt man sich.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Kann sein, kann auch nicht sein, ich würde mich z.b. vor Fremden mehr schämen?

Kommentar von SucheAntwort83 ,

Sie hatte schon Betreuer außerhalb , war auch schon in Kliniken , für uns war nachvollziehbar das 1 Mülleimer 1 Jahr nicht geleert wurde . Fremde sind Außenstehende , denke darauf lässt sie sich eher ein . 

Kommentar von Wonnepoppen ,

Dann versucht es!

Antwort
von rlstevenson, 26

In Berlin und Brandenburg gibt es die Creso, sicher gibt es in anderen Gegenden ähnliche Dienste. Aber derjenige, den es betrifft, muss sich schon helfen lassen wollen, sonst wird das nichts.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community