Frage von Sina1908, 61

Hallo Zusammen, Wie ist die Vollkasko-KfZ-Versicherung bei nicht eingetragenem Fahrer bei einem Unfall?

Mein Tochter, 22 Jahre, war in unsere KfZ-Versicherung mitversichert, bis sie weg war (zum Studieren). Dann haben wir sie abgemeldet. Am Wochenende hat sie einen üblen Unfall verursacht. Die gesetzlichen Regelungen bezüglich der Haftpflichtversicherung kenne ich schon. Mein Frage ist: wie hoch sind unsere Chancen, dass die Versicherung die Vollkasko bezahlt? (sonst wären wir ruiniert :-( ) Meine Tochter war gerade 3 Wochen zurück. Ich weiß, das ist eine blöde Ausrede, aber die Bestätigung dafür, dass wir die Versicherung nicht betrügen wollten. Wir habe mehrere Versicherungen für jede Kleinigkeit bei der Gesellschaft. Ich bitte nur die Experten um eine Antwort. Bitte keine Spekulationen!!!!!!

Antwort
von Alexander Schwarz, 22

Dann möchte ich deinem Wunsch entsprechen und als Experte antworten. Aus meiner Erfahrung sollte die Versicherung auch in der Kasko den Schaden bezahlen, da in der Schadenschilderung der Umstand beschrieben wird, warum deine Tochter das Fahrzeug gefahren ist. Hier ist die Wahrheit der bessere Ratgeber. Es werden in den Verträgen nach den regelmäßigen Fahrern gefragt. Notfälle sind immer mitversichert. Man sollte aber immer die zusätztlichen Fahrer melden. Hier kann dir jedoch keiner zu 100% die Aussage geben, ob es bezahlt wird, da dieses die Entscheidung der Versicherung ist. Es wird auch Versicherungen geben, die es sofort ablehnen werden. Es gibt jedoch mit Sicherheit bereits Urteile in solchen Schadenfällen, da du nicht der Erste bist.

Bei den Schäden aus meiner Erfahrung heraus, wurde nur eine Nachberechnung rausgegeben und das war es.

Kommentar von Sina1908 ,

Vielen Dank für die Antwort. Die Nachzahlung ist doch selbstverständlich. Mach ich natürlich gerne, sogar die Strafe zahle ich gerne. Die Frage ist, ob gesetzlich so eine Vollkaskoversicherung geregelt ist, wenn sich Versicherungsnehmer und Versicherer nicht einig werden?

Kommentar von Alexander Schwarz ,

Gesetzlich ist es nur durch Gerichtsurteile geregelt.

Eine Versicherung entschädigt ihre Schäden gemäß der Versicherungsbedingungen.

Steht in deinen Bedingungen, dass kein Versicherungsschutz besteht, wenn nicht gemeldete Fahrer fahren?

Kommentar von siola55 ,

Hi liebe Sina1908,

sollte es trotz der in deiner AKB (Allg. Kraftfahrtbedingungen) in deiner Kfz-Vertagspolice geregelten Vorgehensweise beim Versicherer auf Unstimmigkeiten mit dir kommen, dann kannst den für dich kostenlosen Versicherungsombudsmann einschalten:

www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Gruß siola55

Kommentar von Pucky99 ,

Ich würde nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass eine Nachberechnung stattfindet. Diese findet bei anderen Gegebenheite statt, z.B. man ist mehr km gefahren, als angeeben, aber wenn man bewusst die Versicherung verändert hat und dann ein Unfall unter dem ausgetragenen Umstand eintritt, halte ich eine Nachberechnung nicht für selbstverständlich. Je nachdem wie lange man Kunde ist , könnte ich mir aber vorstellen, dass die Versicherung dies aus Kulanz bei einer Nachberechnung belässt und den Schaden zahlt.

Kommentar von Alexander Schwarz ,

Was hat das bitte mit einer Zugehörigkeit oder Kulanz zu tun? Eine Versicherung darf und macht keinen Unterschied, wie lange man versichert ist oder ob man alles dort versichert hat. Eine Versicherung muss nach den abgeschlossenen Bedingungen handeln.

Kommentar von siola55 ,

Genau - da kann ich dir nur zustimmen ;-)
Deshalb sollten wir als Experten die Allg. Kraftfahrtbedingungen (AKB) der Kfz-Police bzw. die Gesellschaft wissen.
Alles andere sind nur Spekulationen (siehe auch meine Antwort weiter oben...) :-(

Expertenantwort
von Allianzhilft, Business, 17

Hallo Sina1908,

da wollen wir gerne weiterhelfen.

Zu deinem Vorgang, da die Tochter nicht im berechtigten Fahrerkreis eingeschlossen ist und es auch keine Notsituation war, kann die Versicherungsgesellschaft Regress nehmen. Regress bedeutet die Gesellschaften treten in Vorkasse über die Schadensumme und vereinbaren mit euch eine Rückzahlung der Schadensumme in Raten.

Ich finde es gut, dass du ehrlich warst und es auch so bei der Versicherung angegeben hast.

Tipp von uns! Am besten mit deinem Betreuer reden. Da du schon Kunde mit nicht nur einem Vertrag bei der Gesellschaft bist, hat dein Betreuer zusätzliche Argumente sich für dich einzusetzen und man kann eventuell zu einer Sonderlösung kommen. Jeder Versicherungsfall wird individuell betrachtet und mit einer Erläuterung und die Unterstützung deines Betreuers hast du positive Karten.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Falls du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden.

Liebe Grüße, Ferdinand vom Allianz hilft Team

https://forum.allianz.de/

Antwort
von siola55, 11

Hi Sina1908,

um dir hier eine Expertenantwort zu geben, müssen wir deine AKB (Allg. Kraftfahrtbedingungen) kennen und somit deine Gesellschaft wissen bzw. da kannst unter dem Punkt Vollkaskoschutz selbst nachlesen.

Die Kravag z.B. hat dies unter dem Punkt A.2.9 geregelt:

A.2.9 Können wir unsere Leistung vom Fahrer zurückfordern, wenn Sie nicht selbst gefahren sind?

Siehe hierzu auch das Anlagebild

Gruß siola55

Antwort
von Pucky99, 35

Als Versicherung würde ich sagen Pech gehabt. Wir kennen euren Vertrag nciht, sind da Personen festgelegt oder das Alter des jüngsten Fahrers, so ist es bei mir.

Kommentar von Sina1908 ,

Das Alter ist festgelegt. Fahrer über 25 Jahre....

Kommentar von siola55 ,

Hi Sina1908, entscheidend für eine Leistung sind nur die aktuell gültigen AKB deiner Kfz-Police!
Der angegebene Fahrerkreis ist nur für die korrekte  Prämienermittlung erforderlich, nicht jedoch für den Versich.schutz!
Da ja immer das Auto und nicht der jeweilige Fahrer versichert ist, hast du gute Chancen, dass der Vollkaskoschaden bezahlt wird ;-)

Natürlich wird dir rückwirkend zur Hauptfälligkeit die korrekte Kfz-Prämie nachgefordert und bei manchen Versicherern sogar eine Vertragsstrafe zusätzlich bis zur Höhe einer Jahresprämie. Auch dies steht wiederum in deinen Bedingungen (AKB) unter Vertragsstrafe;
bei der Kravag wiederum folgendermaßen geregelt:


K.4.3 Folgen von unzutreffenden Angaben

Machen Sie im Antrag oder während der Laufzeit des Vertrags unzutreffende Angaben zu Merkmalen zur Beitragsberechnung oder haben Sie Änderungen nicht angezeigt und ist deshalb ein zu niedriger Beitrag berechnet worden, so gilt rückwirkend ab Beginn des laufenden Versicherungsjahres der Beitrag, der den tatsächlichen Merkmalen zur Beitragsberechnung entspricht
.

Gruß siola55


Antwort
von matheistnich, 38

ja die versicherung zahlt das aber die tochter wird dann im nachhinein eingetragen vielleicht muss man die kosten für die zeit in der sie gefahren ist nachzahlen

Kommentar von MancheAntwort ,

wer´s glaubt wird seelig !

Kommentar von matheistnich ,

Es ist so 100%ig

Antwort
von MancheAntwort, 30

die Versicherung kann die Vollkaskokosten ( euren Schaden) verweigern

oder aber mindern....

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