Hallo zusammen, muss ich wirklich alles an meinen Arbeitgeber zurückzahlen wenn er mir eine Weiterbildung bezahlt und ich jedoch früher kündige als vereinbart?

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3 Antworten

Der Arbeitgeber ist berechtigt, dir die ganzen Kosten aufzuerlegen. Aber du kannst eventuell mit Verhandlungen die Summe reduzieren (" Sie haben ja schon [Zeit zwischen Lehrgang und Kündigung] von meiner Qualifikation profitiert"). 

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Grundsätzlich darf der Arbeitgeber eine Regelung vertraglich vereinbaren, nach der sich ein Arbeitnehmer für eine bestimmte Zeit an den Arbeitgeber bindet, wenn dieser dem Arbeitnehmer eine Weiterbildung bezahlt.

Wieviel Du zurückzahlen musst, hängt von den konkreten Umständen/Bedingungen ab, zu denen Du allerdings noch nicht alle Informationen gegeben hast.

Dazu zählen u.a. auch

> die konkrete Formulierung zu dieser Vereinbarung,

> die Dauer der Fortbildung

> die Höhe der Kosten.

Wenn Du vor dem Ende der vereinbarten Bindungsdauer - die abhängig ist von der Dauer der Fortbildung und der Höhe der Kosten - kündigst, musst Du nicht den vollen Betrag an Deinen Arbeitgeber zurück zahlen, sondern immer nur einen entsprechend anteiligen (z.B. bei einer 4-jährigen Bindung die Hälfte bei einer Kündigung 2 Jahre vor ihrem Ende).

Fehlerhaft oder unklar formulierte Vereinbarungen oder solche, die den -Arbeitnehmer unangemessen benachteiligen, führen jedenfalls zur Unwirksamkeit der Klausel.

Die Antwort von Schuby221, die den Eindruck erweckt, Du hättest in jedem Fall den vollen Betrag zurück zu zahlen, ist falsch.

Ausführliche Informationen, die Dir weiterhelfen können, findest Du z.B. auf dieser Seite:  http://www.hensche.de/Rechtsanwalt\_Arbeitsrecht\_Handbuch\_Rueckzahlungsklausel.html

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Kommentar von Manukos
05.10.2016, 20:38

Vielen Dank 

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