Hallo zusammen mein Sohn ist 17 Jahre Alt und seine Mutter hat sich das Leben genommen, Sie bezog ALG2 und hat auch die Wohnung durch die Arge bezahlt bekommen?

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5 Antworten

Hallo,eine unschöne Sache. Es tut mir sehr leid für Deinen Sohn. Ich denke, ich würde erst einmal so handeln:Wichtig ist jetzt vor allem, dass binnen einer Frist von 6 Wochen ab Kenntnis des Todes das Erbe bei dem zuständigen Nachlassgericht ausgeschlagen wird. Bist Du auch noch mit ihr verheiratet? Dann müsstest Du auch ausschlagen. Ebenfalls weitere (wenn vorhanden) Geschwister, Eltern etc.

Mietvertrag:Rein theoretisch kann der Mietvertrag übernommen werden. Ich denke, dass ist in diesem Fall nicht gewollt. Ansonsten:Eintrittsberechtigt sind diejenigen Menschen, die mit dem verstorbenen Mieter auf Dauer zusammen gewohnt haben. Das sind an erster Stelle die Ehepartner und eingetragenen Lebenspartner. Aber auch die Kinder oder andere Familienangehörige, die sich mit dem Verstorbenen eine Wohnung geteilt haben, gehören dazu. Lebte der verstorbene Mieter allein, geht der Mietvertrag auf die Erben über.Ansonsten steht ein Sonderkündigungsrecht zu.Wollen die Erben den Mietvertrag nicht übernehmen, müssen sie handeln. Ihnen steht allerdings ein Sonderkündigungsrecht zu. Das Mietverhältnis kann außerordentlich mit einer dreimonatigen Frist gekündigt werden. Wichtig ist dabei, nicht zu lange zu warten. Die außerordentliche Kündigung kann nur innerhalb des ersten Monats erfolgen, nachdem der Erbe vom Tod des Mieters erfahren hat. Sonderkündigung: Erben müssen Mietvertrag schriftlich unter Angabe des Sonderkündigungsrechts kündigen. Alle Erben müssen unterschreiben.

Mit der ARGE kenne ich mich leider nicht aus. Der Sohn wohnt doch auch noch dort bzw. ist evtl. dort noch gemeldet. Bezieht dieser nicht auch Leistungen? Ich würde dort mal anrufen und die Lage erklären und um Hilfe zum weiteren Verfahren bitten. Die müssen ja wissen, wie es genau läuft.

Ansonsten: Da der Sohn minderjährig ist und wohl nicht wohlhabend und über kein großes Einkommen verfügt, würde ich beim zuständigen Amtsgericht vorsprechen und für ihn einen Beratungshilfeschein für eine Erstberatung für einen Anwalt holen. Dieser kann bestimmt besser helfen. Ich würde auf jeden Fall mitgehen und mir Notizen machen. Der weiß bestimmt auch genau, wie es sich mit der Räumung etc. verhält. Danach kann man sicherlich besser handeln und die Punkte danach abarbeiten.

Alles Gute in dieser schwierigen Zeit.

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Kommentar von Wolfgangschaef
26.04.2016, 18:12

Mein Sohn hat dort nie gewohnt er lebte bei mir und hat auch nie irgendwelche Leistungen erhalten, Sie lebte somit völlig alleine und da er das einzige Kind von ihr ist Endet glaube ich auch die Erbfolge. Ich bin schon sehr lange von ihr geschieden .

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Ich kenne nicht alle Antworten auf deine vielen Fragen.

Wenn alle das Erbe ausschlagen, dann kommt zumeist jemand von der Stadt oder Gemeinde um die Wohnung nach Werten abzusuchen. Angehörige dürfen im Normalfall Erinnerungsstücke (z.B. Fotos) behalten. Der Sohn muss sich dann mit den Behörden oder dem Vermieter auseinander setzen, was den Behalt aus dem Hausstand angeht. (Vermieterpfandrecht)

Oftmals haben aber die Angehörigen schon ihre Erinnerungstücke ansich genommen bis der da ist. 

Nach der Durchsicht der Wohnung werden alle Wertsachen zur Veräußerung/Versteigerung gegeben. Der Rest geht in die Entsorgung. Könnte sein, dass der Vermieter auf den Kosten sitzen bleibt. Glaube nicht, dass die Stadt das aufsich nimmt.

So weit ich weiß bleiben die Beerdigungskosten auf der Familie hängen, auch wenn sie das Erbe ausgeschlagen hat. (Da bin ich mir nicht zu 100 % sicher).
Die Schulden sind nach der Ausschlagung genauso platt, wie alle Werte.

Ich vermute mal nicht, dass ein 17 Jähriger einen Mietvertrag bekommt, da er noch nicht voll geschäftsfähig ist. Der Vermieter wird auch kein Interesse daran haben. Daher wird jetzt schnell darauf gedrängt, dass er auszieht. Ein älterer Sohn mit geregeltem Einkommen wäre ihm vermutlich willkommen, aber so ist er uninteressat für einen Vermieter und ein Risiko.

Der Junge wird sich jetzt selber an die Behörden für sich wenden müssen. Die werden sicherlich als erstes auf den Vater zugehen.

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Kommentar von Wolfgangschaef
26.04.2016, 17:59

Ich bin der Vater, die Beerdigung wird durch die Mutter der Verstorbenen schon übernommen. Der Hausverwalter meinte das wenn wir die Wohnung nicht Räumen würden das Sie das übernehmen und dann die Einzahlung der Genossenschaftsanteile dafür nehmen würden, die Kaution hat die Arge wohl Bezahlt da denke ich das die diese auch in vollen zurück erhalten. Eigentlich geht es darum wenn er das Erbe ausschlägt muss er Bzw. ich als sein Vertreter irgendwas noch machen was sehr wichtig ist?.

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Wenn der Sohn das Erbe nicht ausschlägt, kommen dann evtl. Kosten, die noch entstehen bzw. noch offen sind, auf ihn zu.

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Sonderkündigungsrecht für die Wohnung wahrnehmen.

Schau mal ob Deinem Sohn Halbwaisenrente zusteht.

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Kommentar von Wolfgangschaef
26.04.2016, 17:53

Muss ich dann überhaupt die Wohnung Kündigen? man steht echt vor Problemen bzw. fragen die so schnell geklärt werden müssen um den eigenen Sohn zu Schützen.

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Bezüglich der Wohnung ist das, wenn alle Erben ausschlagen, das Problem des Vermieters. Letztlich erbt hier das Land, welches aber grundsätzlich nur mit den Nachlass haftet. Da dabei vermultich nix zu holen ist, wird der Vermieter wohl auf den Kosten sitzenbleiben.

Wenn ihr Sohn das Erbe ausschlägt, hat er mit Außnahme der Beerdigungskosten nichts mehr mit den Nachlass zu tun.

Zu beachten ist, das die Ausschlagung innerhalb von 6 Wochen ab Kenntnis beim Nachlassgericht erfolgen muß.

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