Frage von Jobmobbing, 15

Hallo zusammen, ich werde von meinem Vorgesetzten seit längerer Zeit gemopped um zu kündigen weil er mit mir nicht kann, ohne Gründe. Wie kann ich mich wehren?

Bin seit knapp 3 Jahren in der Firma angestellt (Hotellerie) mit einem unbefristeten Vertrag. Vor einem Jahr kam es zum Chefwechsel. Mein vorheriger Chef war sehr zufrieden mit meiner Arbeit und gab mir auch ein super Zwischenzeugnis. Mein neuer Chef versucht jedoch mit aller Macht das gesamte Führungsteam auszuwechseln und besonders mich als Stellvertreter. Die meisten sind bereits gegangen und teils auch bis vor Gericht um eine Abfindung zu erwirken. Den Betriebsrat habe ich eingeschaltet, jedoch ist dieser in unserer Firma sehr schwach aufgestellt und die Personalabteilung ist auch eingeschüchtert und gibt keine Rückendeckung. Nun versucht mich mein Chef psychologisch mit allen Mitteln rauszukriegen. Er schickt meinen CV ohne Einstimmung zu Headhuntern, schreit mich permanent an, jetzt war ich im Urlaub (davor im Krankenstand für 4 Wochen, da Wirbelsäulen OP) und mein Büro und Schreibtisch ist mit Boxen und Materialen vollgepackt, welche ich nicht verräumen solle. Mein Dienstplan wird unter der Woche geändert, ich werde für Dinge angezählt, die nicht zu meiner Abteilung belangen, etc... Meine Frau ist schwanger, demzufolge möchte ich nicht einfach klein beigeben und kündigen (und auf eine Abfindung - in welcher Höhe?) verzichten. Wie kann ich mich am besten wehren, sollte ich gezwungen werden vor Gericht zu gehen. Vielen Dank!

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Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 5

Du solltest Dir erst einmal ein Tagebuch zulegen. Hier handelt es sich um "Bossing". Das ist Mobbing von Vorgesetztenseite.

In diesem Tagebuch schreibst Du auf an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit welcher Vorfall war und notiere auch evtl. vorhandene Zeugen.

Hier hast Du mal was zum nachlesen:

http://www.nci-net.de/Archiv/Arbeitsplatz/Mobbing/Mobbing-juristisch.html

Wenn es Dir zu viel geht, nimm das Tagebuch mit zum Arzt, er wird Dich dann auch arbeitsunfähig schreiben da Mobbing nicht nur psychisch sondern auch physisch krank macht.

Antwort
von AnnaStark, 7

Hab das gleiche hinter mir.

Da kann Dir nur Ausdauer helfen und dann mal ein klärendes Gespräch, wieviel Abfindung man bereit ist zu zahlen. In Deinem Fall wirst Du im günstisgten Fall mit 3 Monatsgehältern rauskommen. Aber beachte, dass die Auflösung zum Ende der normalen Kündigungsfrist geschieht, sonst wird ein Teil aufs Arbeitslosengeld angerechnet.

Wenn Du z.B. 3 Monate Kündigungsrfrist hast, Auflösung heute vereinbaren für den Terrmin in 3 Monaten plus Abfindung.

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