Frage von croax1, 109

Hallo zusammen, Ich habe jetzt zum zweiten Mal einen Arztbericht bekommen in dem, vorsichtig ausgedrückt Unwahrheiten stehen?

Letztes Jahr im September lag ich im Krankenhaus wegen einem Magengeschwür. Bei mir wurde eine Behandlung durchgeführt, die nicht mit aufgeführt ist. Das geht ja noch. Viel schlimmer ist der Satz " Die Patientin wurde im verbesserten Allgemeinzustand nach Hause entlassen". Tatsächlich musste ich von dieser Station auf die Intensivstation verlegt werden, weil ich einen septischen Schock und eine Lungenembolie bekommen habe und fast gestorben wäre. Ich war erschüttert als ich das gelesen habe, habe darauf aber nicht reagiert, weil ich mit den Folgen zu kämpfen hatte/habe.

Am Montag war ich wieder dort, zur Nachkontrolle. In diesen Arztbericht wird aufgeführt wie meine Herz- und Atemgeräusche sind und das kein Wirbelsäulen- und Nierenklopfschmerz vorhanden war. Diese Untersuchungen wurden aber gar nicht gemacht.

Eigentlich stelle ich die Behandlung selbst nicht in Frage aber ich bin wütend und sehr verunsichert. Es gibt einen seitenlangen Bericht von der Intensivstation, da kann ich den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen, weil ich im Koma lag. Aber ich bin natürlich mißtrauisch. In 4 Wochen muss ich wieder hin nochmals zur Kontrolle, das Geschwür ist wieder da ich muss Tabletten nehmen, mit denen es das letzte Mal auch weggegangen ist.

Ich weiß nicht wie ich darauf reagieren soll. Eigentlich wollte ich das Krankenhaus anschreiben und um Erklärung bitten aber irgendwie traue ich mich nicht. Aber so einfach hinnehmen kann ich es doch auch nicht oder, grade die Aussage im ersten Bericht. Das Krankenhaus zu wechseln halte ich nicht für sinnvoll, gerade wegen der Geschichte mit der Intensivstation, das würde nur alles komplizieren und da müsste ich ja auch erklären warum und dann Ärzten Lügen zu unterstellen kommt bestimmt nicht gut, da hätte ich Angst vor der Reaktion. Und das würde ja auch an den Arztberichten nichts ändern.

Könnt Ihr mir einen Rat geben, soll ich das Krankenhaus damit konfrontieren?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo croax1,

Schau mal bitte hier:
Medizin

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von eccojohn, 27

Hallo,

ich würde dir einfach raten, es auf sich beruhen zu lassen - lohnt sich nicht. Dazu kommt dann, das die Ärzte ellenlange Berichte schreiben MÜSSEN, die sich oft bei den Patienten auf der jew. Station meist gleichen - weil alles in Abteilungen nach bestimmten Erkrankungen eingeteilt ist. Alles wiederholt sich ständig auf´s neue - immer wieder.

Die Ärzte selbst legen absolut nicht viel Wert auf das Geschreibsel, weder das eigene, noch das von Kollegen, sondern nur auf die darin enthaltenen gemessenen Werte und spezielle Aussagen - die sind aussagekräftig und maßgebend. Wie bei einer Pralinenpackung. Die Verpackung macht 90% aus, der Inhalt ist aber klitzeklein.

Viele Erklärungen und Erläuterungen sind nur so zusammengefügte Phrasen, damit das Krankenkassen-Personal EXAKT prüfen kann, ob der Doc oder das Krankenhaus ja nicht eine Tablette zuviel aufgeschrieben hat. Dann sind die doch glücklich - laß den Leuten ihre Aufgaben, sonst machen die anderweitig Blödsinn.

Dir ist sicherlich auch schon aufgefallen, das bei jeder Kleinigkeit im Krankenhaus die Ärzte stapelweise Bögen ausfüllen und unterschreiben lassen, wo du als Patient über jedes Risiko - sogar z.B. über das Risiko des Graswuchses des krankenhaus-eigenen Rasens und die damit verbundene Stoplergefahr aufgeklärt wirst.

Sowas nennt man Verwaltungs-Wahn mit hirarchischer Struktur!

Kümmere dich lieber um die Auslöser der Magerngeschwüre - das ist sicherlich wichtiger und zielführender. Aus Erfahrung kann ich dir versichern, das ein an dir nagendes Problem der Auslöser ist, UND NUR DU dieses abstellen kannst.

Ärzte können da nur unterstützend tätig werden, und die Auswirkungen bekämpfen - den Rest mußt du selber auf die Reihe kriegen. Nervosität, auch die die man selber nicht so wahrnimmt, ist der Nährboden für dein Leiden - erledige die Ursachen - du kennst sie bestimmt, und dann bleibt dir viel erspart.

Gute Besserung - und ein starkes Nervenkostüm !

Antwort
von Ninni381, 44

Hi croax1! Also mich würden solche Berichte ebenfalls verunsichern, und eine zunächst freundliche Anfrage fände ich angemessen. Persönlich würde ich mich dabei ebenfalls etwas von der Wahrheit entfernen und durchklingen lassen, dass, je nach deinem Alter, ein guter Freund oder der Sohn einer Freundin derzeit Medizin studiert und dich konkret auf diese Umstände angesprochen hat.

Meiner Meinung nach hast du definitiv das Recht auf vollständige Aufklärung in dieser Sache, denn ohne Vertrauen ist schließlich das gesamte Verhältnis zwischen dir und den behandelnden Ärzten nachhaltig gestört. Liebe Grüße, ganz viel Erfolg in dieser Angelegenheit, eine gute Besserung, und alles Gute für deinen Kontrolltermin!

Antwort
von magnum72, 22

Das beste wäre meiner Meinung nach:du lässt dich einmal Anwaltlich beraten. Hast du eine Rechtsschutz Versicherung kostet dich das Garnichts. Hast du keine musst du natürlich zahlen,aber so ein Erstgespräch kostet nicht die Welt. Dort werden sich völlig neue Perspektiven für dich ergeben. Mann kann sich beim Gericht auch einen Beratungsschein holen. Und solltet ihr dann einen Prozess für nötig erachten gibt es auf Antrag Prozesskostenhilfe. Ein Fachanwalt für Patientenrecht kann auch die Akten beurteilen.Er wird Versäumnisse herausfinden und wissen was mann machen kann. Ich wünsche dir viel Glück und gute Besserung.😉

Antwort
von marmarinchen, 49

Also ganz ehrlich....ich finde du übertreibst...du warst auf Intensiv und wenn man dich dann entlassen hat, ist das ja wohl nicht von der Hand zu weisen, dass dein Allgemeinzustand verbessert war...hätten sie dich im Koma entlassen sollen??? Und was die Wirbelsäule und die Nieren betrifft, das macht der Arzt so nebenbei bei der Eingangsuntersuchung, das kriegst du gar nicht so mit...das sind wirklich Kleinigkeiten, die du hier anführst. Ich dachte der Überschrift nach zu urteilen, wirklich an grundlegende Dinge...da wird das Krankenhaus nur müde lächeln...

Kommentar von croax1 ,

Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt, die Station wo ich lag war nicht die Intensivstation sondern eine normale Station die Gastroenterologie, die hat geschrieben das ich nach Hause entlassen wurde obwohl ich auf die Intensivstation verlegt wurde. Findest Du wirklich das ich da untertreibe wenn gesagt wurde das ich im verbesserten Zustand entlassen wurde aber stattdessen fast gestorben wäre. Ich kann nur noch am Rollator laufen und nicht mehr gut sprechen, nein ich finde ich übertreibe nicht.

Kommentar von Barbdoc ,

Niemand wird von der Intensivstation direkt nach Hause entlassen. Wo warst du nach der Intensivstation? Wohl wieder auf der Gastroenterologie. Dann ging's dir wohl wieder besser, sonst hätte man dich nicht entlassen können. Ärztliche Entlassungsberichte sind keine Romane. Der weiterbehandelnde Arzt wird informiert über Diagnosen, Therapie und alles was für die weitere Behandlung wichtig ist. Alles Gute B.

Kommentar von user8787 ,

Es gibt ganz sicher Berichte über deinen Aufenthalt auf der ITS.

Weil...hier entstehen enorme Kosten und die wurden ganz sicher von deiner Versicherung getragen.

Das da was vertuscht wird halte ich bei derartigen Summen also für eher unwahrscheinlich, eine Klinik ist ein Wirschaftsunternehmen das Geld verdienen muss. 

Frage notfalls bei deiner Krankenversicherung nach....

Antwort
von asiawok, 18

Erst zu deinem vertrauten Hausarzt
Er sollte das alles wissen

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