Frage von hakanabi64, 65

Hallo zusammen ich hab heute von meinem alten Arbeitgeber meinen Arbeitszeugniss erhalten Nun wollte ich mal wissen wie Ihr dies einschätzt .(als Note)?

Arbeitszeugnis

Herr XXXX XXXX, geboren am XXXXXXX in Plettenberg, hat für unser Unternehmen vom 01.08.2010 bis 15.10.2015 als Mitarbeiter in der Abteilung Verkauf für uns gearbeitet. Er wurde nach der erfolreich abgeschlossenen Berufsausbildung von uns in die Festanstellung übernommen.

Die Firma XXXXXXX GmbH & Co. KG beliefert seit 1928 mit großem Erfolg Industrie und Handwerk im heimischen Raum.Ein gut sortierte, umfangreiches Lager und unser Kundenservice machten das Unternehmen zu einem der größten technischen im Märkischen Kreis.

Sein Aufgabengebiet umfasste:

Auftragsabwicklung vom Angebot bis zu Auslieferung

Recherchearbeit für Kundenaufträge

Wareneingang und Lagerbestückung

Mit seinem umfangreichen und fundierten Fachwissen erzielte er stets gute Erfolge. Herr XXXXXXX hat sich innerhalb kurzer Zeit in den ihm gestellten Aufgabenbereich eingearbeitet. Er verfolgte die vereinbarten Ziele nachhaltig und erfolgreich. Er führte seine Aufgaben sorgfältig und planvoll aus. Auch bei hohem Arbeitsanfall erwies sich Herr XXXXX als belastbarer Mitarbeiter. Er lieferte stets qualitativ und quantitativ gute Ergebnisse . Herr XXXX hat seine Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Externen war stets einwandfrei.

Herr XXXXXX verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.

Wir danken Herrn XXXX für die erbrachte Leistung und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von DarthMario72, 65

Man kann Zeugnisse nur dann halbwegs seriös beurteilen, wenn man sie vollständig liest, also im Zusammenhang von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum und der Unterschrift. Denn überall dort können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses von Bedeutung sind.

Deins scheint vollständig wiedergegeben zu sein, allerdings kann ich die Einschätzung als "gut" nicht ganz teilen. Im Einzelnen:

Die ersten beiden Punkte - Fachwissen und Leistungsbereitschaft - sind tatsächlich "gut".

Deine Arbeitsweise und deine Belastbarkeit werden als "befriedigend" beurteilt, die Qualität deiner Arbeit dann wiederum "gut."

Herr XXXX hat seine Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht entsprochen.

Die Zusammenfassung entspricht einem "befriedigend."

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Externen war stets einwandfrei.

Das ist "gut," besser wäre nur ein "stets/jederzeit vorbildlich."

Wir danken Herrn XXXX für die erbrachte Leistung und wünschen ihm für die Zukunft weiterhin alles Gute.

Diese Schlussformel passt so überhaupt nicht zu diesem Zeugnis, sie widerspricht dem vorher gesagten völlig. Keinerlei Bedauern über dein Ausscheiden und keine Erfolgswünsche. Mit anderen Worten: "Wir bedauern, dass er jetzt erst geht. Besondere Erfolge hatte er in seinem Job nicht und wird sicher auch im nächsten keinen haben." Sinngemäß würde zu einem 2-3er Zeugnis passen: "Wir danken Herrn XXXfür seine wertvolle Mitarbeit und bedauern, ihn als Mitarbeiter zu verlieren. Für die Zukunft wünschen wir ihm beruflich und privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg." Als AN hat man zwar keinen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch auf eine Schlussformel, wenn sie vorhanden ist, muss sie aber zum Rest des Zeugnisses passen. Diese Schlussformel versaut dir das gesamte Zeugnis.

Mit freundlichen Grüßen

Steht das so im Zeugnis??? Hat da absolut nichts verloren. Stattdessen hat dort "Ort, Ausstellungsdatum, Unterschrift" zu stehen.

Stimmt denn das Ausstellungsdatum mir dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses überein?

Insgesamt klingt das Zeugnis für meinen Geschmack viel zu sehr nach Zeugnisgenerator. Wer auch immer das geschrieben hat, hatte m. E. keine großartigen Erfahrungen im Zeugnisschreiben.

Kommentar von hakanabi64 ,

Hallo, vielen Dank für den Feedback. Also ich bin zum Wettbewerb gewechselt.Und mein alter Chef ist relativ frisch auf dem Markt. Der hat wahrscheinlich noch selber keine Ahnung. zeugnissdatum ist vom 17.11.15. Was kann ich dagegen mache?

Kommentar von DarthMario72 ,

Beanstande das Zeugnis. Ein Ausstellungsdatum, das nicht dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses entspricht (egal ob das ein Arbeitstag war oder nicht!) deutet immer auf Probleme hin.

Ich denke allerdings nicht, dass das bewusst so gemacht wurde, sondern dass der Verfasser des Zeugnisses es einfach nicht besser wusste. Wenn dein Verhältnis zu deinem Ex-Chef noch intakt ist, geh persönlich hin und sprich die Punkte an, die ich kritisiert habe. Vielleicht lässt sich dabei noch die eine oder andere Formulierung etwas verbessern, sodass du am Ende ein "2er" Zeugnis hast. Rechtlich durchsetzbar wäre eine Aufwertung allerdings nur dann, wenn du nachweisen kannst, dass du eine bessere Beurteilung als "befriedigend" verdient hast.

Kommentar von rotreginak02 ,

Hallo hakanabi64, 

lass dir wirklich ein neues Zeugnis ausstellen, neben allen Gründen, die schon "DarthMario72" genannt hat, sehe ich noch zusätzlich einen Grammatik- und einen Rechtschreibfehler, die du ebenfalls beanstanden solltest, sofern sie so im Original stehen:

1) "Auftragsabwicklung vom Angebot bis zu Auslieferung" "zur" ist richtig.
2) "erfolreich" .... hier fehlt das "g". 

LG

Antwort
von Navvie, 23

Zwei minus

Erst Zwei, dann einen leisen Rückzieher zum Minus.

Antwort
von b241189, 63

Ich schreibe dienstlich auch Arbeitszeugnisse, deins würde ich der Note 2 einordnen, keine Fallstricke oder indirekte Boshaftigkeiten, kann man mit ruhigem Gewissen in die Bewerbungsunterlagen packen!

Warum 2?:
Zu unserer VOLLEN Zufriedenheit - VOLLSTE Zufriedenheit wäre Note 1.

Verhalten gegenüber Kollegen war STETS einwandfrei ( das ist sogar Note 1)

Wünschen WEITERHIN alles Gute - auch eine positive Formulierung, durch "weiterhin"

Usw..
Insgesamt eine 2 :)

Kommentar von hakanabi64 ,

Dan bin ich beruhigt! VIELEN DANK!!

Kommentar von DarthMario72 ,

Ich schreibe dienstlich auch Arbeitszeugnisse

Wie oft und wie regelmäßig?

 deins würde ich der Note 2 einordnen, keine Fallstricke oder indirekte Boshaftigkeiten, kann man mit ruhigem Gewissen in die Bewerbungsunterlagen packen!

Das sehe ich anders:

Zu unserer VOLLEN Zufriedenheit - VOLLSTE Zufriedenheit wäre Note 1.

Falsch. Zu unserer vollen Zufriedenheit = 3, zu unserer vollsten Zufriedenheit = 2, stets zu unserer vollsten Zufriedenheit = 1.

Verhalten gegenüber Kollegen war STETS einwandfrei ( das ist sogar Note 1)

Falsch. Das ist eine 2, stets vorbildlich = 1.

Wünschen WEITERHIN alles Gute - auch eine positive Formulierung, durch "weiterhin"

Naja, ganz nett, aber der Rest der Schlussformel ist mies!

Kommentar von rotreginak02 ,

falls du dienstlich nicht nur die Zeugnisse schreibst, sondern tatsächlich für den Inhalt verantwortlich bist,  dann wundert es mich aber doch sehr, dass du  bereits die einfachsten Benotungsaussagen falsch liest. Genaueres bzw. die tatsächlichen Noten dazu hat ja bereits jemand hier richtig kommentiert, dem ich mich voll und ganz anschließe. Besonders kritisch muss man in jedem Zeugnis immer den Schlusssatz sehen, der hier keineswegs positiv zu deuten ist, sondern insgesamt das Zeugnis deutlich herabsetzt...es fehlt das Bedauern und vor allen Dingen, dass man weiterhin viel Erfolg wünscht, fehlt ebenso.[nicht zu verwechseln mit "weiterhin alles Gute"]

Antwort
von alexbababu, 39
hat für unser Unternehmen [...] für uns gearbeitet.

 Kommt mir irgendwie doppelt gemoppelt vor

Kommentar von rotreginak02 ,

Ja, da hat man wohl vor lauter Textbausteinen zusammen "klöppeln" den Überblick verloren...schlimm, und das gleich im ersten Satz....

Antwort
von Translateme, 63

Schönes qualifiziertes Zeugnis. Gratuliere! Note 2.

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