Frage von Batton71, 46

Hallo zusammen! Im Kündigungsschreiben nochmals auf Mobbing hinweisen?

Hallo zusammen!

Mein Mann ist seit Monaten einer Mobbing Situation bei seinem Arbeitsplatz ausgesetzt. Sein Chef weiss Bescheid, aber da tut sich nichts. Sein Kollge beobachtet und schikaniert ihn wo er nur kann. Sein Chef sagt da nicht viel dazu. Vor einigen Wochen ist mein Mann dann ausgerastet und hat den Kollegen beschimpf. Ihm gingen die Sicherungen durch, nach dem monatlelangem Stress. Genau das hat der Chef gehört und ihm dafür eine Abmahnung erteilt. Bevor ihm gekündigt wird, kommt mein Mann selber mit der Kündigung, weil ihn das Arbeitsklima krank macht.

Die Kündigung schreiben ist eine Sache. Aber was soll da rein? Das es eine Mobbing Situation ist, dass muss rein. Aber soll man auch das Thema anschneiden, dass nichts passiert ist?

Danke vielmals für viele Ratschläge!

Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Kündigung, 35

Ich würde mit einer Kündigung noch etwas warten.

Dein Mann sollte ein "Mobbingtagebuch" führen. Dort soll er Datum, Uhrzeit, Vorfall und ggf. Zeugen aufschreiben. Mit so einem Tagebuch ist Mobbing viel besser zu belegen und man kann damit und mit einem Attest vom Arzt, dass es gesundheitlich schädlich ist weiter im Betrieb zu arbeiten zur Agentur für Arbeit gehen.

Wenn Dein Mann in der Zwischenzeit keinen anderen Job gefunden hat, kann man so auch selbst kündigen ohne eine Sperre des ALG zu bekommen. Dies sollte man aber vor einer Eigenkündigung mit dem Sachbearbeiter im Amt klären und sich schriftlich geben lassen.

Falls es einen Betriebsrat gibt, sollte man auch diesen hinzuziehen und informieren.

Kommentar von Batton71 ,

Danke sehr für diese Antwort. Zeugen gibt es halt leider keine....wie so oft. Wenn der andere nicht arbeitet wegen Ferien oder Krankheit, dann läuft alles super. Wieso der Chef das nicht auch sieht? Keine Ahnung.....Mein Mann ist bereits krankgeschrieben wegen dem Mobbing. Im Frühling hat er es zum ersten Mal gemeldet. Da gab es eine Sitzung und im September dann die zweite. Aber es bringt nix. Mein Mann bekam den Job weil er seinem Vorgänger unsauberes Arbeiten nachweisen konnte. Es ist komplex und würde hier sicher den Rahmen sprengen alles zu erzählen. Von Anfang an war mein Mann diesem Kollegen ein Dorn im Auge, weil sein Bruder gekündigt wurde.

Kommentar von Hexle2 ,

Es ist aber trotzdem sinnvoll ein Mobbingtagebuch zu führen. Wenn ein AG nichts unternimmt und AN durch Mobbing krank werden, kann u.U. Schmerzensgeld eingeklagt werden.

http://www.datentransfer24.de/Schmerzensgeld-Mobbing.html

Antwort
von LonelyBrain, 46

hier gebe ich dir mal einen Link zu einem Muster eines Kündigungsschreibens aufgrund von Mobbing:

http://www.kuendigungsschreiben-vorlage.de/arbeitnehmer-muster-kuendigungsschrei...

Kommentar von Batton71 ,

Das ist genau das was ich gesucht habe! Ein Danke habe ich dir geschickt. Liebe Grüsse

Kommentar von LonelyBrain ,

Bitteschön

Antwort
von blackforestlady, 33

Der Mann sollte sich erst einmal woanders bewerben und wenn er dann eine Zusage hat, dann kündigen. Ansonsten droht im eine Sperre. Man sollte nie den einfachen Weg gehen, sondern der mit vielen Hindernissen verbunden sind. Vielleicht wäre ein Besuch bei einem Rechtsanwalt, der sich mit dem Arbeitsrecht auskennt, in dieser Situation die beste Alternative.

Antwort
von atzef, 17

Ich würde nicht selber kündigen, sondern arbeitsrechtlich gegen die Abmahnung vorgehen. Der Chef setzt sich schon ins Unrecht, wenn er auf die Mobbingvorwürfe gar nicht weiter reagiert. Damiit kommt er seinen Fürsorgepflichten nicht nach. Das wäre ei Grund, ihn seitens deines Mannes abzumahnen...

Ah, er hat schon einen neue Job. Dann soll er einfach kündigen und gut ist.


Kommentar von Batton71 ,

Manchmal denke ich, dass der Kollege gegen den Chef etwas in der Hand hat. Der beschützt ihn, als wäre es sein eigener Sohn. Der Kollege reklamiert wegen dem kleinsten Fliegen....hätte mein Mann auch tun sollen.

Kommentar von KaeteK ,

Nein, dein Mann hätte sich gleich einen Anwalt suchen sollen, bevor er explodiert ist. Mobbing ist strafbar und manchmal hilft es schon, wenn man sich auf diese Weise wehrt...lg

Antwort
von TinLizzy, 23

Mobbing kann auch ein Straftatbestand sein. Hilfreich wären Zeugen und natürlich auch ein "Tagebuch". Wenn der Chef nicht hilft, dann hat das sicher seinen Grund. Ein zerrüttetes Arbeitsverhältnis ist sicher nicht zu kitten. Ich kenne Fälle, da blieb dann aber auch der Chef auf der Strecke. Alleine wird er es nicht schaffen. Er braucht Hilfe wie Betriebsrat oder auch einen Arbeitsrechtler. Kündigen würde ich auf keinen Fall selber. Hat er eine neue Stelle? Gegen Abfindung gehen - auch eine Option. Man muss es in Verhandlung ansprechen. Dauerhaft können solche Arbeitsbedingungen krank machen - sehr sogar! Viel Glück

Antwort
von NSchuder, 42

Ich kann Euch nur davon abraten selber zu kündigen. 

Die Agentur für Arbeit kann das ALG I für bis zu zwölf Wochen sperren, wenn der Arbeitnehmer selbst gekündigt hat. Auf die Sperre kann zwar auch verzichtet werden, wenn nachweislich ein wichtiger Grund vorliegt, aber das wäre dann erst einmal zu beweisen.

http://www.finanztip.de/sperrzeit-arbeitslosengeld/

Kommentar von staysic88 ,

mobbing ist ein triftiger Grund

Kommentar von KaeteK ,

Dazu brauchst du einen Nachweis..

Kommentar von NSchuder ,

Ja, aber die Behauptung ein Mobbingopfer zu sein reicht nicht aus. Das musst Du auch schon beweisen - und genau da wird es oft schwierig.

Antwort
von keineAhnung1283, 29

Falls dein Mann prinzipiell bei der Firma bleiben möchte, sollte er sich mit dem Chef zusammensetzen und ihm die Situation erklären und Druck machen, dass dieser die Situation löst. Falls ein Betriebsrat vorhanden ist, kann er sich auch an diesen wenden.

Wenn es bei der Kündigung bleibt, würde ich auch ebenfalls die Situation beschreiben und eben auch, dass trotz Kenntnis des Chefs keine Besserung geschah.

Antwort
von Annabell2014, 25

Dein Mann sollte nur selbst kündigen, wenn er einen neuen Arbeitsplatz hat! Er bekommt sonst eine Sperre vom Arbeitsamt!

Gibt es in dem Betrieb denn keinen Betriebsrat? Sonst sollte dein Mann ein Gespräch mit seinem Chef fordern, in dem er nochmal explizit auf die Mobbing-Vorfälle hinweist! 

Antwort
von anna74rg, 23

Nur wenn er eine neue Stelle hat , dann würde ich kündigen. So st droht die Sperre. Allerdings sollte man sich hier beim Arbeitsamt erkundigen, denen die Sache schildern und wenn dieses Mobbing so schlimm ist, am besten gleich noch einen Arzt aufsuchen und sich krank schreiben lassen. Aufgrund des mobbings. Dann fehlt dein Mann im Betrieb und der Chef sollte sich Gedanken machen warum und weshalb. Vllt wird der Chef dann endlich wach und fängt an zu handeln

Antwort
von KaeteK, 36

Ich würde nicht kündigen, denn dann wird dein Mann gesperrt. Sucht euch einen Anwalt für Arbeitsrecht, der sich darum kümmern wird. lg

Kommentar von Batton71 ,

Hallo! Sorry ich habe ergessen zu schreiben, dass mein Mann einen neuen Job hat.

Kommentar von KaeteK ,

Dann geht in Frieden und schaut nicht nach hinten. Er kann das reinschreiben, aber das bringt nichts. lg und alles Gute für den neuen Job. lg

Antwort
von hanneshutmacher, 24

Kündigen LASSEN und nicht selbst kündigen. Zur Not macht er so viel krank bis der Chef k0tzen geht. Das Problem bei Mobbing ist, dass es so schwer zu beweisen ist. Am Ende bekommt dein Mann noch eine Sperre von der Arbeitsagentur.

Kommentar von KaeteK ,

Also  ich kenne einen Fall direkt aus der Familie, wo eine Kündigung, mit einem Attest vom Arzt, wegen Mobbing beim Arbeitsamt durchging. Die Person hat sich aber vorher noch mit ihrem Sachbearbeiter besprochen.  lg

Antwort
von stubenkuecken, 21

Eine Kündigung muss man nicht begründen.

Antwort
von staysic88, 18

Ich würde als Kündigungsgrund schreiben ... da ich ständig schikaniert "gemobbt" werde und mein chef Herr ..... nicht dagegen tut obwohl ich Herr ..... des öfteren darauf hingewiesen habe.

Uns ich wurde das der Genossenschaft melden

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