Frage von jonas789454654, 52

Hallo zusammen , bekommt man als Kind mit schweren Deprissionen Anti Depressiva verschrieben?

Antwort
von einfachichseinn, 5

Das kommt ganz darauf an.

In der Psychiatrie habe ich keine bekommen, obwohl ich gerne welche bekommen hättet, aber es sollte erstmal geschaut werden woher die Depressionen genau kommen.

Manchmal ist es besser die Probleme ohne Medikamente zu lösen.

Allerdings hängt das immer von ganz vielen Faktoren ab.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 9

Medikamente wie Antidepressiva haben unterschiedliche Alters-Untergrenzen. Fluoxetin z.B. ist erst ab 18 zugelassen, Sertralin bereits ab 6 Jahren. Beides sind Antidepressiva der sogenannten SSRI-Klasse.

Meist werden zu Beginn der medikamentösen Behandlung Medikamente eben dieser SSRI (und auch SSNRI) Klasse eingesetzt.

Es gibt kein Verbot diese Medikamente an jüngere Personen zu verschreiben, das Risiko trägt der Arzt. Er ist für die Medikation und derer Sicherheit verantwortlich. Demnach wird ein Arzt sich vermutlich für ein Medikament entscheiden, welches eine möglichst niederige Alterszulassung hat.

Besonders bei Kindern und Jugendtlichen muss die Medikation sehr eng überwacht werden. Eine seltene aber umso drastischere Nebenwirkung ist die Verstärkung von Suizidgedanken zu Beginn der Therapie (lässt nach Eintritt der Wirkung, also nach 2-4 Wochen nach). Auch sonst können zahlreiche Nebenwirkungen auftreten. Antidepressiva sollten also nur in schweren Fällen eingesetzt werden


Antwort
von EzzE55, 30

Ja bekommt man, und auch mit leichten oder mittelschweren Depressionen bekommt man welche. Kommt aber auf den Fall an. 

Ich  persönlich habe welche bekommen (Mirtazapin Fluoxetin und Lamotrigin) bei schweren Depressionen

Kommentar von jonas789454654 ,

Okay danke, habe nämlich die Behandlung abgebrochen da es nicht geholfen hat hoffe das es mit den anti Depressiva besser wird :)

Kommentar von EzzE55 ,

Abbrechen einer Behandlung ist immer eine schlechte Idee. Es dauert oft länger bis die Medikamente wirken und man muss ab und zu auch mehrere ausprobieren. Wichtig ist Durchhalten und kämpfen

Antwort
von SamOthy, 12

Die Tabletten sind nur 20% der Behandlung. Sie sollen dafür sorgen dass der Patient überhaupt in der Lage ist an sich selbst zu arbeiten.

Nur die Tabletten zu nehmen bringt = 0. Ohne begleitende Therapie ist das reine Verdrängung.

Was passiert im Laufe der Zeit wenn der Staudamm dicht ist aber immer mehr Wasser nachfließt?

Antwort
von FckTheSystem, 12

Antidepressiva lösen das Problem nicht. Sie unterdrücke es nur aber geheilt wirst du damit nicht. Du wirst davon abhängig und vielleicht muss die Dosis mit der Zeit erhöht werden. Höchstwahrscheinlich wird's dir nach Absetzen des Medikaments noch schlechter gehen als jetzt. 

Bitte brich die Therapie nicht ab und von dem Antidepressiva kann ich dir auch nur abraten! Du kannst es mit Johanniskraut probieren, das ist im Gegensatz zum Antidepressiva kaum bis gar nicht und macht soweit ich weiß nicht abhängig. Außerdem kriegst du davon keine oder weniger Nebenwirkungen als vom Antidepressiva. 

Wünsche dir alles Gute für die Zukunft :-)

Kommentar von samm1917 ,

Antidepressiva (anders als z.B. Benzodiazepine) machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung (d.h. dass die Dosis nicht erhöht werden muss um den gleichen Effekt beizubehalten).

Bei Antidepressiva kann es jedoch nach dem Absetzen zu einem rebound kommen (die ursprünglichen Beschwerden kehren zurück), da Antidepressiva die Symptome nur unterdrücken und nicht heilen.

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