Frage von Kriegerin2509, 52

Hallo, welche Betroffene und Yogapraktizierende um die 50 kann mir ihre Erfahrungen mit einem künstlichen Hüftgelenk rechts mitteilen?

an alle Betroffenen Frauen um die 50, die Yoga praktizieren: Ich soll eine Endoprothese bekommen,. da mein Hüftkopf degeneriert ist, Grad IV. Wurde vor 5 Jahren bereits endoskopisch operiert. Bin nicht schlüssig, ob ich es machen soll oder noch rauszögern. Bin derzeit in einer Yogalehrerausbildung und möchte die gerne einerseits abschließen mit den Einschränkungen, die ich schon kenne, andererseits will ich auch nicht dauernd mit Schmerzen herumlaufen. Das Gelenk reibt die ganze Zeit und dadurch wird selbstverständlich der Knochen weiter abgetragen. Ich möchte natürlich auch Yoga weiter üben können. Wenn nun eine Reha zwischen meine Ausbildung kommt und ich eine Weile aussetzen muss, komme ich vl. nicht mehr hinterher. Dann würde ich gerne noch wissen welche Übungen noch gut machbar sind. Teilt mir doch bitte Eure Erfahrungen mit. Vielen Dank.

Antwort
von Yogamag, 37

Wenn dein "Schmerzniveau" und die Beeinträchtigung deiner Lebensqualität zu hoch ist, dann lass die OP machen. Wie es aussieht, führt kein Weg dran vorbei... damit solltest du dich abfinden.

Diese OPs sind heutzutage kein grosser Eingriff mehr und die Ergebnisse sind in deinem Alter sehr gut.

Deine Yogalehrer/ Ausbilder hast du anscheinden noch nicht dazu befragt- schade- oder doch? Sie SOLLTEN dir sagen können, was für Übungen du gefahrlos weiter machen kannst bis zur OP. Und sie müssten auch wissen, wie du in der Ausbildung schwierigere Asanas meistern kannst ohne dich zu verletzen oder zu überfordern!

Sollten sie deinen Zustand nur hinnehmen oder gar ignorieren, dann vergiss diese Ausbildung.

Yoga ist FÜR die Menschen da, egal, welchen Status, Gesundheitszustand oder Alter sie haben... daran erkennst du wissende und wirkliche Yogalehrer. den Rest kannst du auf den Jahrmarkt stellen zum Wunder verkaufen...

Was ist für dich wichtiger? Deine Yogalehrerausbildung zu Ende bringen oder ein gutes und gesundes Leben führen? Die Ausbildung kannst du doch auch später weitermachen... setz halt ein Jahr aus und steig beim nächsten Ausbildungsjahr ein... oder suche dir eine bessere Ausbildungsschule.

Kommentar von Kriegerin2509 ,

Danke für Deine erneute Antwort. Aus bestimmten Gründen, die ich hier nicht näher erörtern möchte, ergab sich seit letzter Woche (habe erst letzte Woche die Bildgebung gehabt) noch nicht die Möglichkeit, mich mit meiner Lehrerin ausgiebig zu unterhalten. Ich werde dies selbstverständlch tun und ich habe überhaupt kein Zweifel daran, dass ich dort keine qualifizierte Antwort und Hilfe bekomme. Ich dachte, die Frage wäre verständlich. Ich wollte Erfahrungsberichte von Betroffenen und bin durchaus in der Lage mich allgemein zu informieren bei Ärzten, Lehrern und im Netz. Letztendlich können es die Betroffenen meines Erachtens sehr gut beurteilen und aus diesem Grunde möchte ich mich gerne mit operierten Personen unterhalten, die in der gleichen Situation sind/waren. Ich selbst habe ein sehr gutes Körpergefühl und kann sehr gut erkennen, was mir gut tut und/oder schadet. Ich werde letztendlich immer auf mein eigenes Körpergefühl achten und hören. Mit ist beides wichtig. Ein gesundes und gutes Leben sowie die Ausbildung.

Ich verlange ja gar nicht, dass Du als Yoglererin Dein Wissen hier umsonst preisgibst. In deiner ersten Mail hast du ja berichtet, dass Du eine Schülerin mit künstlichem Hüftgelenk hättest, die nach der zweiten OP wiederkommen möchte. Als ich Dich fragte, welche Übungen deine Schülerin machen kann bin ich davon ausgegangen, dass diese Person auch auf sich selbst achtet und aus diesem Grunde Tips hat. Auch wenn mir jemand sagt, diese Übung kannst du machen heißt das ja noch lange nicht, dass es mir gut tut und ich sie tatsächlich schon ausführen kann oder jemals wieder ausführen kann.

Es gibt Übungen die man mit Kunstgelenkt machen DARF, das war nicht meine Frage, und Übungen, die man dann auch tatsächlich machen KANN. Was man darf habe ich schon vorab erfahren, bevor ich die Frage in gutefrage.net gestellt habe. Aus diesem Grunde wollte ich von Praktizierenden hören, wie sie das gemeistert haben.

Ich danke Dir nochmals und wünsche schöne Ostern.

Namaste

Kommentar von Yogamag ,

Liebe Kriegerin,

ich möchte dir nichts vorenthalten von meinem Wissen, ganz bestimmt nicht. Das Problem sehe ich darin, dass ich dich nicht "vor Augen" habe und deine körperliche Konstitution nicht sehen kann.

Selbstverständlich kannst du weiter Yoga praktizieren.

Durch die Hüftprothese kommt dein ganzer Körper aus dem "Gleichgewicht", die Beinseiten "arbeiten" unterschiedlich... dies gesund und ausgewogen ausgleichen zu lernen, zu kompensieren  (auch durch den Einsatz diverser Hilfsmittel) braucht meines Erachtens eine persönliche Anleitung (wie in der Physiotherapie). Ich würde meine Grundsätze in Frage stellen, dass ein Yogalehrer seine Präsenz vor dem Schüler zu haben hat und nicht in einem Filmchen oder in Worten (das alles kann falsch interpretiert und verstanden werden!) präsentiert. Darum bat ich dich auch, deine Ausbilder heranzuziehen.

Meiner Schülerin habe ich in einer Privatlektion die wichtigsten Aspekte gelehrt, die sie in den regulären Klassen von sich aus umsetzt.

Ich glaube, dass du sehr wenig yogische Selbsterfahrungsberichte von Menschen im Net finden wirst. Weil die Altersgrenze von Hüft-OPs meist deutlich über deinem Alter liegt und diese Menschen seeehr selten Yoga-Erfahrung haben...

Vielleicht haben sich einige geschriebene  Worte von mir unwirsch angehört, aber ich hatte den Eindruck, dass du von deiner Ausbildungsstätte allein gelassen wirst.

Und das darf nicht sein. Wenn jemand wie du, den Yoga sogar zu einem Lehraspekt weiterentwickeln will, so wünsche ich dir, dass du "führende" und mit Wissen, Leidenschaft und Mitmenschlichkeit ausgefüllte Menschen bei dir hast und deinen Weg begleiten.

In diesem Sinne auch dir frohe Ostern.

Antwort
von HalloRossi, 7

Mach bloß die Ausbildung erst zuende! Den Hüftgelenk schadet es nicht, wenn du noch ne Weile wartest. Ich hab sei 6 Jahren Grad 4 und erst jetzt wird es Grenzwertig übel. Du fällst ein Jahr aus mit Leistungssport

Kommentar von Kriegerin2509 ,

Mein Vater hatte mit den OPs für seine beiden Hüften berufsbedingt fast 20 Jahre gewartet und schrecklich gelitten. Zuletzt lief er nur nochauf den Hüftstümpfen (mit Krücken) . Die Ärzte sagten, dass sie sowas noch nicht gesehen hättenund es ihnen ein Rätsel sei, wielange er das ausgehalten habe.

Ich mache nur hobbymäßig Sport und derzeit nur noch mässig bis gar nicht ausser Yoga aufgrund meiner Schmerzen.(will beweglich bleiben) Bin zum Yoga aufgrund einer früheren Krebserkankung gekommen und dabeigeblieben. Auch andere Sportarten hatte ich wieder für mich entdeckt. Ohne Bewegung kann ich nicht mehr sein. Wenn ich die OP aufschiebe schadet es mir nur noch mehr und meine Lebensqualität leidet. Ich habe bereits Dauerschmerzen, humple beim Laufen, kann nicht mehr als 50 m laufen. Schwimmen geht nicht mehr, nach dem Radfahren bin ich fix und fertig. Von 3o Tagen im Monat ist nur noch einer dabei, an dem alles soweit o.k. ist und ich dann denke, die OP aufzuschieben. Ich habe mich entschieden nicht zu warten und mich unnötig zu plagen. Die Ausbildung mache ich selbstversändlich trotzdem fertig. Habe solange auf diese Chance und den passenden Moment in meinem Leben gewartet. Nun sollte es so sein. Ich profitiere auch selbst davon, die Yogapraxis während des Heilungsprozesses entsprechend neu umzusetzen. Während ich dies schreibe kann ich auch nochmal reflektieren und stelle fest, dass ich zum einer Entscheidung stehe - wenn auch nicht leicht - es gibt keine bessere Alternative.

Kommentar von HalloRossi ,

Kannst ja dann hier mal berichten wie es läuft. Aber ich bin mir sicher das man mit dem Gelenk lange nicht diese Art Bewegungen machen kann weil das Gelenk dann luxieren kann. Guck doch auch mal im Arthrose Forum

Antwort
von TRichter1956, 25

Ich habe selbst keine Erfahrungen mit einer künstlichen Hüftprothese, sondern nur Schüler damit gehabt. Allerdings kenne ich eine sehr kompetente Yogalehrerin, die selbst betroffen ist. Vielleicht ist sie bereit, Dir ihre Erfahrungen zu schildern. Ich würde den Namen hier allerdings nicht öffentlich im Forum mitteilen. Schreib mich an, wenn Du interessiert bist.

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