Frage von Wandsbekerin, 225

Hallo, Was tun, wenn der Arzt/Psychologe meine Tochter (16) beeinflusst, sie solle nach einem WG-Aufenthalt nicht wieder zu uns ziehen?

Meine Tochter war letztes Jahr mehrere Monate in der KJP. Nach der Entlassung ist sie in eine WG gezogen, weil "sie Abstand zu uns (Eltern) brauchte" und weil die Therapeuten meinten, das könnte helfen. Nun will sie wieder zu uns zurückziehen und der Arzt/Psychologe auf der Krisenstation, der sie gerade betreut (sie ist dort, weil ihr alles zu viel wurde/Schule, Freunde, Alltag organisieren) beeinflusst sie, sie solle nicht wieder zu uns ziehen, sondern sich abnabeln und selbständig werden. Wir sind entsetzt und wissen nicht, was wir noch tun können.

Antwort
von Mikey86, 82

Hi

Aus der Ferne die Gesamtsituation abzuschätzen ist leider schwierig. 

Einige Gründe, weshalb deine Tochter in der Klinik ist, hast du bereits erwähnt. Dies hat oder hatte ja sicherlich seinen Nutzen.

Der behandelnde Psychiater, kann und darf, lediglich als Berater und Unterstützer, zum wohle deiner Tochter interagieren. Es sei denn, es besteht der Verdacht auf Selbst- und/oder Fremdgefährdung. In diesem Falle könnte er die "Zwangseinweisung" einleiten.

Da ich dies jedoch nicht beurteilen kann, da ich weder deine Tochter noch die Krankenakte persönlich gesehen habe, rate ich dir/euch, ein persönliches Gespräch mit dem zu behandelnden Arzt aufzusuchen. Er wird dir sicher erklären können, weshalb er ein rückumzug ins Elternhaus ausschliessen möchte.

Jedoch selbst mit Begründung, hat er ohne oben genannte "Situation" kein Recht, deine Tochter daran zu hindern, sollte Sie dies wollen.

Im Endeffekt, habt Ihr als Eltern, das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Gerne darfst du mich auch Privat anschreiben. Ich werde dich gerne auch ausführlicher Beraten.

Alles gute

Antwort
von amrita1, 43

Mein Vorschlag ist, in ganz kleinen Schritten aufeinander zugehen und versuchen eine stabile Vertrauensbasis zu schaffen. Ich kann verstehen, dass ihr die Tochter gerne wieder zu hause hättet, trotzdem geht es in erster Linie darum, dass sie stabilisiert wird und es wäre nMn. kontraproduktiv wenn von mehreren Seiten an ihr gezerrt wird.

Folgendes Buch möchte ich empfehlen: "Kinder fordern uns heraus", von Rudolf Dreikurs sowie die  Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Montessori-Pädagogik.

Antwort
von nurbilligwillig, 36

Wenn der Therapeut das empfiehlt, wird er seine (vlt. guten) Gründe dafür haben. Eine psychische Störung fällt ja auch nicht "einfach so vom Himmel", sondern hat in den meisten Fällen etwas mit der bisherigen Lebensgeschichte und der aktuellen Lebenssituation des Betroffenen zu tun. Es fällt dann den Angehörigen bzw. Lebenspartnern oft leichter, die Probleme auf die Erkrankung oder auf die involvierten Helfer zu schieben als eigene Anteile am Problem für sich zu akzeptieren. Es ist natürlich dann nicht schön, wenn eine Situation entsteht, wo es zu einer Spaltung kommt.. Denn eigentlich sollten doch Helfer und Familie/Partner im Sinne des Betroffenen an einem Strang ziehen. Wie ist das denn bei Dir? 

Bitte verstehe mich jetzt nicht falsch! Ich kenne die Situation mit Deiner Tochter ja gar nicht und vielleicht irrt sich der Therapeut in diesem Fall ja, weil er genau wie ich immer wieder die Erfahrung machen muss, dass das familiäre Umfeld leider einem Heilungsprozess im Wege steht und deshalb in Deinem Fall voreingenommen urteilt. Vielleicht ist er aber auch einfach nur jung und unerfahren? Menschen sind nicht unfehlbar.

Ich würde an Deiner Stelle nicht nur mit dem Therapeuten, sondern auch mit anderen Helfern, die in diesem Fall involviert sind, sprechen, um zu erfahren, was sie darüber denken. Denn in einer Klinik ist ja immer ein ganzes Team miteinbezogen wie Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Ober- und Chefärzte... 

Schließlich hast Du noch die Möglichkeit, "neutrale" Stellen aufzusuchen, um Dich dort beraten zu lassen oder um Dich über den Therapeuten zu beschweren (Klinikleitung, Jugendamt, Bertungsstellen von pro familia, der Diakonie, vom Caritasverband etc.).

Ich hoffe, Du findest die Lösung, die für Deine Tochter die beste ist! Alles Gute

Antwort
von newcomer, 100

dann macht genau das was der Psychologe euch rät. Lasst Tochter ziehen und ihren Weg machen.
Dass sie zur KJP musste hat sicher ihren Grund und dass die Therapie in einer Gruppe weiter geführt wird um so mehr.
Wenn ihr euer Tochter was gutes tun wollt dann lasst sie dort, ist besser für sie

Kommentar von cinegrah ,

Etwas zu tun, nur weil irgendein Therapeut etwas vorgibt, ist keine Lösung mMn.

Man sollte selbstständig nachdenken und alle Seiten abwägen.

Kommentar von trinacvalecnik ,

Das sehe ich genau so Therapeuten tun oft nicht das richtige und da spreche ich aus Erfahrung. Der Therapeut ist nicht Gott oder so der alles zu entscheiden hat! Die Familie muss entscheiden was am besten für sie ist, und man sollte nach dem wohl der Familie schauen, sie müssen zusammen halten und der Therapeut macht das alles kaputt. Was für einen pädagogischen Wert hat denn das bitte? Das macht alles nur noch viel schlimmer, ich verstehe nicht, wie sehr er so etwas falsch machen kann, was man mir falsch machen kann! In so etwas ist es extrem wichtig die Familie zu haben, bei so etwas allerdings wird man sie verlieren 

Kommentar von newcomer ,

es gibt Eltern bei denen Kinder und Jugendliche durch schlechte Methoden der Erziehung und im verhalten den Kindern gegenüber zu psychische Wracks werden. Nach längerer Beobachtung durch Mitarbeiter der KJP und anderen Psychologen wird Empfohlen diese Jugendliche in einen geschützten Rahmen sprich psychosomatische Wohngruppe unter zu bringen.
Dort werden sie durch Erzieher und Psychologen soweit gefördert bis sie das was sie durch ihre Eltern nicht bekommen hatten nachgeholt haben und zu selbständigen Menschen werden.
Daher ist es auch zu Begründen warum diese Jugendliche nicht mehr zu den Eltern zurück sollen. Das was die Erzieher und Psychologen dort aufgebaut haben würden die Eltern innerhalb weniger Monate zu nichte machen denn diese Eltern machen in ihren alten Stil weiter ohne zu erkennen dass sie der Grund sind warum die Jugendlichen weg von ihnen mussten

Kommentar von nurbilligwillig ,

Leider zeigt die Erfahrung, dass die Familie oft die Ursache ist, warum so eine Situation erst ensteht und professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird. Auch in diesem Fall war die Familie ja offensichtlich nicht in der Lage gewesen, das Problem zu lösen, sonst wäre die Tochter ja gar nicht erst in die Klinik gekommen.

Kommentar von auchmama ,



Leider zeigt die Erfahrung, dass die Familie oft die Ursache ist, warum so eine Situation erst ensteht und professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird. Auch in diesem Fall war die Familie ja offensichtlich nicht in der Lage gewesen, das Problem zu lösen, sonst wäre die Tochter ja gar nicht erst in die Klinik gekommen.


Sorry, aber diese Worte sind mir persönlich einfach zu pauschal!

In der Frage und auch in den Kommentaren, steht kein einziges Wort, welche psychische Erkrankung die Tochter tatsächlich hat oder warum der Therapeut eine Rückführung in die Familie ablehnt!

Es ist nur logisch, dass Kinder und Jugendliche in dem Alter, in einer Familie leben - wo denn auch sonst? Darum ist es aber lange noch nicht logisch und die einzig nachvollziehbare Erklärung, dass die Tochter durch das Familienleben erkrankt ist!

Sobald Kinder in die Krippe oder in den Kindergarten kommen, gibt es Einflüsse von außen. In der Schule dann auch Mobbing o.ä.! Man sollte sich doch bitte nicht so verallgemeinernd aus dem Fenster lehnen und und die Problematik nur und ausschließlich in der Familie suchen! Solche Worte lesen sich für mich dann doch eher, wie die eines lebensfremden Therapeuten, der nur stur mit Tunnelblick nach seiner eigenen Sichtweise geht! Doch, sowas gibt es leider auch  :-(

Kommentar von nurbilligwillig ,

Wie ich bereits in einem anderen Kommentar geschrieben hatte, ist es mir durchaus bewusst, dass es auch unfähige Therapeuten gibt und dass Therapeuten, wie im übrigen jeder andere Mensch auch, sich irren können. Insofern hatte ich der Fragestellerin ja auch ergebnisoffen verschiedene Optionen dargelegt. Keiner von uns, denke ich, kann sich aus den vorliegenden Fakten ein Urteil erlauben.

Ich finde aber schon, dass bei einigen Kommentaren hier, auch bei denen von Dir, eine deutliche Voreingenommenheit zu Tage tritt.

Im Gegensatz dazu habe ich mich hier definitv nicht so geäußert, dass "die Problematik nur und ausschließlich in der Familie zu suchen" sei. Im Gegenteil! Aber offensichtlich ist es das, was Du da herauslesen willst.

Fakt ist aber auch, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen, die therapeutische Hilfe aufsuchen mit einem Problem kommen, das in der familiären Situation seinen Ursprung hat. Das hat mit "lebensfremd" und "nur stur mit Tunnelblick nach seiner eigenen Sichtweise geht" oder Verallgemeinerung überhaupt nichts zu tun, sondern das ist leider traurige Realität.

Natürlich kommt es auch vor, dass Menschen aus den von Dir genannten Gründen professionelle Hilfe aufsuchen und möglicherweise ist das in diesem Fall auch so, aber das habe ich ja bereits schon geschrieben...

Ich denke, Du wirst gute Gründe dafür haben, dass Du Dich hier so aufregst, aber dennoch muss ich Dich an die Nettiquette erinnern und Dich bitten, sachlich zu bleiben und nicht persönlich zu werden, nur weil Dir meine Meinung nicht genehm ist!

Kommentar von auchmama ,

aber dennoch muss ich Dich an die Nettiquette erinnern und Dich bitten, sachlich zu bleiben und nicht persönlich zu werden,

Falls Du mich damit meinst, wo meinst Du die Bedürftigkeit eines solchen Hinweises erlesen zu haben? ^^

Ich denke, Du wirst gute Gründe dafür haben, dass Du Dich hier so aufregst,

Wie immer bin ich die Ruhe selber ;-)

Und wenn man lange genug mit Menschen zu tun hat, kommt noch eine weitere Erfahrung dazu:

"Beim Therapeuten sitzen ganz oft die Falschen!"

Entspannte Grüße

Kommentar von nurbilligwillig ,

Ich denke, Dein Kommentar spricht für sich. Für mich ist hiermit die Konversation beendet.

Kommentar von auchmama ,

Danke! Erspart dem FS vielleicht weitere Missverständnisse.

Alles Gute für Dich ;-)

Antwort
von trinacvalecnik, 74

Ihr müsst als Familie zusammen halten und auch als Familie für eure Tochter da sein und das geht nur wenn sie bei euch ist. Und ihre Tochter ist 16!! Das ist kein Alter wo sie komplett selbstständig sein sollte. Sie braucht ihre Eltern! Ich bin entsetzt was dieser Psychologe denkt und sagt! Das ist pädagogisch überhaupt nicht sinnvoll. Lassen sie ihre Tochter entscheiden aber eigentlich sollte sie gerade nach so einer schweren Zeit ihre Eltern an ihrer Seite haben, ansonsten fällt sie wieder in so ein loch. Wenn es ihr nicht gut geht/ging wegen Stress in Alltag, wie soll sie alle ihre Probleme alleine bewältigen können?! Sie braucht jemanden der sie jetzt stützt und sie sich alleine zu überlassen ist ein no go. Tut mir leid wegen meint Heftigkeit aber ich bin wirklich erschüttert. Bitte, ich hoffe dass Sie nicht die falsche Entscheidung treffen ansonsten wer weiß was mit ihrer Tochter dann passiert, wenn es ihr so schon schlecht geht.

Kommentar von Wandsbekerin ,

Das Problem ist, dass von dieser Station jugendliche Patienten immer sehr schnell in eine WG weiter empfohlen werden - und der Arzt/Therapeut sich anscheinend nicht vorstellen kann, dass es in der Familie besser sein kann als in der WG - naja, die meisten Fälle dort sind auch so. Leider hält meine Tochter so viel von ihm, so dass unser Wort nicht viel gilt. Wenn wir es jetzt auf eine Konfrontation ankommen lassen, haben wir Angst, sie zu verlieren oder in eine noch größere Krise zu stürzen...

Kommentar von newcomer ,

was sind denn die Gründe warum Tochter zu KJP gekommen ist denn einfach mal so kommt da niemand hin. Welche pschischen Belastungen war Tochter ausgesetzt ?

Antwort
von auchmama, 57

Ich würde mir eine weitere Meinung einholen!

Es ist schwierig hier einen wirklich brauchbaren Rat zu geben, weil man die gesamte Geschichte nicht kennt.

Ich persönlich würde aber eher dazu tendieren - Eure Tochter war jetzt eine ganze Weile von Euch getrennt, ist erst 16 Jahre alt und die Probleme die sie hatte/hat, haben sich wohl offensichtlich durch die Distanz zu den Eltern nicht gebessert, oder?

Wenn das Mädel jetzt wieder zu Euch möchte, würde ich das durchaus in Erwägung ziehen, dieses Vorhaben auch umzusetzen.

Irgendwie erschreckt mich die heutige Einstellung von vielen "Geschulten", dass die jungen Menschen förmlich in eine frühe Selbstständigkeit gedrängt werden und das sogar dann, wenn es bereits Problemchen gibt.

Ihr seid die Eltern, Ihr kennt Eure Tochter besser als jeder andere. Ihr habt das Sorgerecht und wohl auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Es gibt Möglichkeiten der ambulanten Therapie und vielleicht hilft es Eurem Kind ja, wenn sie jetzt in ihr häusliches Umfeld zurück kehrt und wieder ein wenig Nestwärme spürt!? 

Zwischen wissenschaftlicher Theorie und menschlicher Praxis klaffen leider oft Welten. Da hilft es evtl. manchmal mehr, wenn man mal auf das eigene Bauchgefühl hört!

Übrigens lag früher mal die Grenze zur Volljährigkeit bei 21 und manchen jungen Menschen würde es auch in der heutigen Zeit gut tun, wenn man ihnen ausreichend Zeit für ihre persönliche Entwicklung lässt. Es kann nämlich auch nicht jeder mit 1 Jahr laufen oder mit 3 perfekt sprechen. Warum müssen dann alle mit 16 oder 18 selbstständig sein?

Mich wundert es ganz ehrlich gesagt inzwischen nicht mehr, dass viele junge Menschen psychische Probleme haben. Es geht doch nur noch um Leistung und Selbstständigkeit - da bleiben einige Menschen leider auf der Strecke :-(

Alles Gute wünsche ich Euch und ganz besonders Eurer Tochter!

Kommentar von linksgewinde ,

Obwohl ich dir bei allem zustimmen möchte, hast du doch etwas ganz elementares übersehen: Das persönliche Umfeld indem sich ein Mensch bewegt erkennt Veränderungen, Ängste, Depressionen nicht, oder oft sehr spät, zu spät. Manchmal erst, wenn das Kind sprichwörtlich "in den Brunnen gefallen ist". Für Mutter, Vater u.s.w. ist das Verhalten eines Kindes unter Umständen normal, was für einen Dritten durchaus sofort als pathologisch zu erkennen ist.

Kommentar von auchmama ,

In diesem speziellen Fall befindet sich die junge Dame allerdings bereits in Behandlung und das wohl schon etwas länger!

Wer hat denn Deiner Meinung nach dafür gesorgt, dass die junge Dame in ärztliche Behandlung kommt?

Grundsätzlich stimme ich Dir bei Deinen Ausführungen zu - aber - junge Menschen, im Alter von 16 Jahren, sind innerlich noch nicht so gefestigt, dass sie vielleicht auch die "Unsinnigkeit" einer therapeutischen Empfehlung einfach so hinnehmen.

Wenn sich die Eltern keine Gedanken dazu machen würden, dann gäbe es die Frage hier nicht. Und weil wir alle die genauen Hintergründe eben nicht kennen, ist es müßig nur nach den therapeutischen Gesichtspunkten zu argumentieren!

Die Psyche eines Menschen lässt sich extrem schwer ergründen. Und nur weil jemand ein Studium zum Thema absolviert hat, muss er noch lange nicht für alles die passende Lösung parat haben.

Auch ein Therapeut schöpft sein Wissen oft aus eigenen Erfahrungen bzw. dem, was anderen vielleicht schon mal geholfen hat. Das muss aber noch lange nicht das ultimative Patentrezept für jeden sein!

Kommentar von nurbilligwillig ,

Und was ist, wenn die familiäre Situation dazu geführt hat, dass die Tochter krank geworden ist?

Kommentar von auchmama ,

Und was ist, wenn die familiäre Situation dazu geführt hat, dass die Tochter krank geworden ist?

Und was ist, wenn es eben nicht so ist?

Spekulationen helfen doch keinem weiter! Die/der Fragesteller wird sich sicher das aus den Antworten ziehen, was sie/er für zutreffend erachtet........

Kommentar von nurbilligwillig ,

Das hatten wir schon. Es wäre hilfreich, wenn man sich die ganze Konversation durchliest bevor man einen Kommentar schreibt. das erspart Wiederholungen und Missverständnisse.

Kommentar von auchmama ,

Es wäre hilfreich, wenn man sich die ganze Konversation durchliest bevor man einen Kommentar schreibt. das erspart Wiederholungen und Missverständnisse.

Hier stimme ich Dir zu 100 % zu! ^^

Antwort
von Minabella, 86

Eventuell ist ja etwas dran an der Sache oder ihre Tochter war nicht ehrlich aus Angst vor ihrer Reaktion. Ansonsten ist der Therapeut vielleicht wirklich nicht so gut, schwer zu sagen.

Antwort
von Mamacita1234, 92

Redet doch mal mit dem Betreuer alleine wenn nicht alle zusammen :)
LG

Antwort
von cinegrah, 132

Therapeuten müssen nicht immer Recht haben, das ist leider Realität.
Besprecht das nochmal mit einem Arzt oder unvoreingenommenen Psychologen eures Vertrauens :)

Kommentar von glaubeesnicht ,

Unfähige Therapeuten haben oft schon Familien zerstört.

Kommentar von cinegrah ,

Genau. Leider..

Kommentar von nurbilligwillig ,

Ich zweifle nicht daran, dass es unfähige Therapeuten gibt. Aber woher beziehst Du das Wissen, dass "unfähige Therapeuten schon oft Familien zerstört" haben sollen? Hast Du dazu eine Untersuchung/Studie gelesen oder durchgeführt?

Es ist aber leider sehr gut belegt, dass Familien immer wieder der Grund sind, warum Menschen mit psychischen Problemen professionelle Hilfe aufsuchen. Nur ein Bruchteil der Betroffenen sucht Hilfe beim Therapeuten, weil es außerhalb der Familie/Partnerschaft zu Problemen/Traumatisierungen gekommen ist bzw. weil die psychische Störung durch genetische Veranlagung/äußere Einwirkung verursacht worden ist.

Kommentar von cinegrah ,

Ich bin absolut der Meinung, dass eine fundierte Psychotherapie eine gute Maßnahme sein kann, und auch vielen Menschen helfen könnte. Auch ermutige ich immer wieder, sich solche Hilfe zu suchen - allerdings mit dem Vorbehalt, dass man auch psychologisch ausgebildete Fachkräfte kritisch beurteilen muss!

Aus eigener (familiärer) Erfahrung habe ich nämlich schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht mit Therapeuten, die sich nicht intensiv mit ihrem Patienten auseinander setzen und somit Schaden anrichten, weil sie nur ihren "Standart" abrollen.

Wir alle sind nur Menschen, von denen viele ihren Job gut machen, und eben auch viele nicht...

Kommentar von auchmama ,

@cinegrah - ich stimme Dir in allen Punkten zu!

Die Zeiten, in denen Patient und Angehörige, ohne jeden Zweifel einem Arzt vertrauen "sollten", sind wohl inzwischen Geschichte!

Und wer damit noch keinerlei Erfahrungen gemacht hat, lebt vielleicht mit dem Trugschluss, der Onkel Doktor hat studiert und somit immer recht.........

Kommentar von cinegrah ,

Das hast du sehr gut in Worte gefasst :)

Antwort
von Alpako995, 77

vielleicht ist es besser so?

oder ein anderen Therapeuten nehmen....

Antwort
von linksgewinde, 65

Der Arzt/Psychologe ist ein Berater, sonst nichts. Wenn Tochter heim will, wird Tochter heimgehen. Wenn sie nicht will, liegt es nicht am Berater.

Kommentar von derdorfbengel ,

Wie wunderbar! Da sagt einer kurz und knapp, was man selbst hätte sagen müssen.

Kommentar von Wandsbekerin ,

naja, ganz so einfach ist es leider nicht. Meine Tochter ist psychisch so instabil, dass sie halt, wenn der Therapeut ihr rät, nicht wieder zu uns zu ziehen, sie anfängt, das auch so zu sehen. Und dadurch, dass sie jetzt auf der Krisenstation ist, können wir auch nur noch wenig mit ihr reden (2x in der Woche Besuchszeit)...

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