Frage von HaukePauke, 131

Hallo, was passiert einem Ehemann, wenn er keinen Trennungsunterhalt, an seine nicht erwerbstätige Ehefrau bezahlen will?

Meine Bekannte hat sich von ihrem Ehemann getrennt und war auch schon beim Anwalt. Dieser forderte ihren Mann auf einen angemessenenen (Gehaltsabrechnung lag vor) Trennungsunterhalt zu zahlen, mit Fristsetzung. Die "Gegenseite" hat sich daraufhin ebenfalls Rechtbeistand geholt (völlig korrekt). Doch er hat die Frist der Überweisung praktisch verstreichen lassen. Er muss jetzt die letzten 12 Gehaltsabrechnungen zu schicken. Was ist denn, wenn er einen auf "pleite" macht, obwohl er Vollzeit arbeitet und gut verdient? Es gibt eine Immobilie ein Auto usw. nur diese Meinung seiner Frau steht nichts zu... kann nicht sein. Sie waren 20 Jahre verheiratet und haben 2 Kinder. Ein Erwachsenes Kind, lebt nicht mehr zu Hause und einen bald 18 jährigen der noch beim Vater im Haus lebt. Das dies alles vom Anwalt geklärt wird ist klar, aber die Gegenseite kann nicht anders berechnen oder doch? Die Frau wohnt derzeit bei einer Freundin und hat auch keinen Cent in der Tasche. Sie kann sich erst in 5 Monaten wegen Krankheit um einen Job kümmern, da sie 25 Jahre nur Hausfrau war und die gemeinsamen Kinder erzogen hat. Jetzt will ihr Mann nichts zahlen ?? Wo leben wir eigentlich?

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Antwort
von sassenach4u, 93

Sie soll sich an das zuständige Sozialamt wenden.

Kommentar von sassenach4u ,

Wenn das Haus ihr zu 50% gehört und vlt. auch schon bezahlt, dann steht ihr Nutzungsentschädigung zu. die deshalb, weil er im Haus wohnen bleibt und den Wohnwerten Vorteil hat, sie dagegen sich eine Wohnung nehmen muss, egal, ob sie gegangen ist oder nicht.

Es sind 50% einer ortsüblichen Miete für ein solches Haus, den Mietspiegel findet man überall. Nutzungsentschädigung muss erst gezahlt werden ab Forderung. Sie sollte ihren Anwalt drauf ansprechen, siehe hier

http://www.iww.de/fk/archiv/nutzungsentschaedigung-das-im-miteigentum-stehende-f...

Der Anwalt sollte mal freundlich damit drohen, im schlimmsten Fall einen Titel bei Gericht zu erwirken, vlt. hilft das.

Antwort
von TimmyEF, 114

Erst mal geht das Kind vor. Dann die Ehefrau. Sie sollte sich umgehend auf dem Arbeitsamt melden um wenigstens ALG2 zu erhalten

Kommentar von HaukePauke ,

es steht ihr aber Unterhalt zu

Kommentar von MenschMitPlan ,

Wenn sich die Streitigkeiten sich hinziehen, wovon will sie leben? Deshalb ist der Hinweis auf die Antragstellung von ALG II durchaus berechtigt.

Kommentar von vwzicke64 ,

Erst steht mal dem Kind Unterhalt zu, dass beim Vater lebt und dass den hat die Kindesmutter zu zahlen

Antwort
von oxygenium, 90

Ich weis ja nicht welches Scheidungsurteil da vorliegt,aber wenn der Mann zu Unterhalt verpflichtet ist sollte es schon versuchen zu zahlen.

Anzuraten wäre sicherlich mit dem Rechtsanwalt der Gegenseite Kontakt aufzunehmen,sonst steht unter Umständen die Polizei vor der Tür und dann wird es eng.

Und wenn ich lese,"das Mann" schreibt sie war "nur Hausfrau"...kriege ich ne Krawatte.

Solche Frauen leisten außergewöhnliches und müssten vom Staat sogar bezahlt werden.

Schönen Gruß an deinen Freund oder bist du das selbst?

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