Frage von GeraldineMaya, 83

Hallo, was MUSS man wirklich! Ich überlege schon eine Weile, und habe bis jetzt: sterben und die Konsequenzen für das eigene Handeln tragen. Was denkt ihr?

Fällt euch noch etwas ein, was man machen muss, oder habt ihr Gründe, weshalb meine Punkte sich als falsch erweisen können?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von regex9, 42

Man muss

  • existieren (für den Moment, denn wir können nur über unsere Zukunft entscheiden)
  • sich entscheiden (für was auch immer, zu einem belieb bestehenden Problem, in unbestimmter Reihenfolge)
Antwort
von RevatiKKS, 19

Neben schlafen, essen und trinken und den sich daraus ergebenden Ausscheidungen muss man zum Beispiel auch dafür sorgen, dass man pünerhaupt etwas zu essen und zu trinken hat. Also dafür arbeiten. 

Wenn man sich dieser Notwendigkeit entzieht, dann wird man als Konsequenz daraus entweder sterben, oder (wenn man in einem reichen Land lebt) von sozialen Leistungen leben. Was aber, wenn man das unnötigerweise ausnutzt auch wieder zu karmischen Folgen führt.

Genau genommen haben die Menschen gar nicht so viel Freiheit, wie sie sich meistens einbilden. Neben den körperlichen Bedürfnissen ist man in ein gesellschaftliches System eingebunden, dass einem wenig Spielraum lässt.

Die hier aufgestellte Behauptung man müsse die Konsequenzen für sein eigenes Handeln nicht tragen spiegelt den gegenwärtigen Zeitgeist wieder - tu was immer dir Spaß macht, genieße dein Leben und mach dir keine Gedanken um irgendwelche negativen Folgen. 

Darauf möchte ich doch noch näher eingehen, denn das ist nicht nur kurzsichtig gedacht, sondern auch gefährlich. Es fordert die Menschen geradezu dazu auf, sich über alle religiösen bzw. moralischen Bedenken hinwegzusetzen, da sie ja angeblich keine Konsequenzen zu fürchten haben. Karma und Wiedergeburt wurde im Christentum aus machtpolitischen Gründen kurzerhand abgeschafft. Ich gehe mal davon aus, dass niemand an all die weitreichenden Auswirkungen gedacht hat.

Heute leben wir in einer "Konsum- und Spaßgesellschaft". Erlaubt ist, was Spaß macht, sozialen Status definiert sich am Besitz. Davon leben die Produzenten all des verkauften Unsinns mehr als nur gut. 

Und die Menshcen werden mehr und mehr zu freiwillig schuftenden Sklaven ohne sichtbare Ketten. Ihre Ketten sind die Sucht nach Ansehen und Konsum. 

Antwort
von MrHilfestellung, 56

Die Konsequenzen für das eigene Handeln muss man nicht tragen, man sich beispielsweise auch durch Selbstmord dem entziehen.

Das Einzige, was man wirklich tun muss im philosophischen Sinne, ist sterben. 

Kommentar von regex9 ,

Darüber habe ich eben auch gerade nachgedacht. Dabei habe ich mir die Frage gestellt, ob ein Entziehen aus einer Konsequenz nicht auch eine Art der Verarbeitung/Verantwortungsannahme ist. Des Weiteren liegt praktisch gesehen eine zeitliche Differenz zwischen Handlung und Suizid. In diesem Zeitraum muss man Konsequenzen für das eigene Handeln annehmen. Seien es ein schlechtes Gewissen, Alltagsnüchternheit, Leere, Strafe oder was auch immer.

Gäbe es keine zeitliche Differenz, wäre der Tod die Konsequenz selbst, die aus dem Handeln entsteht.

Antwort
von koraline, 10

Vom Sterben und den Konsequenzen des eigenen Handelns kann man sich nicht entziehen, das Treffen von Entscheidung sehe ich da eingeschlossen.. Was man aber noch tun müsste, ist, sich zu fragen, warum lebe ich hier, was soll ich tun? Weiß man es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht, dann bringt die Zeit evtl. mehr Selbsteinsicht und bis dahin muss man sich um die notwendigen Bedürfnisse des physischen Körpers kümmern, damit der überleben kann. 

Antwort
von sternchen01973, 45

Essen, trinken, schlafen, Blase und Darm entleeren. Ohne diese alltäglichen Dinge lebt man nicht wirklich lange oder hat starke gesundheitliche Einschränkungen. Man kann sie zwar hinauszögern, aber nicht auf dauer.

Antwort
von Patrickson, 26

Kein Mensch kann die Konsequenzen seines Handelns tragen, da er schlichtwegs kaum eine Ahnung hat, welche Konsequenzen sein Handeln hat. Er kann sich darüber Gedanken machen, welche Konsequenzen sein momentanes Handeln haben könnte, sein Handeln danach richten, und aus Fehlern lernen. Er kann danach streben ein ehrlicherer Mensch zu werden und ein liebevollerer Mensch zu werden, oder er kann sich dagegen entscheiden und sich dafür entscheiden nach anderem zu streben, wie etwa Macht, Lustbefriedigung usw. - Man kann weder Geboren werden müssen, noch kann man sterben müssen. Beides sind vollendete Tatsachen und unserem Wollen, sollen, dürfen, müssen, usw. gänzlich entzogen. Man kann auch nicht Mensch sein müssen, den wenn man ein Mensch ist, besteht keinerlei Wahlmöglichkeit, etwas anderes zu sein. Müssen kann man nur etwas, zudem man auch "Nein" sagen kann. Der Tod lässt sich weder befehlen noch verhindern. Er findet dann statt wenn er stattfindet. 

Kommentar von regex9 ,

Die Konsequenzen für das eigene Handeln tragen zu müssen, setzt meiner Meinung nach nicht voraus, über die Konsequenzen Bescheid wissen zu müssen. Denn wenn ich handle, erlebe ich eine Reaktion (bewusst oder unbewusst), ob ich will oder nicht.

Kommentar von Patrickson ,

Dass ein Mensch die Konsequenzen seines Handeln tragen muss, setzt Gerechtigkeit voraus. Wer ist der Richter? Recht und Gerechtigkeit sind nicht dasselbe. Ich stimme dir zu, dass mein Handeln eine Reaktion erzeugt, aus dieser Reaktion kann ich unterschiedliche Schlüsse ziehen und meinerseits unterschiedlich reagieren. Es stellt sich die Frage wann und inwiefern ich die Konsequenzen meines Handelns tragen muss und wer entscheidet darüber, was die Konsequenzen meines Handelns sind? 

Kommentar von regex9 ,

Dies wäre also eine sozialwissenschaftliche Perspektive, bei welcher angenommen wird, dass die Konsequenz eine positive oder negative Strafe auf ein Handeln bezeichnet. In dem Sinne stimmt es. Eine Konsequenz, die nicht bewertet werden kann, ist nicht tragbar, da nicht bekannt oder existent.

Ich hingegen habe das Wort Konsequenz als eine Folgerung definiert, die aufgrund ein beliebiges Handeln folgt. Wie die Folgerung selbst aussieht, wäre mir egal. Nur die Tatsache, dass sie immer vorkommt, wäre für mich entscheidend.

Kommentar von Patrickson ,

Ich stimme deiner Ansicht voll zu! Das Dilema besteht darin, dass diejenigen, welche sich dieser Tatsache bewusst sind, selbstverständlich verantwortung für ihr Handeln übernehmen, wärend diejenigen, welche keine Verantwortung für ihr handeln zu tragen bereit sind, diese Tatsache schlichtwegs egal ist. 

Antwort
von reinermich, 11

Versuche gewissenhaft aufzuarbeiten, was in deinem bisherigen Leben nicht håtte sein dürfen oder sollen und versuche es besser zu machen.

Antwort
von sgn18blk, 42

Sich entscheiden.

Antwort
von Aliha, 28

Es gibt nur 3 Dinge die mann muss, und alle fangen mit "s" an:

 1. sterben

 2. sch....en

 3. Steuern bezahlen

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