Hallo, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Panzerabwehrkanonen und Artillerie, abgesehen davon wie man zielt?

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5 Antworten

Artillerie, große Kanonen mit viel Bums.

PAK, große Kanone mit viel Bums gegen Panzer.

FLAK, große Kanone mit viel Bums gegen Flugzeuge.

Haubitze, große Kanone mit viel Bums im hohen Bogen.

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Eine PAK ist Artillerie aber nicht jede Artillerie ist eine PAK.

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Kommentar von Werdande
30.10.2016, 22:26

Mörser, viel Bums, noch höherer Bogen.

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Die Art der Munition incl. ihrer primären Funktions- und Steuerungsauslegung, sowie auch die Reichweite. Artillerie / Haubitzen werden eher auf Distanz positioniert und per Aufklärung eingewiesen, wogegen direkte Panzerabwehr auf Nahbereich und direkte Sicht ausgelegt ist.

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Artillerie ist zunächst einmal eine Waffengattung. Sie umfasst heutzutage Rohr- und Raketenartillerie. Weitere Unterteilungen oder Spezifizierungen wären Fla-Artillerie (auch wieder Rohr=Geschütz und Rakete), Marine-Artillerie, unterteilt in Schiffs- und Küsten-Artillerie (Unterteilung wie vor), Heeres-Artillerie, Luftwaffen-Artillerie.

Weitere Unterscheidungen wären (waren) fest eingebaut, beweglich (gezogen, selbstfahrend). Dazu kämen die einzelnen Geschütz-/Raketentypen.

Panzerabwehrkanonen sind eigentlich spezialisierte Geschütze (Kanonen) zur Panzerbekämpfung, es gibt allerdings auch Sprenggranten zur Bekämpfung ungepanzerter Ziele.

Gezielt wird bei einer PaK im direkten Richten mit einer Zieloptik, heutzutage auch mit Computerunterstützung.

Bei Artillerie-Geschützen / -rakten wird indirekt gezielt. Früher nach Sicht, später mit Hilfe von Tabellen, Maßtafeln, Funkmessortung/RADAR in Verbindung mit Feuerleitrechnern.

Übrigens: die diversen Formen der Katapulte in früheren Zeiten zählen auch zur Artillerie.

Und wenn Du Dir den Film "Königreich der Himmel" ansiehst, gibt es da eine Stelle, bei der die Verteidiger Jerusalems ihre Katapulte einschießen, d. h. sie markieren unterschiedliche Einschlagstellen / Entfernungen mit weißem Pulver, um dann im Falle des Angriffs mit entsprecheder Katapultstellung (oder auch "Schußspannung") bzw. entsrechenden Geschossen möglichst genau zu treffen. In einer späteren Einstellung sieht man dann die Angreifer (Sarazenen) diese Stellen passieren, ohne dies zu beachten, während die Katapulte der Verteidiger besser treffen, als bei früheren Angriffen.

Und wenn Du mal eine alte Bunkerstellung mit Geschützen, etwa an der Grenze zu Frankreich (Maginot-Linie) oder Schweiz-Deutschland (Festung Reuenthal) besuchst, diese Geschütze schossen nach Karten. Hier hat man die Ziel-/Trefferbereiche vermessen und auf Karten übertragen, die dann mit den Richtmitteln (Zieleinrichtungen) der Geschütze gekoppelt wurden. Das war zwar kein Präzisionsschießen, aber dank der Sprengmunition konnten so Flußübergänge, Straßenkreuzungen, Bahnlinien etc. verteigt werden, ohne die Bedienungsmannschaften zu exponieren.

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PAK schießen auf relativ kurze Distanz mit panzerbrechender Munition mit einer flachen Flugbahn.

Artillerie schießt auf große Distanz, mit unterschiedlicher Munition (abhängig vom Ziel) mit einer hohen Flugbahn.

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Der Hauptunterschied ist die verwendete Munition. Dazu kommen noch Reichweite und Flugbahn.

Artillerie ist darauf ausgelegt auf große Entfernungen einen gewissen Flächenschaden zu verursachen. Panzerbrechende Munition ist darauf ausgelegt auf relativ geringe Entfernung konzentriert auf eine geringe Fläche zu wirken und die Panzerung zu durchschlagen.

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