Frage von bluna1, 82

Hallo, unsere Tochter besucht die 9 Klasse auf einem allgemeinbildendem Gymnasium. Denken über einen Schulwechsel?

Der Leistungsdruck auf dieser Schule ist sehr stark. Wir denken über einen Schulwechsel nach. Natürlich ist es auf anderen Schulen nicht einfacher, dass wissen wir auch. Jedoch ist mittlerweile sehr schwer für sie damit klarzukommen. Wir möchten es ihr auch nicht länger zumuten, da es ihre Gesundheit auch mitnimmt. Es wäre sehr hilfreich, wenn jemand uns eine Schule vorschlagen kann, welche sein Kind besucht und uns hier Erfahrungswerte mitteilen könnte. Weiterhin wäre es hilfreich eine Schule im Raum Böblingen oder Stuttgart zu nennen, welche mehr auf die Kinder eingegangen wird, oder eine Schule die G9 anbietet wäre auch sehr hilfreich. Besten Dank im voraus. Wir hoffen auf positive Antworten.

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Gymnasium & Schule, 10

Versetzung in Klasse 10 bedeutet formal Hauptschulabschluss.

Damit könnte sie auf eine Berufsfachschule beliebiger Ausrichtung (z.B. kaufmännisch) gehen. Dürfte bei weitem nicht so schwierig sein wie ein Gymnasium. Hier mal ein Bsp. in Böblingen:

http://www.ks-bb.de/wirtschaftsschule-bfw

Antwort
von Kuro48, 20

Eh man die Schule wechselt sollte man erst einmal klären woran es liegt. Ist es die Schule? Das Tempo? Der Stoff?

Eine Schule kann einen Unterschied machen, dem stimme ich zu, ebenso das 13 Jahre die Sache leicht erleichtert, da nicht gnadenlos der Stoff durchgeprügelt wird. Am Ende werden die Lehrer aber trotzdem viel fordern und das Abi wird vom Umfang dasselbe sein.

Was da manchmal helfen kann ist auch ein berufsbezogenes Gymnasium mit allgemeinem Abitur, denn hier wird auch auf Realschüler eingegangen die zuvor den Stoff anders vermittelt bekamen als Gymnasiasten. Das ist aber wieder eine Sache des Schuljahres, da diese Schulen die Schüler erst ab Jahrgang 11 einsammeln.

Sollte allerdings wirklich das Kind nur leiden und in fast keinem Fach nachkommen, würde ich auch den Gedanken einer Realschule nicht abtun. Es hat schlicht und ergreifend keinen Sinn ein Kind durch eine Schulform durch zu prügeln, weil man will, dass das Kind den Abschluss macht. Damit tut man niemanden einen gefallen und falls es beruhigt, gerade berufsbezogene Gymnasien sind (wie gesagt) gerade für Realschüler da, die ein Abitur machen wollen. Ich vermute so eines wird es bei euch auch geben, dass ein allgemeines Abitur ausstellt. In dem Fall solltet ihr selbst aktiv werden und Infos suchen und wenn das Kind jetzt schon in Klasse 7, 8 oder 9 oder wo auch immer in der Unterstufe leidet die Realschule vorziehen. So kann es später ein Abitur machen (den erweiterten Realschulabschlus vorrausgesetzt, ist aber auch abhängig vom Bundesland) und trotzdem die Schulzeit vernünftig verleben. Am Ende hat das so auch keinen Sinn, da alles was nicht verstanden wird als Altlasten mitgeschleift wird und so spätere Themen auch nicht verstanden werden.

Ich würde erst einmal also ein Gespräch mit den Lehrern anraten, einen genauen Blick auf das Leistungsvermögen und den Willen des Kindes und dann schauen ob man ein anderes Gym testet oder den Strich zur Realschule zieht.

Antwort
von sungirl2000, 13

Darf ich fragen, auf welche Schule sie geht? Ich gehe nämlich selber in Sindelfingen zur Schule. Ich bin auch auf einem allgemeinbildenden Gymnasium (11.Klasse) und ich denke, das ist auf allen Gymnasien hier ähnlich. Freunde von anderen Schulen haben mir das auch bestätigt. Vielleicht wäre ja der Wechsel auf eine Realschule oder ein berufliches Gymnasium (Midred-Scheel oder wie das heißt in Böblingen z.B.) eine Überlegung wert, die bieten teilweise auch G9 an soweit ich weiß.

Antwort
von TheTrueSherlock, 31

Ja würde vielleicht auch über einen Wechsel zu einer Realschule nachdenken. Denke Gymnasium ist allgemein schwerer und ein Schulwechsel wird da vielleicht nicht komplett helfen.

Ihr könnt vielleicht euch über Schulen in der Nähe informieren (Internet, persönlich vorbeigehen) und vielleicht auch anfragen, ob eure Tochter dort besser gefördert und besser aufgehoben wäre.

Inwiefern nimmt das ihre Gesundheit mit? Psychisch gesehen? Was hat sie?

Kommentar von bluna1 ,

Sie klagt sehr oft über Kopfschmerzen und wird auch oft krank

Kommentar von screekhd ,

Wenn sie dem Druck nicht standhalten kann wäre ein Wechsel auf die Realschule vielleicht doch nicht so abwegig.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Hm okay. Geht sie denn noch gerne zur Schule? Wie sind die Noten? Es ist vielleicht echt gut, wenn man erst schaut wo genau das Problem liegt. Kann sie sich schlecht konzentrieren?

Antwort
von tiniwuzz, 20

Zumindest in Bayern gibt es die staatliche Schulberatung. Die kennen alle Schulen und alle Möglichkeiten.

Antwort
von screekhd, 44

Der Leistungsdruck ist, egal ob G8 oder G9, gleichermaßen hoch. Vielleicht sollten Sie es in Erwägung ziehen, ihre Tochter auf eine Realschule schicken, was meiner Meinung nach die beste Lösung wäre.

Ansonsten muss ihre Tochter eben die Arschbacken zusammenkneifen und eventuell auf Hobbies oder dergleichen verzichten, um einfach die angeforderte Leistung zu bringen.

Kommentar von Blitz68 ,

aber im G9 Modus hätte das Kind mehr Zeit seine Persönlichkeit zu entwickeln und zu reifen

Kommentar von screekhd ,

Es tut mir leid aber das ist Schwachsinn. Ich gehe auf eine Schule mit G8 System und konnte meine Persönlichkeit auch "entwickeln". Ein Jahr mehr oder weniger machen auch keinen Unterschied.

Kommentar von Kuro48 ,

G8 oder 9 ist keine Entwicklungsgeschichte sondern eine Sache der Lehrstoffvermittlung. 13 Jahre strecken den Stoff etwas da man das Material für 12 Jahre (gerade zu Beginn von G8) nicht vernüntig gekürzt hat sondern einfach alles von 13 in 12 Jahre gestopft hat.

Die Persönlichkeit sollte sich immer bilden können wenn eigene Leistungsmöglichkeit und Schulform passen. Schon 16/17 Jährige müssen schließlich auch schon bereit für das Arbeitsleben sein. Dem hingegen hat ein Abiturient 2 bis 3 Bonusjahre. Ansonsten gibt es noch immer die Chance ein Jahr ins Ausland zu gehen, Jahrespraktika zu machen oder ein FSJ etc. wenn man meint seinen Einstieg ins Berufsleben noch etwas verzögern zu müssen.

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