Frage von Katrin2445, 46

Hallo, unser Verein hat auch eine Schatzmeisterin. Diese ist jedoch gleichzeitig Angestellte für die gesamte Buchführung. Ist das überhaupt gesetzmäßig?

Antwort
von heide2012, 24

Das musst du in eurer Vereinssatzung nachlesen, die hier niemand kennt und auch nicht kennen kann.

Sollte dort nichts darüber stehen, so ist doch das eigentlich eine ganz praktische Lösung, eine Schatzmeisterin "vom Fach" zu haben.

Du kannst ja, auch wenn nichts in der Satzung steht, das aber für dich ein "Geschmäckle" hat, die Abwahl fordern. Aber wer böte sich denn sonst noch für solch ein undankbares Amt überhaupt an?

Das die Schatzmeisterin jedes Jahr ausführlich Bericht erstatten und Rechenschaft ablegen muss, haben doch alle Mitglieder die Kontrolle.

Kommentar von Katrin2445 ,

Wäre ja schön, wenn es so wäre. Zur Erklärung: wir sind ein Mehrspartenverein mit 13 Abteilungen und 1200 Mitgliedern. Der erste Vorsitzende bringt Geld, der zweite Vorsitzende gibt es aus und die Schatzmeisterin verbucht das ganze. Eine Kontroll-, Informations- oder Rechenschaftspflicht gibt es nicht. Auch in der Delegiertenversammlung nicht. Da bekommt man 12 Zahlen um die Ohren gehauen (Ideeller/Vermögen/Zweckbetrieb/gew. GB jeweils Einnahmen/Ausgaben/Saldo) und die sind meist fünf- oder sechsstellig. Keiner der Anwesenden kann damit etwas anfangen. Der Jahresabschluss bleibt geheim. Die Rechnungsprüfung findet wohl statt, aber es gibt keine Regelungen dazu, was in welchem Umfang zu prüfen ist. Der Vorstand (jetzt etwa 20 Jahre im Amt) hat sich hier ein kleines Königreich geschaffen und lässt die Mitglieder außen vor...

Antwort
von jfilter, 12

Das ist eigentlich der Normalfall, vielleicht davon abgesehen, dass man denjenigen gleich richtig einstellt und dafür bezahlt aber Schatzmeister sind halt für die Buchführung verantwortlich und ab einem gewissen Aufwand kann man das natürlich auf die eine oder andere Weise vergüten.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 4

Grundsatz: Zulässig. Grundsatz bedeutet, dass es Ausnahmen gibt. Manchmal so viele, dass das den Grundsatz nicht mehr erkennen lässt.

Eigentlich dürfen grundsätzlich Vereinsmitglieder nicht wirtschaftlich profitieren. Vorstandsmitglieder auch nicht.

Das kann Probleme geben, gerade wenn da Unregelmäßigkeiten in Erscheinung treten. Bis hin zur Gefährdung der Gemeinnützigkeit. Sehe ich in so einem Fall nicht.

Bedenklich finde ich natürlich die Verquickung. Die Buchhalterin steht sowieso zwischen Vorsitzenden und Kassierer/Kassenwart/Schatzmeister.

Der eine gibt eine Buchungsanweisung und der andere auch... Was nun?

Die Arbeitnehmerin hat die A...-Karte. Jetzt hat sie die doppelt. Weil sie ganz schlecht sagen kann: Ich habe nur auf Weisung gehandelt.

Aber das Amt Schatzmeister hat ja noch ganz andere Aufgaben. Kann einen Haushaltsplan entwerfen. Hat auf die Zahlungsfähigkeit zu achten. Unterzeichnet den Abschluss oder legt diesen dem Vorsitzenden vor.

Die Frage ist eben auch, wie qualifiziert sind die Kassenprüfer? Haben die beruflich Ahnung oder wie sieht das sonst aus? Fortbildungen vom Verband?

Die Zusammenfassung der Zahlen finde ich nicht negativ oder bedenklich. Außerdem kann man fragen. Konflikte gibt es doch in der Regel dann, wenn die Sparten ungleichmäßig gefördert werden.

Fitness-Sparte gegen Fußball gegen rhythmische Sportgymnastik. Anzahl der Mitglieder, Anzahl der Aktiven, Anzahl der Arbeitsstunden bei gleichwertiger Nutzung von Einrichtungen usw.

Wenn es um dieses Thema geht, dann kann man ja für böses Blut sorgen. Und sowie Vorstand, als auch Schatzmeisterin sollten da ein Interesse haben, dass da nicht irgendwann ein entsprechender Klotz auf den Tisch kommt.

Dagegen kann man aber die Transparenz stellen. Fragen wie eben die Mitgliederverteilung und Unterstützungen der Sparten. Allerdings auch die Aufteilung der Spenden.

Wenn allerdings der Vorsitzende immer wieder eigenes Geld in die Hand nimmt, dann kann das ein Bumerang werden. Wenn der nämlich in der Hauptsache für eine Sparte spendet und ansonsten wird das Geld ordentlich verteilt: Kann man dieses wirklich kritisieren?

Intransparenz bedeutet nicht immer gleich unseriös. Das sollte man nicht in einen Topf werfen. Allerdings wird das oft so bei Menschen ankommen. Kann da nur den Tipp geben, dass man wirklich einen Drahtseilakt darin erkennt und wenn man Reformen will, entsprechend behutsam vorgeht.

Kannst Dich auch gern an mich wenden, wenn Du da Hilfen haben willst.

Viel Erfolg.

Antwort
von DrStrosmajer, 16

Wenn die Vereinssatzung das zuläßt, warum nicht? Es gibt kein Gesetz, das degegen spricht.

Wenn Euer Verein ein e.V. ist, dürfte Eure Vereinssatzung eine jährliche Kassenprüfung vorsehen. Erst die Prüfung ohne Beanstandungen führt zur Entlastung der Schatzmeisterin bzw. des Vereinsvorstandes.

Antwort
von herja, 24

Natürlich.

Antwort
von Rilotex, 25

Ich denke schon Meine Kollegin hier in der Firma übernimmt auch Buchhaltung und Kasse.

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