Frage von LunaPicasso, 51

hallo schöne welt, bekomme ich trotzdem Unterhaltsvorschuss, ( lohn ist gering ) auch wenn die Mitwirkungspflicht des anderen Elternteil fehlt. Danke.?

Antwort
von vdeparty, 35

Hallo Luna,

ein alleinerziehender Elternteil kann Unterhaltsvorschuss beantragen wenn kein oder zu wenig Unterhalt vom unterhaltspflichtigen Elternteil gezahlt wird. Die Unterhaltsvorschusskasse (meistens: Jugendamt) tritt dabei in Vorlage für den unterhaltspflichtigen Elternteil (dies allerdings meines Wissens nach max. 6 Jahre und max. bis zum 12. Lebensjahr des Kindes).

Um Unterhaltsvorschuss beziehen zu können wird eine Beistandschaft für den Kindesunterhalt beim Jugendamt eingerichtet. Das Jugendamt wird quasi damit beauftragt sich um die Unterhaltsangelegenheiten zu kümmern.
Der unterhaltspflichtige Elternteil wird vom Jugendamt dann aufgefordert seine finanziellen Verhältnisse offen zu legen. Tut er das nicht oder kann er nachweisen, dass er zahlungsunfähig ist, wird i.d.R. Unterhaltsvorschuss gewährt.

Beantwortet das deine Frage?

Kommentar von LunaPicasso ,

ja ich danke *

Antwort
von Gerneso, 34

Wenn derjenige nicht zahlt UV beantragen. Das Jugendamt setzt sich dann mit dem zahlungsunwilligen oder -unfähigen auseinander.

Antwort
von wilees, 38

http://www.unterhalt.net/kindesunterhalt/unterhaltsvorschuss.html

Voraussetzungen

Grundsätzlich gilt als eine der Bedingungen ein gemeinsames Zusammenleben von Vater oder Mutter und den jeweils unterhaltsberechtigten Kindern im gleichen Haushalt – ob im eigenen Haushalt oder einem anderen spielt dabei keine Rolle. Weiterhin müssen Kinder folgende Bedingungen erfüllen:

Wohnsitz bzw. der gewöhnliche Aufenthalt liegt in Deutschland

Der/ die Unterhaltspflichtige kommt den Zahlungen des gesetzlichen Mindestunterhalts (Unterhalt für Minderjährige) nach § 1612a Abs. 1 BGB nicht oder nur teilweise bzw. unregelmäßig nach.

Kinder leben beim alleinerziehenden Elternteil und haben zudem

das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet

(der Gesetzgeber geht davon aus, dass mit zunehmendem Alter auch die

besonderen Belastungen im Rahmen der Erziehungen wegfallen).

Kommentar von vdeparty ,

Gut ausgeführt!

Mir ist allerdings immer noch schleierhaft, wer sich diese 12-Jahres-Grenze ausgedacht hat... Als ob Kinder ab 12 Jahren weniger kosten würden... :-/

Kommentar von Gerneso ,

Nun ja, wenn man bei der Wahl der Sexualpartner auch mal darauf achten würde ob die in der Lage wären für ein Kind zu sorgen bräuchte es gar keinen Unterhaltsvorschuss, da derjenige ja seiner Pflicht nachkommen könnte.

Kommentar von wilees ,

Was aber bedauerlicherweise, trotz vorhandenem Einkommen, häufig verweigert wird.

Kommentar von Gerneso ,

Das kann man ja einklagen. Warum sollen dafür Steuergelder ausgezahlt werden?

Kommentar von wilees ,

Das schließt ja nicht aus, dass trotzdem erst einmal Unterhaltsvorschuß geleistet wird.

Wie schon der Name sagt ist es ein Vorschuß und das JA versucht auch die Rückstände beizutreiben. Zusätzlich müssen meist von der Allgemeinheit auch noch die Kosten für Gericht und RA getragen werden um den Unterhalt realisieren zu können.

Kommentar von Gerneso ,

Ja, es gibt ja auch die 6 Jahre den UV. Und mehr ist nicht nötig. Solange dauert das Gerichtsverfahren nicht.

Und wenn man sich einen faulen Erzeuger ausgesucht hat von dem nix zu erwarten ist muss man halt wieder Vollzeit arbeiten.

Kommentar von Menuett ,

Ich könnte Dir zig Namen nennen, wo ein arbeitender Selbständiger sich arm rechnet, wo plötzlich die Next den Vater zu einem Hungerlohn einstellt, wo Arbeitgeber plötzlich Änderungskündigungen zu ganz schlechten Konditionen verschicken...

Das kannst du denen in der Regel nicht nachweisen. Es gibt da einige Väter, die über Autos, Motorräder und Boote verfügen - "gehört" ihnen natürlich nicht.

Leider ist es in Deutschland sehr einfach, sich vorm Unterhalt zu drücken.

Auch sind Richter sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, säumige Elternteile zu einem Nebenjob zu verdonnern.

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 5

Du kannst für dein Kind Unterhaltsvorschuss beziehen, wenn der andere leibliche Elternteil deiner Aufforderung zur Unterhaltszahlung für das Kind nachweislich nicht nachkommt oder nicht wenigstens den Mindestunterhalt zahlt bzw. zahlen kann.

Würde der andere Elternteil z.B. verweigern, sein Einkommen nachzuweisen (wonach der Unterhalt berechnet wird), könntest du Unterhaltsvorschuss beziehen - die Kasse würde diesen UV dann vom anderen Elternteil zurückfordern.....

Antwort
von petrapetra64, 3

Die Mitwirkungspflicht des anderen Elternteils ist nicht notwendig, um Unterhaltvorschuss zu erhalten. Ebenso spielt das Einkommen keine Rolle. 

Unterhaltsvorschuss kann man bis zu 6 Jahre lang erhalten, wenn das Kind unter 12 Jahre alt ist, das kind beim Antragsteller den Lebensmittelpunkt hat (kein Wechselmodell zu gleichen Teilen) und der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt und nicht mit dem Antragssteller zusammen lebt. 

Der Antragsteller muss mitwirken und alle vorhandenen Informationen mitteilen, der andere Elternteil muss das nicht tun. Weiterhin darf man nicht neu verheiratet sein.

Das Jugendamt wird das Geld dann vom anderen Elternteil zurück fordern. 

Antwort
von MayBee226, 30

Ja, ich denke schon.

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