Frage von Osmanli1389, 73

Hallo, Nach einer Bestellung und Bezahlung teilt der Händler nun mit das die Ware nicht mehr im Sortiment wäre, was gelogen ist weil nur der Preis Höher ist?

Nach einer Bestellung von mehreren Artikeln bei einem Onlinehändler und Sofortiger Bezahlung per Vorkasse, wurde mir nun nach 3 Tagen mitgeteilt das ein Artikel nicht mehr im Sortiment sei und diese Storniert werden muss. Unter der gleichen Artikelnr erscheint beim Händler genau der gleiche Artikel aber nun um mehr als 100€ mehr mit der Bezeichnung das 5 lagernd seien und weitere unterwegs! Bei meiner Bestellung am 09.12.15 wurde die Ware noch als "bestellt für den 14.12.15" bezeichnet. Nach der Bestellung und bezahlung stand 2 Tage lang die Bestellung als Versandfertig für den 15.12.15 in meinem Account.

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von Jurakopf24, 26

Er darf das nicht. So wie du es geschildert hast, wurde ein Kaufvertrag ganz offensichtlich geschlossen (Bestätigung über KV per email gekriegt?)

If so, dann ist der Anspruch auf den Artikel zum vereinbarten Preis entstanden. Preis gezahlt, also her mit dem Teil. Das ist der grundlegendste Anspruch des Kaufrechts, 433 II.

Antwort
von me2312la, 41

screenshot von der seite machen... den händler damit konfrontieren...sollte er weiterhin den versand verweigern,würde ich mir rechtliche hilfe holen ( läuft dieser verkauf über einen betreiber, wie ebay oder amazon auch diese informieren)

Antwort
von Osmanli1389, 41

Die Frage wäre, ob der Händler mir einfach die Bestellte und bezahlte Ware stornieren kann zumal dies mit der gleichen Artikelnr. und dem höheren Preis weiter verkauft wird. Ich möchte den Artikel für den bezahlten Preis haben.

Antwort
von Osmanli1389, 30

Screenshot usw sind gemacht, ne Email wurde auch geschrieben mal sehen was passiert. Ich könnte ja auch nach einer Bestellung wenn sich die Preise nach unten ändern nicht das zuviel bezahlte zurückverlangen.

MfG

Antwort
von Osmanli1389, 22

Der Händler hat jetzt ein Rückzieher gemacht und angeblich soll die Ware kurzfristig eingetroffen sein und die Ware wird komplett für den gekauften Preis geliefert. Dank an alle.

Antwort
von kenibora, 35

Das ist nicht nur bei Online-Bestellungen der Fall...Aber Klagen lohnt sich in diesen Fällen auf keinen Fall. Melde es der Verbraucherzentrale (Meistens geschieht aber dann in solchen Fällen auch nichts) Such Dir einen neuen Verkäufer, mit dem Risiko, dass es Dir ähnlich ergehen kann. Wir leben in einer "freien" Marktwirtschaft!

Kommentar von ronnyarmin ,

Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft, in der unabhängig davon, wie man diese nun nennt, Gesetze gelten, an die sich Käufer und Verkäufer halten müssen.

Antwort
von Mikkey, 25

Erkläre Dich mit der Stornierung gegen Schadensersatz einverstanden!

Fordere die Differenz zwischen Ersatzbeschaffung und dem vereinbarten Kaufpreis von dem Händler.

Hinweis: Wenn der Händler den von ihm gewünschten Vorgang als "Stornierung" bezeichnet räumt er damit ein, dass bereits ein gültiger Kaufvertrag geschlossen wurde. Damit ist er auch zum Ersatz des durch seinen Rücktritt entstandenen Schadens verpflichtet.

Kommentar von Ifm001 ,

Könnest Du dafür mal die konkrete rechtliche Basis nennen? ... und nicht nur ein in spezifiziertes "das steht im BGB".

Kommentar von Mikkey ,

Wenn einer der Vertragsbeteiligten die Leistung des anderen verlangt, hat er zwangsläufig das durch die Bestellung erfolgte Angebot angenommen. Mit dem Verlangen der Leistung (Vorkasse) ist der Vertrag zustande gekommen.

Der Begriff "Stornieren" bedeutet: "(Kaufmannssprache) einen Auftrag rückgängig machen" (Duden). Da man nichte rückgängig machen kann, was nicht existiert, sieht der Händler den Vertrag selbst also als zustandegekommen an.

Grundlage: §433(2) BGB.§§437,439,440

Antwort
von Ifm001, 26

Entgegen der umgangssprachlichen Nutzung der Begriffe, machst Du mit deiner Bestellung dem Verkäufer das Angebot die Ware kaufen zum genannten Preis von Verkäufer kaufen zu wollen. Der Kaufvertrag ist erst verbindlich, wenn der Verkäufer den Inhalt bestätigt. Soweit dir nicht der Verkäufer explizit den Kaufvertrag bestätigt, passiert das impliziert mit dem Versand der Ware. Eine übluch Bestellbestätigung ist in der Regel noch keine Kaufvertrag-Bestätigung. In so weit ist davon auszugehen, dass der Verkäufer sich rechtlich zulässig verhält, soweit Du keine Kaufbestätigung hast. Er muss dir nicht mal eine Begründung für einen Rückzieher geben.

Alles andere ist Wettbewerbsrecht und kann der Gewerbeaufsicht gemeldet werden. Die würde dann prüfen, ob der Verkäufer das regelmäßig macht, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Davon hat der Verbraucher aber nur indirekt etwas.


Kommentar von Mikkey ,

Du vergisst dabei, dass der Verkäufer bereits die Leistung des Käufers angefordert hat - wie könnte er das, wenn seiner Meinung nach noch nicht einmal ein Kaufvertrags zustande gekommen sei?

Kommentar von Ifm001 ,

Mein, das vergesse ich nicht. Die Leistung ist natürlich zurückzugewähren. Der Verkäufer ist dadurch aber nicht verpflichtet, den Kaufgegenstand zu liefern.

Antwort
von derhandkuss, 37

Und was ist jetzt die Frage bzw. das Problem?

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