Frage von Gobo83, 52

Hallo! Muss man einem Versicherer mitteilen, dass der letzte Vertrag seitens des Versicherers aufgekündigt wurde?

Konkret geht es um eine Fahrradversicherung. Auf Grund mehrerer Schadensfälle wurde meine Verischerung kürzlich gekündigt. Gebe ich das nun bei möglichen neuen Versicherern an, will keiner mehr eine Versicherung mit mir abschließen. Daher wäre die Frage, ob es denn illegal sei, diesen Fakt zu verschweigen? Vielen lieben Dank!

Antwort
von Apolon, 16

Hallo Gobo83,

wenn in dem Neuantrag den du stellst die Frage kommt, gab es in den letzten Jahren Schäden - musst du diese beantworten mit Hinweis auf die Schadenssumme.

Auch die nächste Frage, wer hat den Versicherungsvertrag gekündigt - musst du dies wahrheitsgemäß beantworten.

Antwortest du nicht wahrheitsgemäß, stellt dies das Versicherungsunternehmen auch fest.

Eine Anfrage erfolgt automatisch bei dem Hinweis-und Informationssystem der Versicherungswirtschaft.

http://www.informa-his.de/his-online/

Hier werden alle Schäden die eine bestimmte Größenordnung überschreiten gemeldet. Meist auch wenn das Versicherungsunternehmen Sach-Verträge kündigt.

Und natürlich auch wenn es sich um eine Falschangabe handelt oder Versicherungsbetrug vorliegt.

Antwort
von Buerger41, 23

Umstände, die die Risikobewertung durch den Versicherer beeinflussen können, müssen dem Versicherer bekannt gegeben werden. Das ergibt sich aus § 19 VVG (Versicherungsvertragsgesetz). 

Nach OLG Frankfurt, 09.07.2015 - 3 U 122/14 sind die Umstände auch dann anzugeben, wenn nicht ausdrücklich danach gefragt wurde.

Also: man muss


Wie wäre es, wenn Sie einen Versicherungsmakler beauftragen würden, diese Versicherungslücke zu schließen?


Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 32

Illegal ist das nicht, aber dumm. Dann kannst du dein Geld auch gleich aus dem Fenster werfen.

In jedem mir bekannten Formularantrag wird nach einem Vorversicherer gefragt. Die nächste Frage folgt dann unmittelbar  und lautet: Wer hat den Vertrag gekündigt?

Wenn du diese Frage nicht beantworten willst, wird der neue Vertrag eben nicht policiert.

Eine falsche Antwort führt im Schadensfall zur Leistungsverweigerung und Aufhebung des Vertrages.

Es ist ja gerade der Sinn dieser Fragen, höhere Risiken als normal, auszuschließen oder eben auch höher zu berechnen.

Antwort
von basiswissen, 13

Ja, andernfalls verstößt du gegen§ 19 VVG was dazu führt das der Versicherer im Schadenfall die Leistung verweigern kann und auch vom Vertrag zurücktritt... Also eine uncoole Idee. Such Dir einen Versicherungsmakler der Dir hilft den bestmöglichen Vertrag für Dich zu finden und bleib bei der Wahrheit.

Antwort
von NochWasFrei, 21

Du musst die Fragen bei der Antragstellung wahrheitsgemäß beantworten...

Antwort
von Nemo75, 29

Das findet die Versicherung sowieso heraus

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