Frage von Spyder1990, 90

Wie läuft es momentan mit Immobilienfonds ab?

... angenommen ich zahle jeden Monat 50 € auf 2 Jahre, wie kann ich Gewinn machen? 

Antwort
von grubenschmalz, 41

Du bekommst einen Teil der Mieteinnahmen sozusagen ausgezahlt. 

Dies ist z.B. ein offener Immobilienfond, der hat pro Anteil vor ein paar Tagen knapp 60 Cent ausgeschüttet. Nach den zwei Jahren hättest du knapp 28 Anteile an dem Fond, also hättest du hier als Beispiel eine sog. Dividende von insgesamt 16 EUR bekommen.

https://wertpapiere.ing-diba.de/DE/Showpage.aspx?pageID=30&ISIN=DE0009807016...

Das lohnt sich aber, wie das andere bereits angedeutet haben, nur dann, wenn dein Depot kostenlos ist.

Ein Immobilienfond ist kein Tagesgeldersatz!! Du musst die Anteile z.B: zwei Jahren halten und kannst sie nicht vorher zurückgeben. 

Kommentar von Spyder1990 ,

super vielen dank! :-) sehr hilfreich! meinen sie das sich des lohnt ?

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Leider gibt es keine kostenlosen Depots, entweder zahlt man eine Depotgebühr oder man zahlt für jede depotbewegung, oder man hat überteuerte spreads. Kostenlose Depots verlangen oft ca. 5 EUR pro depotbewegung, 12 einzahlungen plus 1x Dividende sind 65 EUR dazu kommtnoch der Ausgabeaufschlag. Während ein Depot mit grundgebuhr p.a. Ca 30 EUR kostet und darüber hinaus nur der Ausgabeaufschlag anfällt sowie günstige spreads.

Kommentar von grubenschmalz ,

Trifft alles für die Ing-Diba nicht zu.

Bei der Comdirect kostet das Depot auch nichts, wenn man einen Sparplan laufen hat.

Antwort
von RudiRatlos67, 50

Bei der Summe ist es kaum möglich gewinne mit irgend einem Fonds zu machen. Die Kosten fressen jeden Gewinn auf. Selbst wenn der Fonds sehr gut läuft, wird er nach dem ersten Jahr kaum mehr als 15 EUR Rendite schaffen, der Ausgabeaufschlag beträgt 6 bis 18 EUR und die Depotgebühren liegen auch noch bei ca. 30 EUR. Besser erst mal sparen und erst in einen Fonds investieren wenn mindestens 2.000 EUR für mehrere Jahre bereit liegen.

Kommentar von grubenschmalz ,

Quatsch

Antwort
von DerHans, 31

In 2 Jahre zahlst du dann insgesamt 1.200 € ein. Da kannst du von Glück sagen, wenn deine Anlage dann noch 1.000 € wert ist. Es fallen Abschlusskosten an.

Eine solche Anlage lohnt sich wirklich nur wenn sie über einen längeren Zeitraum läuft.

Antwort
von Smartdude, 47

Auf Sicht von zwei Jahren würde ich erst gar keinen Sparplan in einen Immobilienfonds machen

Kommentar von Spyder1990 ,

Wieso nicht ? Wie würdest du des machen?

Kommentar von Smartdude ,

Wenn du nur zwei Jahre sparen möchtest ist es unterm Strich günstiger und einfacher, wenn du ein Spar- oder Tagesgeldkonto nimmst. Für eine längere Spardauer ab 4-5 Jahren könnte ein guter und solider Immobilienfonds wieder interessant sein. Kommt eben auch auf dein Sparziel an.

Antwort
von AchIchBins, 8

Ich würde direkt in Aktien investieren und nicht in Fonds. Fonds werden aktiv betreut und das kostet Geld. Nimm dir z.B. eine solide Firma aus dem Dax und freue dich über ordentliche Dividendenzahlungen. Gerade haben Aktien aufgrund des möglichen Brexits einen Dämpfer erhalten, das bietet sich an "günstig" einzusteigen. Klar ist, Fonds unterliegen nicht so sehr den Schwankungen wie Aktien, aber Aktien haben den Vorteil, das sie "schnell" verkauft werden können und am nächsten Tag ist das Geld schon auf dem Konto.

Noch etwas. Besser immer einen höheren Betrag nehmen um Aktien zu kaufen, denn ob du für 50 oder für 500 € kaufst ist egal, jedes mal kostet es Gebühren. Wenn du immer kleine Beträge nimmst, "fressen" die Gebühren einiges an möglichem Gewinn weg.


Antwort
von DrMonikaDurr, 18

Hey,

dabei investiert eine Fondsgesellschaft meist in gewerbliche Immobilien wie Einzelhandelsimmobilien, Büros oder Logistikzentren. Natürlich auch in Wohnungen – wenn auch seltener. Dabei fallen Kosten an: Ausgabeaufschlag, jährliche Verwaltungsvergütung, Vergütungen für die Geschäftstätigkeiten, manchmal auch eine Erfolgsvergütung. Unterschieden wird zwischen Publikums- und Spezialfonds. Ein Publikumsfonds richtet sich in erster Linie an Privatanleger, wobei sich die Anleger unbeschränkt beteiligen können (Auch mit Kleinstbeträgen. Mehr als 10-15% seines Vermögens sollte man aber nicht investieren.). Spezialfonds sind ausschließlich an institutionelle Anleger gerichtet. Wurde der Fonds nach dem 22. Juli 2013 gekauft, müssen die Anteile min. zwei Jahre gehalten werden und ein Jahr vorher bei der Fondesgesellschaft gekündigt werden. Anteile können aber auch an der Börse verkauft werden (besonders an der Börse Hamburg). Eine Übersicht ist auf bvi. de zu finden. Manchmal ist es auch möglich, dass Immobilienfonds geschlossen (eingefroren) oder abgewickelt (die Immobilien werden verkauft und der Erlöse auf die Anteileigner aufgeteilt).

Checkliste offene Immobilienfonds

– Wie viel Erfahrung hat der Fonds bereits?

– Wie ist die Wertentwicklung der vergangenen Jahre?

– Wie hoch waren die vergangenen Ausschüttungen?

– Objektnutzung (Büros, Wohnimmobilien, Handel, …)?

– Qualität der Immobilien?

– Wo sind die Immobilien (Deutschland, EU, Europa, Welt)?

– Leerstandsquoten in der Vergangenheit?

– Qualität und Laufzeit der Mietverträge?

– Qualität der Mieter?

– Höhe der Beleihungsgrenze?

– Höhe und Zinskosten des Fremdkapitals?

– Höhe des Ausgabeaufschlag?

– Laufende Kosten?

Risiken von offenen Immobilienfonds

– Auflösung des Fonds.
– Risiken welche von den Immobilien ausgehen.
– Währungsrisiko wenn Auslandsimmobilien gehalten werden.
– Kreditrisiko wenn Kredite aufgenommen wurden.
– Zinsänderungsrisiko der Zinsanlagen.
– Offene Immobilienfonds müssen gesetzlich eine
Mindestliquidität von 5% des Fondsvermögens haben um Anleger auszahlen zu können. Deshalb investieren sie teilweise auch in Zinsanlagen.

Mehr Infos auf www.immobilien-einblick.de/indirekte_investition_in_immobilien

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