Frage von claudialeitert, 63

Hallo, meine Tochter möchte nach den bfd fachabi machen. Muss da wieder unterhalt gezahlt werden? Bekommt keine Ausbildung wegen schlechter schulnoten.?

Nach schule machte sie ausbildung zum sozialassistenzin , brach die ab . Derzeit noch im bfd . Danach jobben und im sebt. Fachabi was wohl Geld kostet. Welches Geld kann sie beantragen? Wohnt Zuhause bei ihrer Mutter.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Familienrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 28

Das "Fachabi" zählt hier nicht als Ausbildung, so dass in dieser Zeit kein Unterhaltsanspruch an die Eltern besteht.

  • Anders wäre es, wenn die Tochter nach Abbruch der Ausbildung eine andere Ausbildung begonnen hätte, da in der Regel ein Abbruch/Wechsel zugestanden wird, ohne den Unterhaltsanspruch zu verlieren.
  • Die Tochter hatte ja bereits einen Schulabschluss, der sie zur Aufnahme einer Ausbildung befähigte. Diese nun abzubrechen und einen höheren Schulabschluss anzustreben, rechtfertigt keinen Unterhaltsanspruch an die Eltern mehr.

Die Tochter könnte ggf. "BAföG" beantragen, welches dann aber "elternunabhängig" beantragt werden müsste, da ja kein Unterhaltsanspruch an die Eltern besteht...

Auch könnte die Mutter ggf. weiterhin Kindergeld für die Tochter beanspruchen....

Kommentar von claudialeitert ,

hallo, und die können sich nicht auf die Eltern berufen zwecks unterhalt oder Berechnung vom Bafög. Uns kommt das nach 2 Jahren langsam nach hinhaltetaktik vor wegen unterhalt. Klar einfach ist es nicht wenn man nicht so gute Noten hatte beim Realschulabschluss. Aber sie sucht sich auch Ausbildungsstellen die gute Zeugnisse brauchen.

Kommentar von DFgen ,

Sollte sich das BAföG-Amt auf die Eltern berufen, müssen diese mitteilen, dass kein Unterhaltsanspruch mehr besteht....

Die Tochter hat Anspruch darauf, das die Eltern ihr ggf. Unterhalt leisten während einer Ausbildung, die den Fähigkeiten der Tochter entspricht, also dem Schulabschluss, den sie nach Ablauf ihrer "allgemeinen" Schulzeit erlangt hat.

Kommentar von claudialeitert ,

Ok . danke. hoffe die Tochter findet noch ihren richtigen weg. Dabei unterstützen wir Sie gern.

Kommentar von claudialeitert ,

Sie will definitiv fachabi machen. Sucht sich keine normale Ausbildung. Geschweige was nach ihren Fähigkeiten und Neigungen. Das Fachabi ist wiedermal ne Privatschule. Das scheine mir wieder versuchen an Papas Geld zukommen. Sie bewirbt sich kaum und ist auch nicht in der Berufsberatung gewesen.

Kommentar von DFgen ,

Wenn die Tochter unbedingt das Abitur nachholen möchte, kann sie das selbstverständlich machen bzw. versuchen - aber auf eigene Kosten, nicht auf die der Eltern. Diese müssen dann weder Unterhalt noch die Schulgebühren zahlen....

Kommentar von claudialeitert ,

Bist du dir sicher? Sie machte keine anstalten sich ne normale Ausbildung zu suchen nur weil sie mal 3 absagen hatte. aber auch nur 3 Bewerbungen geschrieben hat. Dann ebenso wieder privatschule ohne Zugangstest. Sie hat in allen Hauptfächern ne 4 im realabgang. was tun wenn bafög ins anfordert steht ja im i net das es elternabhängig ist. Das sehen wir nicht ein

Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 32

Hi,

ja musst du. Denn: Das gilt immernoch als erste Laufbahn und damit bleibt sie unterhaltsberechtigt. Ein einmaliger Neigungswandel/Abbruch ist erlaubt. Bricht sie danach nochmal was ab, dann steht die Frage im Raum, ob sie auch wirklich zielgerichtet ihrer Bildung nachgeht. Wie das dann beantwortet wird, wird ein Gericht entscheiden. Aktuell steht aber der Unterhaltsanspruch von ihr nicht auf der Kippe.

Sie bekommt Kindergeld und Unterhalt  Können die Eltern wegen zu geringem Einkommen nicht (alles) zahlen, dann kann sie Schüler-Bafög beantragen.

Wohnt sie weiterhin daheim, dann bekommt sie zwar Unterhalt, muss aber daheim an die Mutter (welche ja die Kosten trägt) zahlen, wenn sie über 18 ist. Bei getrennt lebenden Eltern und noch daheimwohnend bei einem Elternteil wird das eh nochmal anders gerechnet, da der Unterhaltsanspruch gegenüber beiden Elternteilen ist. Unter 18 bekommt die Mutter den Kindesunterhalt vom Vater und unterhält damit das Kind daheim.

Kommentar von DFgen ,

Das gilt immernoch als erste Laufbahn und damit bleibt sie unterhaltsberechtigt.

Das dürfte hier eher nicht mehr der Fall sein: 

Die Tochter hatte ja bereits einen Schulabschluss, der sie zur Aufnahme einer Ausbildung befähigte. Diese nun abzubrechen und einen höheren Schulabschluss anzustreben, rechtfertigt keinen Unterhaltsanspruch an die Eltern mehr. 

Nur, wenn die Tochter nach Abbruch der Ausbildung eine andere Ausbildung begonnen hätte, könnte sie ggf. dafür noch Unterhalt beanspruchen, da in der Regel ein Abbruch/Wechsel zugestanden wird, ohne den Anspruch zu "verwirken".

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community