Frage von Reisender84, 72

Meine Frau wurde wegen Mobbing krankgeschrieben. Heute ist die Kündigung gekommen. Was können wir machen, kann man ihn verklagen?

Antwort
von nutsnbolts, 47

Deine Rechtsschutzversicherung und ein erfahrener, auf Arbeitsrecht spezialisierter Anwalt sind die einzig realistische und auch vom Arbeitgeber Deiner Frau respektierte Lösung. Und jetzt nicht lange fackeln!!!

Antwort
von ErsterSchnee, 62

Grundsätzlich kannst du gegen jeden klagen - die Frage ist nur, ob das Erfolg hat. Aus deinen wenigen Angaben vermute ich aber mal, dass eine Klage nichts bringt.

Kommentar von Reisender84 ,

und wie ist das wegen mobbing? der arbeitgeber hat eine fürsorgepflicht, die er in meinen augen nicht nach gekommen ist. im gegenteil er hat meine frau dazu gebraucht das sie fast zusammen gebrochen ist....deswegen die krankmeldung wegen mobbing...

Kommentar von ErsterSchnee ,

Mobbing ist immer so eine Sache. Es muss geklärt werden, ob es sich tatsächlich um Mobbing handelt oder deine Frau vielleicht ein wenig zu sensibel ist. Das hängt aber auch vom Richter ab, welche Darstellung er im Endeffekt für glaubwürdiger hält.

Antwort
von Gerneso, 72

Mit welcher Begründung wurde Deiner Frau denn gekündigt? Oder ist sie noch in der Probezeit wo der AG jederzeit ohne Angabe von Gründen die Kündigung aussprechen kann?

Kommentar von Reisender84 ,

wegen umstrukturierungen......

Kommentar von Gerneso ,

Wenn es eine betriebsbedingte Kündigung ist, hat dies ja erst mal nichts mit der Krankmeldung zu tun. Krankheit schützt nicht davor betriebsbedingt aufgrund Umstrukturierungen gekündigt zu werden.

Sie sollte auf jeden Fall Rat bei einem Anwalt für Arbeitsrecht holen, um abzuklären, ob sie eventuell (je nach Betriebszugehörigkeit, etc.) noch eine Abfindung herausschlagen kann und ob die Kündigungsfrist richtig ist. Des weiteren wäre interessant zu wissen, ob es tatsächlich Umstrukturierungen im Unternehmen gibt oder ob Deine Frau die einzige ist, die im Zuge dieser entlassen werden soll. Der AG darf in dem Fall z. B. die Stelle auch nicht mit jemand anderem nachbesetzen.

Parallel sofort mit der Kündigung zum Arbeitsamt, arbeitssuchend melden und Antrag für ALG1 stellen.

Kommentar von Reisender84 ,

und wie ist das wegen mobbing? der arbeitgeber hat eine fürsorgepflicht, die er in meinen augen nicht nach gekommen ist. im gegenteil er hat meine frau dazu gebraucht das sie fast zusammen gebrochen ist....deswegen die krankmeldung wegen mobbing...



Kommentar von Gerneso ,

Das Mobbing ist eine andere Geschichte und darf mit dem aktuellen Fall (betriebsbedingte Kündigung) rechtlich nicht vermischt werden.

Gut war ja schon mal, dass Deine Frau beim Arzt war und somit das Mobbing dokumentiert ist. Es hätte z. B. Deiner Frau auch dabei geholfen, wenn sie sich irgendwann entschlossen hätte von selbst zu kündigen. Mit einem Schreiben vom Arzt, dass dieser die Kündigung zur Wiederherstellung / Erhaltung der Arbeitskraft empfiehlt, hätte Deine Frau nämlich auch im Falle einer Selbstkündigung keine Sperre beim ALG1 erhalten.

Gibt es in der Firma Deiner Frau einen Betriebsrat? Dann sollte sie sich parallel auch an diesen wenden.

Antwort
von Ernsterwin, 47

Eine Krankschreibung ist ein Indiz - kein Beweis für Mobbing. Denn die Krankheit ist eine Folge, die mehrere Ursachen haben kann.

Für Mobbing muss erst noch der Beweis geführt werden. Was eine mögliche Klage betrifft, da kann Dir (vielleicht) ein Fachanwalt für Arbeitsrecht helfen. Was Mobbing betrifft, da brauchst Du mehr als einen Anwalt, um damit erfolgreich zurecht zu kommen - siehe beispielsweise hier: http://abfindunginfo.blogspot.de/2015/03/mobbing-mobbingopfern-helfen.html

Antwort
von priesterlein, 70

Eine Krankheit stellt keinen Kündigungsschutz dar. Es kommt auf den Grund der Kündigung an, den ihr bei einem Anwalt für Arbeitsrecht beurteilen lassen solltest.

Beispiel: http://www.ra-wittig.de/ratgeber/ratgeber-arbeitsrecht/kuendigung/personenbeding...

Antwort
von Daguett, 71

Sofort Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen, du hast dafür 3 Wochen Zeit.


Kommentar von Familiengerd ,

Eine Kündigungsschutzklage ist aber nur möglich - abgesehen von sittenwidrigen oder willkürlichen Kündigungen -, wenn das Kündigungsschutzgesetz überhaupt anwendbar ist, der Betrieb also nicht mehr als 10 (grob umgerechnet) dauerhaft beschäftigte Vollzeitarbeitnehmer hat.

Kommentar von Daguett ,

Schon allein Mobbing ist sittenwidrig, das Beste ist, du holst dir mal anwaltlichen Rat.

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