Frage von Kaempferhexe, 36

Hallo, meine Frage wäre wie man die Gefühls leere die man vielleicht von den Neuroleptika hat wieder in Ordnung bringen kann?

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich Emotionslosigkeit und Neuroleptika. Ein Freund bekam in der Psychiatrie Neuroleptika verschrieben. Er nahm diese etwa 3 Monate. In dieser Zeit hat er 2 Psychosen gehabt und auch 2 Selbstmordversuche hinter sich. Nun ist er nach dem letzten Versuch inkomplett Querschnittsgelähmt. Das Schlimme ist aber, dass der Vorfall schon ein Jahr und 9 Monate her ist und er sich seit dann in einer Emotionslosigkeit befindet und er keinen Sinn darin sieht, eine Reha oder überhaupt etwas für die Verbesserung seines Zustandes zu tun. Er nahm bis von 3 Monaten noch ein Benzodiazepin, dass ganz langsam aus geschlichen wurde. Die Neuroleptika bekam er zu letzt im März 2014 und die wurden ihm oft und schnell gewechselt und abgesetzt. Nun ist er der Meinung, dass er einen Dauerschaden im Kopf hat der irreversibel ist. Er macht die Neuroleptika dafür verantwortlich. Ich meine aber eher, dass es eine sehr starke Depression sein kann die man mit einer bestimmter Therapie wieder in den Griff bekommen kann. Es begann ja auch alles mit einer Depression und Schlafstörungen. Der Hausarzt verschrieb ihm Stilnox, dass bei Depression zu Suizidgedanken führen kann, dann weil es nicht besser wurde, bekam er in der Psychiatrie Seroquell und eine Psychose erschien. Er machte den ersten Suizidversuch. Dann wurde er Zwangseingewiesen und mit den Nervengiften zum Zombie umgewandelt. Erst als er alle Medikamente weg hatte, wurde er wieder normal nur dass er jetzt eben Emotionslos ist und ein weiterleben für Sinnlos hält. Er möchte auch zu keinen Arzt und Therapeuten. Könnt ihr mir da helfen? Wo von kann es kommen und wie kann ich ihm helfen?

Antwort
von JessyTabbi, 28

Ich habe im Moment regelmäßig Kontakt mit einem sehr lieben, allerdings an Schizophrenie erkrankten, Menschen.

Er war damals wohl auch mehrmals in einer psychatrichen Klinik und hat entsprechende Medikamente bekommen. Er hat mir erzählt, dass sein Gemütszustand dort von Tag zu Tag schlechter wurde. Keine "normalen" Menschen um dich herum, außer dem Personal. Du wirst abstempelt, du BIST krank... usw. das ist nicht unbedingt gut für die menschliche Psyche. Glaube eher das macht mehr kaputt als wieder heil. Mittlerweile lebt er wieder in seiner eigenen Wohnung, mit seiner Katze und ihm geht es viel besser denke ich. Ich hab zwar manchmal Schwierigkeiten ihn nachzuvollziehen, aber das passt schon. Ich mag ihn :D Gestern hat er mir auch gesagt, dass er eigentlich froh ist, dass wir uns kennen gelernt haben. Ich denke das liegt daran, weil er mit mir darüber reden kann :)

Ich denke das Beste, was du mit deinem Freund machen kannst, ist dass du versuchst mit ihm ab und zu etwas zu erleben. Ihm wieder die schönen Dinge im Leben zeigst. Oder ein Hobby suchen? Fällt dir irgend etwas ein woran er noch Spaß hat? Vielleicht hilft das etwas. Und irgendwann dann vielleicht eine normale Gesprächstherapie beim Psychologen?

Ich wünsche euch auf jeden Fall alles alles Gute.

Kommentar von Kaempferhexe ,

Danke dass ist aber nicht einfach denn er will nicht aus dem Bett und überhaupt ist er stur und glaubt fest an seine Meinung. Das Einzige was gehen würde, ist dass ich ihm davon überzeuge, dass es heilbar ist, und nicht von den Neuroleptika. Aber wie?

Antwort
von Kaempferhexe, 30

Das Problem ist, dass er dich gehen alles währt was ihm gut tun könnte. Er mag kein Licht, sein Bett will er wegen Achmerzen nicht verlassen, er glaubt nicht daran, dass er wieder laufen werden kann und kann seine Situation nicht akzeptieren. Er sieht es nicht als Depression, lehnt er ab. Er hat mit Nebschen geredet die wegen diesen Neuroleptika das Gleich nichts fühlen noch nach 10 Jahren. Darum denkt er, dass es bei ihm genauso sein muss. Ärzte sagten ihm übrigens dass er gute Chancen auf wieder Laufen können hätte. Nur, da er noch zu wenige gefunden hat die es mit einer Lähmung auch können, sieht er seine Chancen eben nicht. Medikamente nimmt er jetzt nicht mehr, außer gelegentlich Schmerzmittel ungesund Essen macht er auch und mit Mühe hat es die Familie geschafft, dass er hoch dosierte Vitamine zu sich nimmt.

Antwort
von cristelmettigel, 36

also wenn er vorher schon depressiv war und nun auch noch teilweise gelähmt, wundert mich das nicht, dass er immer noch depressiv ist. schwere depressionen äussern sich häufig durch ein gefühl der leere, das von den betroffenen als besonders quälend empfunden wird. wenn er partout nicht psychologische hilfe in anspruch nehmen möchte, gibt es auch noch andere möglichkeiten, seine stimmung zu verbessern. sport, sonnenlicht, johanniskraut,.. oder mal neue eindrücke bekommen. in den urlaub zum beispiel, irgendwo in die sonne. alles gute euch!

Kommentar von Seanna ,

ACHTUNG! Johanniskraut verträgt sich nicht mit Psychopharmaka! Wenn er sie noch nimmt sowieso nicht und wenn sie wieder nötig werden dauert das ein und ausschleichen bis zu 6 Wochen bis das neue Medikament wirksam wird.

Antwort
von robi187, 19

es wird wohl eine krankheit sein und da sollte man zu einem arzt dem man vertaut gehen?

wenn man kein vertauen hat sollte man einen suchen dem man vertaut. dazu sind gespräche von nöten die über das thema angst geht?

man darf immer eine 2 meinung einholen?

aber du redest für einen anderen. nur er kann eine lösung suchen wenn der krank ist.

krank zu sein ist keine schande, eine schande ist nichts dageben zu tun?

mit notall einweisungen hat man meist wenig wahl möglichkeiten als vorsorge ist besser als nachsorge?

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