Frage von Eulebeule8, 85

Hallo mein Pferd ist 9 Jahre alt aber noch nicht besonders gut ausgebildet (ist ein Westfahle und 1.81 groß ) er geht selten schön am Zügel was tuen?

Bei Reitstunden geht er immer schön mit dem Kopf nach unten aber wenn ich alleine reite brauche ich lange und er geht oft nur ein ganz kleines Stück runter . Die Reitlehrer meinten ich soll oft Übergänge Reiten , oft Biegungen reiten und ihn schön treiben . Doch wenn ich den Zügel die ganze Zeit annehme und nachgebe und all das was die Reitlehrer sagen mache funktioniert es nicht . Aber warum funktioniert es denn immer so schön bei Reitstunden 😔.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 14

Es funktioniert bei den Reitstunden, weil da der RL in der Mitte steht und dir sagt, was du machen sollst.

Ich spreche aus eigener Erfahrung. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man alleine reitet oder mit RL in der Mitte. Der RL sagt einem, was man machen soll, meist im richtigen Augenblick. Er  erkennt, was gerade angebracht ist, man selbst ist konzentrierter.

Das ist völlig normal. Bis du es dann alleine nachreiten kannst - nie so gut wie bei Anwesenheit des RL übrigens - dauert es. Ewigkeiten.

Mit und ohne RL ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich habe mal dem Unterricht meiner RL mit einer Bekannten zugeguckt. Das Pferd ging auch nett, aber am Ende meinte die Bekannte von mir ganz traurig, dass sie es wohl nie lernen würde. Sie habe nun schon sooo lange Unterricht und würde es einfach nicht lernen.

Worauf dann die RL sagte: je besser jemand reitet, um so mehr Unterricht hat er. Und dann sagte sie: "Helena Lange Hanenberg reitet niemals alleine, nur auf dem Viereck bei Turnieren. Sonst nie.

Ok, ich denke mir, du bist nicht Helena Lange-Hanenberg oder Charlotte Dujardin  und hast vermutlich auch nicht den Ehrgeiz, so weit zu kommen.

Aber tröste dich: es ist normal, dass man mit RL besser reitet als ohne.

Allerdings: Kopp nach unten hat noch nichts mit gut geritten zu tun.  Wie sagte ein RL mal: "Der Kopp ist wie ein Apfel. Wenn das Pferd gut geritten wird, fällt er von alleine."

Kommentar von Urlewas ,

👍👍👍

Antwort
von FelixFoxx, 62

In den Stunden sagt Dir die Reitlehrerin genau zum richtigen Zeitpunkt, was Du tun musst. Das fehlt, wenn Du alleine reitest. Nimm weiter guten Unterricht.

Antwort
von Zanora, 41

Ganz wichtig ist, schon mal nicht mit den Gedanken aufs Pferd zu steigen "das klappt eh nich" sondern positiv an die Sache.
Über jeden kleinen Erfolg freuen den man allein geschafft hat und mit einem Erfolg dann auch aufzuhören.

Wenn z.B. Der Übergang nicht so funktioniert, nicht sofort auf andere Dinge konzentrieren. Sondern Übergangsübungen weiter machen.
Ich bin mir sicher das klappt dann auch, auch wenns nicht 100% perfekt ist ;-)

Das selbe Problem hatte ich auch mit einem verheizten Trakkehner.
Schon allein ne positive Einstellung gleich zu Anfang bringt schon sehr viel.
Dazu sich noch um Kleinigkeiten zu freuen die erreicht wurden ist die beste Kombi etwas zu erreichen.

Viel Erfolg, vielleicht konnte ich etwas helfen ;-)

Antwort
von Punkgirl512, 31

Dir fehlt das Timing und vermutlich auch ein bisschen das Gefühl dafür.

Das treiben würde ich persönlich sein lassen - Bein dran ja, aber kein dauerndes Treiben, damit stumpft ein Pferd nur ab. Ebenso dieses ständige annehmen und nachgeben.

Gestern noch einen schönen Satz gehört - ein Pferd läuft immer nur so gut, wie der Reiter sitzt. Feile also an deinem Sitz, werde lockerer im Sitz und dein Pferd wird es dir danken.

Nebenbei bemerkt - Ziel sollte nicht sein, dass der Kopf runter kommt, sondern dass das Pferd die Halsmuskulatur fallen lässt, weil es in die Balance gebracht wird. Ziel sollte sein, dass das Pferd über den Rücken schwingt und dich gut sitzen lässt - dass das Genick dabei abknickt und sich rundet, ist ein schöner Nebeneffekt, bringt einem aber nix, wenn das Pferd im Hals und Rücken nicht loslässt und schwingt.

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