Frage von kolb4646, 44

Hallo, Mein Kind fährt mit seinen besten Kumpel (beide 17) alleine nach Berlin. Meine Frage muss ich mein Kind eine Vollmacht von mir mitgeben?

Antwort
von Menuett, 6

Gibst Du deinem Kind auch eine Vollmacht mit, wenn es in die Schule/einkaufen/zum Sport geht?

Wenn sie ins Hotel/Jugendherberge gehen, dann kannst ihnen einen Schrieb mitgeben, dass Du damit einverstanden bist.

Antwort
von XC600, 15

Nein , wozu denn ? Viele Teenies von außerhalb fahren nach Berlin zum shoppen oder sonst was , grade jetzt in den Ferien sind sie zu Hauf hier unterwegs . Da brauchen sie doch keine Vollmacht , es ist ja nicht verboten für Minderjährige sich in Berlin aufzuhalten . Wäre nur gut wenn er seinen Perso dabei hat damit er sich im Fall des Falles ausweisen kann . 

Antwort
von Akka2323, 32

Gib ihm ein Schreiben mit, dass er mit Deinem Einverständnis unterwegs ist.

Antwort
von asdundab, 42

Für wie lange?

Sollte es mehr als ein Tagesausflug sein, ist eine Vollmacht zwar nicht erforderlich, aber zu empfehlen.

Kommentar von asdundab ,

Ups, ich habe die Frage falsch verstanden (Ich dachte, dass dein Sohn 18 wäre, und die beiden Anderen beaufsichtigen soll). Ich würde dir empfehlen, deinen Sohn eine Einverständniserklärung mitgeben, in dem du ihm erlaubst, alleine nach Berlin zu fahren. Die Antwort ist unter Vorbehalt, dass dein Sohn auch 16, 17 oder älter ist.

Antwort
von NanuNana98, 29

Eigentlich nicht, gib ihm doch einfach vorsichtshalber eine mit.

Antwort
von yoda987, 44

Wer soll hier bevollmächtigt werden? Du kannst nur auf Erwachsene eine Aufsichtspflicht übertragen. Da das hier nicht der Fall ist würde ich es ihm verbieten außer es ist eine Ältere Aufsichtsperson anwesend der du eine Vollmacht aushändigen kannst. Wird dein Sohn von der Polizei angehalten kann er schlechtesten falls heim geschickt werden und du bekommst ärger. 

Kommentar von asdundab ,

Eine Aufsicht ist rechtlich nicht erforderlich.

Kommentar von yoda987 ,

Doch klar, wenn er dort übernachtet schon

Kommentar von Menuett ,

Nein, das ist Unsinn.

Du mußt zur Selbstständigkeit erziehen.

Wie soll das Kind mit 18 erwachsen sein, wenn Du vorher nicht dazu erzogen hast, erwachsen zu sein?

Kommentar von asdundab ,

Das ist Auslegungssache. Einem 17 jährigen würde ich aber, mit Einvertändinis der Eltern, schon soviel zutrauen, dass eine Nacht ohne Aufsicht möglich ist.

Kommentar von yoda987 ,

Es geht nicht um zutrauen es geht um Gesetze. Hier kannst du alles nachlesen: http://www.reisenetz.org/uploads/media/Broschuere_Aufsichtspflicht_16plus_WEB.pd...

Kommentar von asdundab ,

Auf welcher Seite soll ich denn genau lesen, ich habe in der Broschüre nur Informationen über begleitete Gruppenreisen gefunden.

Kommentar von Nightlover70 ,

Wieso sollten die Eltern Ärger bekommen - das ist Quatsch.

Wäre natürlich schon gut wenn die Jungs sich nichts zu schulden kommen lassen.
Mit 17 sollte es kein Problem sein wenn die alleine nach Berlin fahren.

Kommentar von yoda987 ,

Aber mit 17 ist man nur bedingt geschäfts fähig und da kann es sehr wohl Probleme geben. Ein Risiko besteht auf jeden Fall. Ich würde es meinen Sohn nicht erlauben.

Kommentar von asdundab ,

Was für ein Problem sollte die beschränkte Geschäfftsfähigkeit darstellen?

Kommentar von Menuett ,

Und welches Problem sollte da plötzlich auftauchen können?

Kommentar von Menuett ,

Nein, er kann nicht heimgeschickt werden.

Es gibt genug Teens, die haben in diesem Alter bereits ihre eigene Wohnung, damit sie ihre Ausbildung machen können.

Aufsichtspflicht bedeutet nicht, dass man 24/7 ums Kind rum sein muß.

Im Gegenteil, im Sorgerechtsparagraphen steht ganz eindeutig, dass das Kind zu selbstständigem Verhalten erzogen werden muß.

Da könntest eher Du Ärger bekommen, wenn Du ihm solche Sachen ohne Begründung untersagst.

§ 1626
Elterliche Sorge, Grundsätze

(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das
minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge
umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das
Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).

(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die
wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu
selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem
Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der
elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.

(3) Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden
Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu
denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine
Entwicklung förderlich ist.

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