Frage von Andreas051990, 71

Hallo liebe gutefrage.net Gemeinde! Könnt ihr mir bitte weiterhelfen. Frage steht unten :)?

Ich habe mir vor 2 Jahren über Amazon einen Geschirrspüler gekauft (Verkäufer getgoods). Amazon hat daraufhin das Geld abgebucht. Alles soweit in Ordnung. 2 Tage später bekomme ich die Information, dass getgoods insolvent ist und mein Geld in der Insovenzmasse ist. Daraufhin habe ich die Lastschrift von Amazon zurückgefordert und sowohl an Amazon als auch an getgoods von meinem Widerrufsrecht gebraucht gemacht. Für mich war der Fall somit erledigt.

Jetzt meldet sich nach 2! Jahren Amazon und möchte von mir das Geld + Mahngebühren. Kann ich hier was dagegen machen? Mir fehlt es hier am Verständnis warum ich über 200 Euro bezahlen soll für einen Artikel den ich nie erhalten habe.

Ich freue mich auf eure Ratschläge.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerBube01, 71

Frag bei Amazon nach, und wenn die Theater machen, dann sollen sie dir ein Abliefernachweis geben das du die Ware erhalten hast!

da die das nicht können, da du ja nichts Unterschrieben hast weil du ja nix bekommen hast, ist somit die Sacher erledigt.

Wenn nicht dann musst du zum Rechtanwalt!

Aber Beweisen kann Amazon dann nichts!

Kommentar von Andreas051990 ,

Ich hatte bisher mit Amazon schon Schriftverkehr und hatte denen den Fall so geschildert. Amazon argumentiert damit, dass der Kaufvertrag zwischen Getgoods und mir zustande gekommen ist und Amazon unr als "Vermittler" auftritt. Heißt Amazon hat das Geld direkt an getgoods weitergeleitet und ich soll das Geld laut Amazon von Getgoods zurückfordern und Amazon das Geld schnellstmöglich überweisen. Hätte ich vielleicht noch in meine Frage schreiben sollen. Sorry :)

Kommentar von mepeisen ,

Das ist Blödsinn. Wenn Amazon nur als Vermittler auftritt, hättest du an den Lieferanten zahlen müssen, nicht an Amazon. Du hast vom Widerrufsrecht Gebrauch gemacht.

Wenn Amazon Geld fordert, darf es das ausschließlich dann, wenn es sich den Schaden vom Verkäufer abtreten lässt. Dann darfst du aber der Amazon den Vorbehalt machen, dass die Ware nicht geliefert wurde bzw. ein Widerrufsrecht genutzt wurde. Amazon dreht sich im Kreis.

Natürlich wollen die von dir das Geld zurück, denn die wissen genau, dass sie es beim insolventen Händler vermutlich nie kriegen werden. Die wollen den Weg des geringsten Widerstandes gehen.

Kommentar von mepeisen ,

Wenn nicht dann musst du zum Rechtanwalt!

Wieso muss er zum Rechtsanwalt? Was soll der denn machen? Amazon kann fordern, was es will. Selbst wenn Amazon vor Gericht geht, bestreitet man, jemals eine Lieferung bekommen zu haben und man schreibt, dass man rechtzeitig von seinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht hat. Dazu kann man zwar einen Anwalt hinzu ziehen, aber müssen tut man das nicht.

Kommentar von Andreas051990 ,

Falls es jemanden interessiert wie es hier weiterging: Ich hatte noch 3-4 Briefe mit Amazon. Mittlerweile nehmen sie abstand davon, dass ich die Geschirrspülmaschine bezahlen muss -> Fall erledigt? Von wegen... Im letzten Brief schrieben sie, dass sie mir das Geld damals auf mein Konto gutgeschrieben haben und ich durch die Lastschriftrückgabe das Geld zweimal bekommen habe. Zum Glück habe ich die Kontoauszüge aus dem Jahr 2013 noch und kann mit Sicherheit sagen, dass ich das Geld nicht bekommen habe... jetzt habe ich einen Nachweis verlangt, dass sie mir das Geld überwiesen haben... Mal schauen was als nächstes von denen kommt.

Meine nächsten Artikel werde ich nicht mehr bei amazon bestellen... Da zahle ich lieber 3-4 Euro mehr

Antwort
von Allyluna, 58

Hast Du noch den Schriftverkehr von damals? Den würde ich denen einfach zusenden mit dem Hinweis, dass die Bestellung widerrufen wurde.

Oder ist dieser Schritt schon erfolgt?

Kommentar von Andreas051990 ,

Ich hatte bisher mit Amazon schon Schriftverkehr und hatte denen den Fall so geschildert. Amazon argumentiert damit, dass der Kaufvertrag zwischen Getgoods und mir zustande gekommen ist und Amazon unr als "Vermittler" auftritt. Heißt Amazon hat das Geld direkt an getgoods weitergeleitet und ich soll das Geld laut Amazon von Getgoods zurückfordern und Amazon das Geld schnellstmöglich überweisen. Hätte ich vielleicht noch in meine Frage schreiben sollen. Sorry :)

Kommentar von Allyluna ,

O.k. - ich bin rechtlich nicht wirklich bewandert, aber für mich klingt es in diesem Fall ganz einfach danach, als ob Amazon versucht, seinen Schaden möglichst gering zu halten und nun über Dich versucht, an das Geld heranzukommen. Denn bei dem insolventen Unternehmen wird nichts mehr zu holen sein.

Der von Amazon genannte Vertrag wurde fristgerecht widerrufen, von daher ist genau das (reines Bauchgefühl) das Risiko, das Amazon tragen muss, wenn es als "Vermittler" auftritt (und damit auch gutes Geld verdient...in der Regel).

Kommentar von mepeisen ,

Du liegst hier vollkommen richtig. Wenn Amazon das Geld einzieht, muss es auch mit diesem Restrisiko leben. Dein Bauchgefühl bestätigt sich beispielsweise durch §406 BGB. Der TE darf dem neuen Gläubiger (Amazon) gegenüber dieselben Vorbehalte machen, wie dem alten (Händler) gegenüber.

Kommentar von Andreas051990 ,

Alles klar dank euch! Ich warte mal was mir Amazon als nächstes schreibt auf meinen Brief bezüglich Widerspruchsrecht etc pp. Danach versuche ich mal damit zu argumentieren. Anwaltsdrohnungen in Briefen kommen wohl nicht gut an oder? Bzw. solchen Konzernen wie Amazon sind diese wohl egal...

Kommentar von Allyluna ,

Der nächste Schritt wäre dann ja, dass sie Dir in irgendeiner Form drohen um das Geld eintreiben zu können (also ihrerseits mit anwaltlichen Schritten). Aber ich glaube fast, dass da nichts mehr kommen wird. Es war halt ein Versuch seitens Amazon, vielleicht doch noch an das Geld zu kommen. Hat nichts gebracht... also werden sie es auch nicht weiter versuchen. Jeder weitere Schritt würde die ja auch mehr Geld kosten, als es ggf. einbringt, denn dass sie rechtlich nicht auf der sicheren Seite sind (siehe Kommentar von mepeisen weiter oben), werden sie sicher selber am besten wissen.

Kommentar von mepeisen ,

Korrekt. Eventuell folgen noch eins zwei Bettelbriefe, eventuell auch eins zwei Briefe eines Inkassos. Kann man alles ignorieren. Wichtig wären nur Briefe eines Gerichtes.

Kommentar von Andreas051990 ,

Falls es jemanden interessiert wie es hier weiterging: Ich hatte noch 3-4 Briefe mit Amazon. Mittlerweile nehmen sie abstand davon, dass ich die Geschirrspülmaschine bezahlen muss -> Fall erledigt? Von wegen... Im letzten Brief schrieben sie, dass sie mir das Geld damals auf mein Konto gutgeschrieben haben und ich durch die Lastschriftrückgabe das Geld zweimal bekommen habe. Zum Glück habe ich die Kontoauszüge aus dem Jahr 2013 noch und kann mit Sicherheit sagen, dass ich das Geld nicht bekommen habe... jetzt habe ich einen Nachweis verlangt, dass sie mir das Geld überwiesen haben... Mal schauen was als nächstes von denen kommt.

Meine nächsten Artikel werde ich nicht mehr bei amazon bestellen... Da zahle ich lieber 3-4 Euro mehr

Kommentar von Allyluna ,

Danke für die Aktualisierung! Mich interessiert es immer, wenn es für solche Geschichten Fortsetzungen gibt.

Oh man. Naja, eigentlich kein Wunder, dass so ein großer Konzern ein paar mehr Tricks auf Lager hat. Aber es wirkt schon langsam peinlich...

Kommentar von Andreas051990 ,

Dann mal die nächste Antwort im Wortlaut!!!

"Sehr geehrter Herr XXX,

in vorbezeichneter Angelegenheit beziehen wir uns auf Ihre Email vom 26.11.2015.

Gutschriften werden über die Zahlungsmöglichkeit ausbezahlt die Sie vorher zum Kauf ausgewählt haben. Dementsprechend erfolgte die Gutschrift in Ihrem Fall nicht per Bankgutschrift ausbezahlt sondern per Ausgleichsbuchung über Ihre Kreditkarte.

Daher besteht die Gesamtforderung weiterhin. Wir erwarten den Zahlungseingang bis zum 11.11.2015"

Die sind echt lustig. Neben einer coolen Grammatik und einem Zahlungstermin in der Vergangenheit behaupten Sie nun in diesem Brief, dass ich per Kreditkarte bezahlt habe. Deswegen war die Lastschriftrückgabe auf die sie sich das letzte Mal bezogen haben auch so sinnig... Die versuchen scheinbar echt alles. Ich habe Sie jetzt mal gefragt, warum sie denn dann 300 Euro von meinem Girokonto damals abgebucht haben, wenn ich mit der Kreditkarte bezahlt haben soll und das sie mir einen Nachweis schicken sollen über die Gutschrift. 

Die Story geht sicher noch bis nächstes Jahr weiter^^

Kommentar von Allyluna ,

Ooooooooooooh man... echt unglaublich! Auf die Antwort wäre ich auch gespannt. Da wäre aber auch mal wieder ein Anruf ganz lustig. Da müssten sie spontan antworten - ohne lange irgendwelche Ausreden zu überlegen. 

Es bleibt aufregend. ;-)

Antwort
von Baltion, 65

Am besten anrufen und den Fall schildern. Vielleicht ist da einfach nur was technisch durcheinander gegangen. Auf keinen Fall bezahlen.

Antwort
von loloft, 58

Bitte schreib mal im Amazon Kundenchat oder Ruf am besten direkt dort an. 

Antwort
von Minekrafter1, 53

hol dir nen anwalt

Antwort
von Goodgamer30, 46

Informiere dich am besten bei einem Anwalt deines Vertrauens der auf sowas spezialisiert ist.

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