Frage von zuterr, 66

Hallo liebe Community Ich muss am Montag, den 20.06, meine Präsentationsprüfung im Fach Religion ablegen, über das Thema Evolutionstheorie vs Schöpfungsglaube?

Dazu hätte ich mal ein paar Fragen: Allgemein ich weiß nicht recht wie ich anfangen soll, ob ich erstens kurz den Glaube und die Theorie erklären soll, oder gleich zum Kreationsnismus etc. springen soll. Desweiteren frage ich mich ob ich ganz zum Schluss die Theorie, ich glaub von Hawking stammt sie, dass das ganze Universum ein Kreislauf ist, reinbringen soll, weil es insofern ja nichts mit meinem Thema zu tuen hat, aber ein schöner Abschluss sei. Wäre nett, wenn Antworten kämen, gerade von Leuten die evtl auch schonmal darüber etwas gehalten haben.

MfG und noch einen schönen Tag.

Antwort
von NewKemroy, 15

Adam und Eva sind eine symbolische Darstellung der Konstitution des menschlichen Geistes. Hier ist etwas schiefgelaufen. Auch bekannt als Sündenfall.  "Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden." 1. Korinther 15,22 - Dieser Satz weist z.B. darauf hin. Denn es wäre ja doch irgendwo komisch zu glauben, dass durch eine Tat eines Menschen, der vor vielen tausenden von Jahren gelebt hat, heute so gut wie alle in Sünde leben. Also wie soll eine physische Handlung damals unseren Gemütszustand heute hervorgebracht haben?

Antwort
von HerrDegen, 33

- Ganz wichtig: nicht zu viel Theorien in die Präsentation stopfen. Hawking ist Physiker, lass den aus einer "Religion vs. Biologie"-Fragestellung besser raus.

- Ich würde die Schöpfungsgeschichte nach Genesis kurz beschreiben, dann Darwins Evolutionstheorie. Dann den Kreationismus als Gegenentwurf zu Darwin. Dann Pro und Kontra beider Auffassungen, letztendlich die offizielle Haltung der Kirche zu dem Thema.

- Zum Abschluss bzw. Fazit die Frage, ob sich Elemente beider Haltungen nicht vereinen lassen, bsp. dass ein höheres Wesen eine Natur geschaffen hat, in die evolutionäre Vorgänge "eingebaut" sind.

Antwort
von ThomasJNewton, 11

Eigentlich ist schon die Gegenüberstellung ein Übergriff.

Da gibt es nicht gegenüberzustellen!

Es gibt erwiesenen Tatsachen, darunter die Evolution.
Und es gibt den Glauben, den jeder so handhaben soll und darf, wie er es möchte.

Solange er Glauben Glauben sein lässt, und Tatsachen Tatsachen.
Wenn jemand die Tatsachen verdreht, um glauben zu können, ist er
1. Ein armer Wicht
2. Sehr gefährlich

Erst brennen Bücher, dann brennen Menschen, heißt es.
Heutzutage haben Bücher an Bedeutung verloren, der kreaktionistische Feldzug findet eher im Fernsehen, Internet und in der Schule statt.

Ich weiß nicht, ob du diese klare Haltung teilst, und ob es sinnvoll ist, sie so drastisch in einer Prüfung einzunehmen.
Aber das sind nun mal die Tatsachen.
Auch wenn sich einige melden, die Tatsachen eher ausgewogen oder subjektiv empfinden.

Weitergehende Vermutungen wie die von dir aufgeführte von Hawking (die ich nicht mal kenne) solltest du aber in jedem Fall nicht vertiefen.
Soweit ich weiß, gibt es keine ernstzunehmenden Vermutungen, was der Urknall war.
Also der eigentliche Urknall, und unser Universum, Raum und Zeit.

Wir können unser Universum und die Naturgesetze nur bis zu einem Zeitpunkt kurz nach dem Urknall rekonstuieren.
Für dich sicher sehr sehr kurz, irgendwas mit zehn-hoch-minus-viele Sekunden.
Aber eben doch mehrere Zeitalter nach dem eigentlichen Urknall.

Mein Tipp:
Sei mutig, und entlarve die Gegenüberstellung selbst als Propadana!

Antwort
von celadongreen, 35

Hallo,
also ich würde die Grundzüge beider Theorien auf jeden Fall kurz erklären.
Ich weiß natürlich nicht, was verlangt wird, also ob du zu einem "Ergebnis" kommen sollst. Aber meine damalige Religionslehrerin ist ziemlich ausgerastet als jemand meinte, er hält die Evolutionstheorie für wahrscheinlicher...also würde ich das Ganze einfach auf den jeweiligen Lehrer abstimmen, je nach dem wie der drauf ist und was der hören will - schließlich willst du ja ne gute Note. ;)
Vielleicht kannst du auch noch die Möglichkeit aufzeigen, dass die Evolution so schon gewesen sein kann, dass alles aber Gott so gewollt/ gemacht hat? Dann müsstest du dich nicht für eine Seite entscheiden.

Das mit Hawking find` ich super, es zeigt auch, dass du dir darüber hinaus noch bisschen Gedanken gemacht hast. :-)

Viel Erfolg!

Antwort
von naaman, 4

Schreib was die Präsentationsprüfung erwartet.

Die Evolutionstheorie, so blöd das auch klingt, ist bewiesen.

Der Glaube nicht. Bau das noch ein bischen aus, und du hast gewonnen.  

Antwort
von zehnvorzwei, 12

Hei, zuferr, man kann ja nicht glauben, dass Gott, der alles kann kraft seines Geistes, sich hingesetzt hat und begann, aus Lehm Figuren zu basteln und Löwen und Tiger, Kühe und Schafe zu drechseln, Läuse und Mücken zu friemeln, Fischchen ins Wasser zu setzen und seinen Erzeugnissen Viren einzuimpfen - und das alles innerhalb von sechs Tagen ... also bediente er sich der Methode, die später Evolution genannt wurde. Und die biblischen sechs Tage sind göttliche Tage - immens groß, unvorstellbar äonenhaft lang und vielleicht noch immer nicht zu Ende. Den göttlichen Sonntag, an dem Er ruht, liegt vielleicht noch vor uns und markiert mit dem Weltuntergang die Vollendung der Schöpfung. Oder so. Grüße!

Kommentar von zuterr ,

Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, Danke war sehr hilfreich werde ich miteinbauen

LG

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