Frage von Atlas111112222, 60

Hallo Leute, darf man bei der Schwangerschaft (12. SSW)Pulsatilla Q 18 nehmen oder ist das gefährlich ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von uteausmuenchen, 32

Hallo Atlas111112222,

kann es sein, dass Du dieselbe Frage zweimal gestellt hast, unter zwei verschiedenen User-Id's?

Jedenfalls habe ich die identische Frage hier beantwortet:

https://www.gutefrage.net/frage/homooepathie-hochpotenz-schwangerschaft?foundIn=...

Und die Antwort "in kurz":

Placebos zu nehmen ist nicht gefährlich für's Kind, nein. An sich selber mit wirkungslosen Mittel herumzudoktern, wenn man Beschwerden hat, je nach Art der Beschwerden aber schon. Was dabei nämlich fehlt ist die saubere Diagnose (die es in der Homöopathie ohnehin nicht gibt) und die Klärung der Frage, OB überhaupt eine Behandlung nötig ist und wenn "ja", welche?

Grüße

Kommentar von uteausmuenchen ,

Hallo Atlas111112222,

danke für das Sternchen.

Wegen der Warnung bei Pulsatilla - der Kommentar, den Du unter meine andere Antwort zum Thema geschrieben hast, habe ich Dir dort geantwortet:

https://www.gutefrage.net/frage/homooepathie-hochpotenz-schwangerschaft?foundIn=...

Grüße

Antwort
von charmpagner, 42

Das hört sich sehr nach Selbstmedikation an, wobei die Frage besteht, woher der Tipp zur (selten gebräuchlichen) Q-Potenz 18 stammt.

Ich empfehle, gerade in der Schwangerschaft, nur Arzneien zu nehmen, wenn sie von fachautoritärer Stelle empfohlen werden. In diesem Fall sollte die Empfehlung also von einem homöopathisch therapierenden Arzt stammen.

Du solltest dir hier weder eine Zusage noch eine Absage von den Antwortern abholen. Denn die gesundheitliche Lage der Schwangeren ist nur von ärztlicher Seite her tatsächlich zu beurteilen - und wenn es homöopathische Arzneien sein sollen, von einem homöopathisch arbeitenden (Frauen-)Arzt/Ärztin.

Kommentar von MalNachgedacht ,

In diesem Fall sollte die Empfehlung also von einem homöopathisch therapierenden Arzt stammen. 

Homöopathische Ärzte verfügen genauso wenig über homöopathisches Fachwissen wie jeder andere.

Das liegt schlicht daran, dass es auf dem Gebiet der homöopathischen Lehre keinerlei Fachwissen gibt, das diese Bezeichnung verdient. Also konkrete Erkenntnisse die einer objektiven und unabhängigen Überprüfung wiederholt standgehalten haben.

Stattdessen gibt es Rituale ("Zehnmal sollst Du schütteln") und Glaubenslehren diverser homöopathischer "Autoritäten" die allesamt nie einer Überprüfung standgehalten haben oder schlicht gar nicht überprüfbar sind..

Oder kannst Du mal ein einziges konkretes Beispiel für homöopathisches Fachwissen verraten?

Siehste....

Kommentar von charmpagner ,

Dieser aus dem Zusammenhang gerissene Satz gibt meinen Rat nicht korrekt wieder. Denn entscheidend ist der letzte Satz meines  Ratschlags, den du offenbar in deiner Aufgeregtheit überlesen hast.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Der letzte Satz ist aber genau so falsch. Jeder Mensch mit Schulbildung kann das Lügengebäude der Homöopathie mittlerweile durchschauen wenn er will. Es braucht keine Vorsicht dabei, es ist einfach Quatsch.

Und sorry wenn die Homöopathiegegener mit Schaum vorm Mund auftreten ist das nur zu verständlich. Es geht hier um massenhaften systematischen Betrug an der Gesundheit der Menschen.

Kommentar von charmpagner ,

Noch einer, der vor lauter Erregung nicht lesen kann. Wo siehst du ein Lügengebäude in meiner Empfehlung:

Denn die gesundheitliche Lage der Schwangeren ist nur von ärztlicher Seite her tatsächlich zu beurteilen...

Kommentar von TheStone ,

Der Quatsch steht da, wo du dein Zitat verkürzt hast.

Kommentar von charmpagner ,

"Lügengebäude", "Quatsch"... welche beleidigenden Worte für meine Empfehlung, dem Rat von Ärzten zu folgen und keine Selbstmedikamentation in der Schwangerschaft vorzunehmen. Wer Ärzten nicht traut, sollte sie meiden. Aber ich bitte um einen angemessenen Umgangston.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Dann heul doch. Es ist leider wahr. 

Du hättest es gerade verdient dass ich das persönlich auf dich beziehe (was nicht der Fall ist), da du ernsthaft den Strohmann aufbaust das habe sich auf deine Empfehlung bezogen, keine Selbstmedikation vorzunehmen.

Antwort
von berndcleve, 31

Wer soll die Frage beantworten können ?

Q Potenzen sind zur Behandlung chronischer Erkrankungen. 

Kommentar von berndcleve ,

 Die Rechtslage ist, dass die Schulmedizin sagt, Homöop. haben  keine wirkungen, und deshalb auch keine Nebenwirkungen. Von daher wären Homöp.völlig gefahrlos, und daher gibt es dementsprechend auch keine Untersuchungen, wie sie sich in der Schwangerschaft verhalten. 

Wer sich im  Gegensatz zu der Schulmedizin mal ernsthaft mit dem Thema befasst hat, weiss natürlich, dass die Homöp. schwere Nebenwirkungen haben können, wie heftige Erstreaktionen oder aber die unfreiwillige Arzneimittelprüfung. Schon alleine daher würde ich es sein lassen, die in der Schwangerschaft zu nehmen. 

Kommentar von uteausmuenchen ,
 Die Rechtslage ist, dass die Schulmedizin sagt, Homöop....

FAST richtig.

1) Es ist nicht die "Rechtslage" - also eine juristische Entscheidung - sondern Summe der Erkenntnisse aus den Naturwissenschaften, also der Physik, der Chemie, der Biologie, ... seit Hahnemann

2) Es gibt keine "Schulmedizin". Es gibt nur die Medizin. Und die lernt man nicht auf der Schule, sondern auf der Uni. Der Ausdruck "Schulmedizin" ist ein von Hahnemann selbst geprägtes Schimpfwort auf die Mediziner seiner Zeit. Es soll festgefahrene Methodik unterstellen. Fakt ist aber, dass die Medizin seit damals enorme Fortschritte gemacht hat, während die Homöopathie immer noch dieselbe unveränderliche und dogmatische Lehre aus dem 18. Jahrhundert ist.

3) Dass Homöopathika Placebos sind ergibt sich übereinstimmend aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, medizinischer Überprüfung in hunderten von Studien und aus den inneren Widersprüchen der Homöopathie selbst.
Es ist also keineswegs nur eine Behauptung aus Sicht der Medizin, dass Homöopathika Placebos sind.

In den USA wird demnächst gefordert, dass das bei Homöopathika auch auf der Packung stehen muss, um dem Patienten nicht länger etwas vorzumachen.

https://www.ftc.gov/system/files/documents/public_statements/996984/p114505_otc_...

Kommentar von MalNachgedacht ,

Wer sich im  Gegensatz zu der Schulmedizin mal ernsthaft mit dem Thema befasst hat, weiss natürlich, dass die Homöp. schwere Nebenwirkungen haben können, wie heftige Erstreaktionen oder aber die unfreiwillige Arzneimittelprüfung. Schon alleine daher würde ich es sein lassen, die in der Schwangerschaft zu nehmen. 

Mit welcher Hochpotenz könnte ich denn bei regelmässiger Gabe eine lästige Schwiegermutter oder eine zu langlebige Erbtante mit möglichst heftigen Erstreaktionen oder Prüfsymptomen beglücken?

Das wäre ja sozusagen der perfekte homöopathische Giftmord - den kein Labor der Welt nachweisen könnte....

Homöopathen begehen traditionell den Denkfehler das sie jede Symptomveränderung die während einer Globuligabe beobachtet wird für eine Wirkung eben dieser Globuligabe halten.

Sobald homöopathische Arzneimittelprüfungen randomisiert und placebokontrolliert in Form eines Doppelblindstudie durchgeführt werden fallen Homöopathen regelmässig dabei auf die Nase herauszufinden wer nun das "wirksame" Globuli und wer stattdessen doch nur eine Zuckerpille bekommen hat.
Die "Erstreaktionen" und "Prüfsymptome" treten nämlich lustigerweise bei den Glaubuli genauso häufig/selten schwach/heftig auf wie bei banalen Zuckerpillen.

Das hätten Homöopathen schon seit 1835 wissen müssen:

http://www.jameslindlibrary.org/articles/inventing-the-randomized-double-blind-t...

und auch die neuesten Versuche dieser Art haben nichts daran geändert:

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/moderne-arzneimittelpruefung-mit-okoubak...

Homöopathische Hochpotenzen lassen sich (weder bei Gesunden noch bei Kranken) anhand ihrer Wirkung von Zuckerpillen unterscheiden.

Wer als Homöopath anderes behauptet ohne es belegen zu können (und das können Homöopathen seit 200 Jahren nicht) belügt schlicht und einfach seine Patienten.

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