hallo Leute, welches verfahren eignet sich besser in der Kriminalistik, eher die Daktyloskopie oder der genetische Fingerabdruck?

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5 Antworten

Für die Kriminalität ist beides nicht geeignet, Kriminelle haben üblicherweise kein Interesse, sich überführen zu lassen. Ich denke aber, daß Du eher Kriminalistik bzw. Forensik meintest, oder?

Man kann es nicht wirklich 1 zu 1 vergleichen, beides hat seine Berechtigung und seine Voraussetzungen. Der große Vorteil der Daktyloskopie liegt in der Geschwindigkeit, denn ein genetischer Fingerabdruck bedarf einiger Zeit, um im Labor generiert zu werden. Bei Gefahr in Verzug sind damit Fingerabdrücke immer noch das Mittel der Wahl, Genetik ist eher etwas zur Überführung oder bei langwierigen Ermittlungsverfahren.

"Überführung" aber bedeutet auch, daß es eindeutig zuordbare Proben gibt, welche auch hinreichend beweiskräftig sind. Wenn man nur Fingerabdrücke hat, kommt man mit Genetik nicht wirklich weiter, hat man genetisches Material, aber keine Fingerabdrücke, gilt umgekehrt das Gleiche.

Aktuell hat deshalb die Daktyloskopie noch einen leichten Vorsprung aufgrund des Geschwindigkeitsfaktors (und des geringeren Grades des zu fordernden Fachwissens zur Auswertung), doch kann sich dies schnell ändern. Der Vorteil der Genetik liegt in der höheren Prägnanz und der Ableitbarkeit genetischer Bezüge.

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Wie ich dir in deiner anderen Frage bereist erklärte, sind beides Verfahren der forensischen WIssenschaften, mit denen man Spuren auf ein spezielles Individuum zurückführen kann.

Sowohl Fingerabdruck wie der sogenannte "genetische Fingerabdruck" sind in der Regel sichere Mittel. Ein besser oder schlechter gibt es da nicht.

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Das ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Hast nen Apfel, schmeckt er nach Apfel, hast ne Birne ist das halt ne Birne. Heutzutage wirst Du kaum noch einen einigermaßen professionellen Einbrecher finden, der keinen Handschutz bei der Tatausführung verwendet. Da wird das Auffinden von molekularbiologischen Spuren zum Tatnachweis immer wichtiger werden. Auch bei Körperverletzungs-, Sexual- und Raubdelikten findest Du kaum bis gar keine Fingerabdrücke, es sei denn der Täter läßt hier Gegenstände am Tatort zurück. Zur Identifizierug von Personen, deren Identität nicht feststeht, ist aber die Daktyloskopie das Mittel der Wahl. Wurde die Person schon einmal erkennungsdienstlich behandelt oder lagern seine Fingerabdrücke zu anderen Straftaten bereits in der Datenbank ein, ist es eine Sache von Minuten diese Person zuzuordnen. Wie gesagt, Äpfel und Birnen.

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In der Kriminalität? Ganzkörperschutzanzug, Gesichtsvermummung und Handschuhe.

In der Kriminalistik? Es kommt drauf an. Wenn man einen Fingerabdruck hat die Daktyloskopie, wenn man ein Haar hat der genetische Fingerabdruck.

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Kommentar von OnkelSchorsch
07.11.2016, 23:02

Prinzipiell stimme ich dir zu, aber gerade ein Haar hat nun leider in der Regel keine verwertbare DNA. Aber grundsätzlich ist deine Antwort schon okay.

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Ich denke eher, dass die Verfahren sich ergänzen, DNA-Analyse ist natürlich wesentlich aufwändiger und teurer als Fingerabdrücke auszuwerten. Das kommt dann auch erst einmal darauf an, welche Spuren überhaupt vorhanden sind.

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