Frage von matumakumba, 73

Ist eine rechtsverbindliche Selbstauskunft der Freundin erlaubt?

Hallo Leute, Folgendes: Meine Freundin hat auch eine Wohnung, wo sie auch gemeldet ist. Überwiegend ist sie aber bei mir. Jetzt will mein Vermieter eine "Rechtsverbindliche Selbstauskunft" von ihr. Ist das rechtens?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 51

Geh auf Bearbeiten unter der Frage und schreib ausführlicher, ohne Abkürzungen.

Kommentar von anitari ,

So lange sie nicht Mieter werden soll/möchte kann der Vermieter nichts der gleichen von ihr verlangen.

Kommentar von matumakumba ,

Danke erstmal ! Das heisst, der Vermieter könnte auch meinen, dass meine Freundin Mitmieterin meiner Wohnung werden soll?!

Kommentar von anitari ,

Das kann er nur selbst beantworten. Wenn sie und Du das nicht auch wollen, ginge das eh nicht.

Kommentar von matumakumba ,

Danke anitari !  Sieht also eher günstig für uns aus, da weder meine Freundin, noch ich das wollen?! Nochmals vielen Dank für die Mühe!!

Antwort
von imager761, 10

Überwiegend ist sie aber bei mir.

Daher weht der Wind. Ich nehme an, der VM wohnt mit im Haus oder die anderen Mieter im Haus haben sich über nächtliches oder ausgiebigeres Duschen auf ihre Kosten bei ihm beschwert?

Gehen die Besuche über das übliche Maß hinaus und sind tatsächlich Dauerzustand, wenn auch nur an bestimmten Tagen der Woche, darf sich der VM selbstverständlich dafür interessieren, wer da in seinem Haus faktisch mit wohnt.

Wer sich dem verweigert muss damit rechnen, dass diese ungerechtfertigte Gebrauchsüberlasssung Dritter zu einem Auszugsverlangen und widrigenfalls zu deiner fristlosen Kündigung führt, die dem Grunde nach durchdränge :-O

Wer dem nachkommt, mit einer Erhöhung seiner Betriebskostenvorauszahlungen, wie es dem Mehrverbrauch entspricht.

G imager761

Kommentar von matumakumba ,

Ihre Annahme ist falsch. Wir haben für Strom u. Wasser eigene Zähler, u. der VM wohnt nicht mit im Haus. Es geht mir nur um die Frage, ob eine rechtsverbindliche Selbstauskunft rechtens ist, da 1. meine Freundin keine Mitmieterin werden will, und 2. sehr persönliche Fragen (letzte 3 Gehälter, vorbestraft, usw.) darin gestellt werden. Außerdem hat sie ja einen eigenen u. gemeldeten Wohnsitz. Gruß haschdegesin

Kommentar von imager761 ,
  1. Selbstverständlich darf der Vermieter sich dafür interessieren, wer in seinem Haus aus und eingeht. Er ist Eigentümer.
  2. Wenn deine Freundin "überweigend bei dir ist", begründet dass  eine auf Dauer angelegte Haushaltsgemeinschaft und die wäre anzeige- und zustimmungspflichtig. Ob du sie ebengleich in den MV aufnehmen willst oder nicht oder sie kostenfrei ohne Untermvermietung logieren liessest oder nicht.
  3. Diese Zustimmung darf der VM versagen, wenn in der Person der Zuziehenden Gründe lägen: bekannte Mietschuldner, Ruhestörer, Messis, Sachbeschädiger usw. muss er nicht dulden.
  4. Deshalb hat er einen Auskunftsanspruch zu der mitwohnenden Person, sobald ihre Aufenthalte keine Besuche mehr sind.

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