Frage von Nicky2912, 103

Hallo Leute. Ich hab mal paar Fragen zu eine Kündigungsbestätigung.?

Ich habe jetzt meinen Job zum 31.01.2016 gekündigt, darauf hin bekam ich heute diese Kündigungsbestätigung:

"ihre Kündigung vom 18.12.2015 zum 31.01.2016 bestätigen wir hiermit.

Rein vorsorglich kündigen wir das bestehende Arbeitsverhältnis, ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Termin.

Wir teilen Ihnen mit, dass wir Sie sofort von der Arbeitsleistung freistellen. Mit dieser Freistellung sind alle Überstunden- sowie alle Urlaubsansprüche abgegolten.

Zur Aufrechterhaltung ungekürzter Ansprüche auf Arbeitslosengeld sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich nach Erhalt dieses Schreibens persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend zu melden."

Meine Fragen: 1. Bin jetzt noch bis 13.01.2016 krank geschrieben, wenn die mich jetzt freistellen, brauch ich dann vom 13.01. bis 31.01.2016 noch eine Krankenmeldung? 2. Warum kündigen die mich extra nochmal? 3. Warum verfallen meine Urlaubstage und meine Überstunden?

Versteh das irgendwie nicht richtig wäre sehr nett von euch wenn ihr mich aufklärt. Danke im Voraus.

Lg

Antwort
von Saremornil, 32

Liebe Nicky2912,

Zu 1.

Nein, eine weitere Krankmeldung für die Zeit vom 14. Januar 2016 (die bestehende Krankmeldung ist inklusive des 13.1.16) bis zum 31. Januar 2016 benötigst Du nicht. Dein Arbeitgeber verzichtet mit der Freistellung ab "sofort" auf Deine Arbeitsleistung von heute an bis zum Ende Deines Arbeitsverhältnisses am 31. Januar 2016. Du musst dort nicht mehr erscheinen und daher auch keine neue Krankmeldung abgeben.

Zu 2.

Die Kündigung durch Deinen Arbeitgeber erfolgt vorsorglich. Für den Fall, dass Du es Dir anders überlegst und z.B. ein Gericht auf Deine Initiative entscheiden sollte, dass Deine Kündigung unwirksam ist, möchte Dein Arbeitgeber sicherstellen, dass das Arbeitsverhältnis trotzdem aufgelöst wird. Mit anderen Worten: Sie wollen verhindern, dass Du bei einer Meinungsänderung wieder zurückkommst mit der Begründung, Deine Kündigung sei nicht gültig.

Das heißt jetzt natürlich noch nicht, dass deren Kündigung auch tatsächlich wirksam ist, aber darauf kommt es Dir offenbar nicht an. Du willst dort ja weg.

Zu 3.

Dein Urlaub und Deine Überstunden verfallen natürlich nicht.

Dein Arbeitgeber rechnet aber im Ergebnis die Zeit, die Du jetzt freigestellt bist, gegen verbleibende Urlaubstage und Überstunden auf. Den Urlaub und die Überstunden (in Form von bezahlter Freizeit) könntest Du ja aufgrund der Freistellung ohnehin nicht mehr nehmen. 

Relevant ist diese Regelung für Dich nur, wenn Du für dieses Jahr noch verbleibende Urlaubstage oder angesammelte Überstunden hast und diese zusammen mit dem anteiligen Jahresurlaub für Januar (Urlaubstage laut Arbeitsvertrag / 12 Monate) mehr als 12 Tage betragen. 12 Tage, da dies der Zeitraum ist, an dem Du unter Berücksichtigung der Krankmeldung arbeiten müsstest, wenn Du nicht freigestellt worden wärst.  

Ist die Summe an gesammelten Überstunden + Resturlaub aus 2015 + anteiliger Urlaub für Januar 2016 größer als 12 Tage könntest Du einen finanziellen Ausgleich für den überschießenden Teil verlangen.

Ich hoffe, das ist halbwegs verständlich, ansonsten gerne Nachricht an mich.

LG


Kommentar von Maximilian112 ,

Eine Kündigung ist definitiv, sie lässt sich nicht ohne Einwilligung zurücknehmen. Deine Begründung haut also nicht hin.

Allerdings fehlt mir selbst auch eine Erklärung zu dieser Gegenkündigung.

Antwort
von DerHans, 34

Du musst selbst ausrechnen, ob diese Freistellung vom 14.1. an deinen Anspruch deckt. Falls du noch weiter arbeitsunfähig sein solltest, muss natürlich neu gerechnet werden.

Antwort
von Maximilian112, 51

Du bräuchtest keine weitere AUB. Wenn Du weiterhin krank bist würde ich aber empfehlen, dies vom Arzt auch bescheinigen zu lassen. 

Der Betrieb verzichtet nach Deiner Kündigung ab sofort auf Deine Arbeitsleistung.

Er wird Dich auch nach der Entgeltfortzahlung weiterhin voll bezahlen. Allerdings werden dabei auch die Urlaubstage und Ü Stunden in die Freistellung mit eingerechnet.

Nur wenn danach noch weitere Forderungen an Urlaub und Stunden gegenüber dem Betrieb bestehen werden diese mit dem letzten Gehalt ausgezahlt.

Verfallen tut hier aber nix.

Antwort
von Interesierter, 19

Zu 1: Wenn du bis 13.01.2016 krank geschrieben bist, müsstest du normalerweise ab dem 14.01. wieder arbeiten gehen. Für die Zeit vom 14.01. bis zum 31.01. bist du freigestellt, das heisst, du musst nicht arbeiten. Eine Krankmeldung ist übrigens nur angebracht, wenn man krank ist und nicht, um frei zu machen. 

Zu 2. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme

Zu 3. Da du ab dem 14.01. wieder arbeiten musst, hast du ja noch Tage zu bringen. Diese werden mit deinem Guthaben an Überstunden und Urlaubstagen verrechnet. 

Antwort
von michi57319, 29

Hast du einen Arbeitsvertrag? Was steht dort an Kündigungsfrist drin? Es besteht ja durchaus die Möglichkeit, daß die Kündigung durch den Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis zu einem früheren Zeitpunkt beendet, als der von dir genannte Termin.

Eine Freistellung während eines Erkrankungszeitraums kann sich gar nicht in der Form auswirken, daß du deine Ansprüche auf bezahlten Urlaub verlierst. Der Arbeitgeber hat Lohnfortzahlung zu leisten, wenn du schon länger als vier Wochen dort beschäftigt bist. Insofern ist das ziemlich unsinnig, zumindest ist es nicht klar, was dein AG will.

Schreib doch bitte noch, wie lange du beschäftigt warst/bist, in welcher Branche und ob du einen Arbeitsvertrag hast.

LG

Kommentar von Nicky2912 ,

Im Arbeitsvertrag steht drin zum 15 ten oder zum Ende des Monats mit 4 Wochen Kündigungsfrist. Gekündigt hab ich ja aus gesundheitlichen Gründen auf Anraten vom Arzt, deswegen auch die Frage ob ich trotz Freistellung weiterhin eine AU brauche. Beschäftigt bin ich dort seit Mai 2015. Branche Verkäuferin in einem etwas seltsamen Baumarkt. Im ersten Satz bestätigen sie ja die Kündigung zum 31.01. und im zweiten Satz kündigen sie mich auf einmal zum baldmöglichsten Termin. 

Kommentar von michi57319 ,

Danke Nicky für deine Erläuterungen. Die Frist ist tatsächlich der 31.01.2016, beiderseitig.

Bezüglich der Freistellung: Wenn du dich weiter krank schreiben lässt, kann diese gar nicht erfolgen und die Ansprüche müssen ausgezahlt werden. Eine Anrechnung von Urlaub etc. auf eine Arbeitsunfähigkeit ist nicht möglich.

Antwort
von Odenwald69, 44

die frage ist wie lange warst du den angestellt , noch in der Probezeit ? da sind viele fragen offen.  !!!

Urlaub hättest du natürlich vorher nehem müssen ansonsten hast du nur die 2,5 Tage regel  pro monat (bei 30 Tagen Urlaub auf 12 monate) Überstunden hätte man vorher abfeiern müssen die verfallen jetzt je nach Arbeitsvertrag.

Der Arbeitgeber muss ja die kündigung bestätigen wie soll es den sonst gehen, denke an ein arbeitszeugnis.

Kommentar von Nicky2912 ,

Nein Probezeit ist schon vorbei. Urlaubstage hatte ich nur 24 im Jahr, da waren noch 2 übrig. Ja bestätigen tun sie es ja im ersten Satz und im zweiten kündigen Sie mir separat nochmal selbst? Arbeitszeugnis habe ich in der Kündigung mit angefordert. 

Antwort
von Spuky7, 40

Vielleicht kündigen Sie dir nochmal, damit du deinen Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht verlierst. Wenn du selbst kündigst, gibt es vermutlich eine Sperrzeit für Bezug von Alg. Musst dich mal erkundigen.

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