Hallo, komplizierte Frage zum Erbrecht!?

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4 Antworten

Das Testament ist von der Schwester zwingend beim Nachlassgericht abzugeben.

Sollte die Schwester keine Anstalten machen das Testament vorzulegen kommt automatisch das BGB ins Spiel.

Das Nachlassgericht wird die Herausgabe des Testaments mit Nachdruck verlangen und auch durchsetzen. Im Extremfall kommt die Staatsanwaltschaft wegen Urkundenunterdrückung ins Spiel. Das Problem dürfte hier aber an einer ganz anderen Stelle liegen.

Meine Mutter ist verstorben, ich habe noch eine Schester, kein Kontakt!

Entscheidend ist nicht der Kontakt, sondern das sie die Addresse oder zumindest die Gemeinde der Schwester kennen. Ist diese nicht bekann muß man sie ermitteln. Ansonsten muß man diese ermitteln. Ansatzpunkte sind Suchmaschienen ( einfach nach den Namen suchen), Telefonbücher, soziale Netzwerke,  ... .

Dazu muss das Testament vorgelegt werden!

Da führt kein Weg daran vorbei. Sobald bekannt ist das ein Testament existiert, wird das Nachlassgericht dieses Testament benötigen.

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Kontakt mit deiner Schwester auf nehmen. 

Sollte die Schwester keine Anstalten machen das Testament vorzulegen kommt automatisch das BGB ins Spiel. 

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Kommentar von Pjotr
15.06.2016, 08:06

Was sagt das BGB aus?

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Grundsätzlich benötigt man zur Beantragung eines Erbscheines nicht zwingend ein Testament. Da jedoch mehrere Erben vorhanden sind, können diese einen solchen nur gemeinschaftlich beantragen. Bzw. das Testatment muß entsprechend bestätigt werden.

Brief an ursprüngliche Adresse senden.

Soweit die Adresse unbekannt ist, beim Einwohnermeldeam der zuletzt bekannten Adresse nachfragen, ob sie noch dort wohnt bzw.wohin die Schwester verzogen ist.

Ehemalige Nachbarn anrufen.

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Kommentar von ichweisnix
15.06.2016, 08:29

Grundsätzlich benötigt man zur Beantragung eines Erbscheines nicht zwingend ein Testament.

Hier kommt es darauf an, ob es ein Testament gibt oder nicht. Sobald es ein Testament gibt, benötigt man diese Testament. Gibt es kein Testament, dann muß man eine eidesstattliche Versicherung abgeben, das man keine Kenntnisse von einen Testament hat.

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Pjotr:

Kommt deine Schwester der Aufforderung des Nachlassgerichts zur Vorlage des Testaments nicht nach, kann die Ablieferung erzwungen werden.

Diese erfolgt im Wege der regulären Vollstreckung von verfahrensleitenden Zwischenentscheidungen gem. § 35 FamFG.

Maßnahmen sind die Festsetzung eines Zwangsgeldes, Ersatzzwangshaft, wenn das Zwangsgeld nicht beigetrieben werden kann, Zwangshaft und Verpflichtung zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.

Daneben besteht die Möglichkeit der Klageerhebung auf Herausgbabe. Gegebenfalls kann auch Schadensersatz verlangt werden. Weiter: Anzeige wegen Urkundenunterdrückung, Erbunwürdigkeitserklärung nach § 2339 Abs,. 1 Nr. 4 BGB.

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