Frage von jojo27295, 51

Hallo, könnt ihr mir ein Beispiel sagen, wo digitale Schaltungen anstelle herkömmlicher, analoger Elektronik eingesetzt werden können?

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik, Elektronik, Elektrotechnik, 20

digitale schaltuhren haben gegenüber analogen eine reihe von vorteilen:

  • sie bieten gangreserve
  • komplexere porgrammabläufe sind möglich
  • eine automatische umschaltung zwischen Sommer- und Winterzeit ist möglich
  • sie arbeiten, abgesehen von den schaltvorgängen geräuschlos
  • sie sind unempfindlicher gegen temperaturschwankungen

dem entsprechend ergibt sich eigendlich schon wo digitale statt analoge schaltuhren eingesetzt werden...

analoge schaltuhren machen eigendlich nur noch da sinn wo z.B. durch starke magnetfelder usw. Störungen auftreten könnten...an sonsten wird fast auschließlich auf digitale technik gesetzt, zumal diese auch nicht mehr teurer ist, wie die analoge technik.

lg, Anna

Antwort
von daCypher, 32

Heutzutage ist fast alles digital, was elektronisch ist. Die Frage ist also eher, was davon war früher hauptsächlich analog, was heutzutage digital geworden ist. 

Da fallen mir z.B. Dimmer für Zimmerlampen ein. Früher wurden die mit einem verstellbaren Widerstand realisiert. Heutzutage wird eine digitale Schaltung mit Pulsweitenmodulation verwendet.

Oder z.B. Verstärker bei Musikanlagen. Früher war das eine recht komplizierte analoge Schaltung, heute wird der Eingang digital aufgenommen, hochgerechnet und digital wieder ausgegeben. Meistens wird sogar das Rauschen rausgefiltert.

Dann z.B. die Sendungsübertragung beim Fernsehen. Früher wurde alles analog übertragen, heutzutage fast nur noch digital.

Kommentar von PWolff ,

Vom Automobil ganz zu schweigen. Früher hatte man noch eine Tachowelle, die den Tachozeiger über einen Magnetmitnehmer bewegt hat, heute wird nur noch die Zeit gemessen, die die Räder für einen Umlauf brauchen; alles andere wird daraus digital berechnet. Und das Gaspedal ist nur noch ein Poti oder ähnliches, die Kraftstoffmenge wird volldigital geregelt.

Glücklicherweise gibt es diesseits des Atlantiks noch ein Gesetz, dass Lenkung und Bremse auch bei Ausfall aller hydraulischen, elektronischen etc. Hilfssysteme noch funktionieren müssen (wenn auch mit wesentlich höherem Kraftaufwand). Wenn es nach Google und Konkurrenten geht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das abgeschafft wird.

Ich hab schon von Fällen gehört, wo man bei einem Ausfall der Batterie nicht mal mehr aus dem Auto raus kommt (ohne die Scheiben zu zerschlagen).

Ach ja, unser Kühlschrank hat auch kein Stellrad mehr, sondern nur noch Knöpfe und 7-Segment-Anzeigen.

Kommentar von daCypher ,

Zu der Antwort hab ich den kleinen Einwand, dass die Beispiele zwar analog, aber keine analoge Elektronik waren. Analoge Mechanik, die zu digitaler Elektronik geworden ist, gibt es z.B. bei Uhren, bei Zahlenschlössern von Tresoren, bei vielen Dingen im Auto, bei Rechensystemen (wobei es da analog mechanisch, analog elektrisch, digital mechanisch und digital elektrisch gibt) und so weiter.

Bei Autos kann ich mir vorstellen, dass es irgendwann so sein wird, wie bei Verkehrsflugzeugen. Da gibt's auch keine mechanische Verbindung zwischen Steuerknüppel und Ruder mehr. Die Systeme sind aber mehrfach redundant. Also es gibt mehrere Rechner, die zusammen bestimmen, was gesteuert werden soll und für die Steuerung gibt es normalerweise 2-3 hydraulische Systeme und ein elektrisches System (also Servomotoren), mit denen die Ruder gesteuert werden können, wenn irgendwas ausfällt. Wenn die Richtlinien bei Autos in Zukunft auch so sind, hab ich eigentlich keine Einwände. (Das schwierigste dürfte wohl sein, eine Möglichkeit zu finden, das Auto abzuschleppen, also dass die Systeme auch bei abgeschaltetem Motor zuverlässig funktionieren)

Dass es irgendwann mal vollautomatische Autos gibt, die keine Möglichkeit mehr bieten, manuell einzugreifen, kann ich mir bisher nicht vorstellen. Autos, die teilweise automatisch fahren (seitwärts einparken oder im Stau die Spur und den Abstand halten) gibt es ja jetzt schon.

Antwort
von diroda, 9

In Netzgeräten zum Beispiel. Früher wurde die Spannung mit analogen Längsreglern stabilisiert, heute werden oft digitale Schaltregler verwendet. Es gibt aber auch Kombinationen von beiden Verfahren wenn eine besonders geringe Restwelligkeit benötigt wird.

Antwort
von electrician, 8

In der Schalt- und Regeltechnik gibt's eigentlich nichts mehr, was sich nicht digital realisieren lässt. Analoge Signale werden digitalisiert, verarbeitet und je nach Bedarf wieder als analoge Signale ausgegeben.

Antwort
von HarryHirsch4711, 9

Motorelektronik:

- früher wurde der Zündzeitpunkt durch eine Unterdruckdose verstellt, heute durch Elektronik.

Prozessregler:

Früher mit Druckluft oder mit Operationsverstärker => heute Elektronik

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