Frage von Lena5554, 16

Hallo kennt jemand den Film Fiza von Hrithik Roshan?

Um was geht es in diesem Film genau ??

Danke jetzt schon für eine Antwort!

Antwort
von BeMaDataBoFan, 6

FIZA ...

Trailer:
http://www.dailymotion.com/video/x39qk9o/

1993 wird Mumbaivon schrecklichen Religionsunruhen heimgesucht. Auch die moslemische Mutter Nishatbi (Jaya Bachchan-Bhaduri) trifft es hart: Ihr Sohn Aman (Hrithik Roshan) taucht nach gewaltsamen Übergriffen nicht mehr zu Hause auf und wird fortan vermisst. 1999 nimmt seine schöne Schwester Fiza (Karishma Kapoor) die Suche nach ihm auf - und findet ihn in einem Terroristencamp an der pakistanischen Grenze.

Terrorismus ist ein grosses Thema im indischen Film, doch bei "Fiza" spielt er eine Nebenrolle. Zentraler ist die Verbindung von Bruder und Schwester, die beinahe inzestuöse Ausmasse annimmt. Die beiden sind sich wirklich sehr sehr nah. Mit einer Lauflänge von 169 Minuten ist "Fiza" etwas gar lang geraten, doch die unterhaltsame Inszenierung, ein paar gute Songs (der in der Disco macht zwar charaktermässig keinen Sinn), gute Kamera (Santosh Sivan) und die souveränen Darsteller retten das Werk.

Allen voran glänzt Karishma Kapoor mit ihren betörenden grünen Augen. Co-Star Hrithik Roshan (Mission Kashmir) überzeugt ebenfalls. Kurz vor Schluss hat er jedoch eine sehr peinliche Szene, in denen er gut fünf Minuten lang seine imposanten Bizepse, Trizepse & Co. zeigen darf. Was soll das? Eine Steroid-Werbung? Cineastisch ist die Szene ein absoluter Reinfall. Gleiches gilt für Johnny "ich tauche in jedem Bollywood-Film auf" Lever, dessen Comedy-Einlage nicht in diesen Film passt, der vielleicht das bedrückendste Ende seit Dil Se hat.

Mohan Bhargava ist ein in den USA lebender Inder (NRI = non-residential Indian), der bei der NASA als Experte für Satelliten angestellt ist. Sein Leben läuft amerikanisch ab und ihm wird die Einbürgerung in Aussicht gestellt. Trotzdem ist er in letzter Zeit mit seinen Gedanken in der Heimat. Er denkt an seine Kaveriamma (Kishori Balal), die ihn aufgezogen hat und nach dem Tod seiner Eltern sein Halt wurde. Nachdem er in die USA ging, um dort zu studieren, ließ er sie in einem Altenheim zurück. Dies möchte er nun korrigieren und Kaveri zu sich holen. Er nimmt sich Urlaub für 14 Tage und fliegt nach Delhi, um Kaveriamma zu überraschen. Doch im Heim erfährt er nur, dass Kaveriamma bereits von einer Frau vor Jahren zu sich genommen wurde und nun im Dorf Charanpur lebt.

Also mietet sich Mohan einen Wohnwagen und macht sich auf den Weg nach Charanpur. Auf diesem Weg entdeckt der NRI seine Heimat neu. Als er endlich Kaveriamma trifft, wird offensichtlich, dass ihm das Leben auf dem Dorf fremd geworden ist. Den Problemen seines Ursprungslandes mit Elektrizität und Analphabetismus sowie dem Kastensystem begegnet Mohan mit dem Blickwinkel eines im Ausland lebenden Inders, der nicht alles hinnehmen möchte. Er erfährt, dass sich Kaveriamma nun um Gita und deren jüngeren Bruder Chikku kümmert, beide ebenfalls Waisen wie er. Gita leitet die örtliche Schule und kämpft hierbei als Frau gegen die Vorurteile der herrschenden Kasten an.

Mohan entschließt sich, Gita zu unterstützen, auch um damit Kaveriamma ausreichend Zeit für eine Entscheidung zu geben. Er verwickelt sich immer mehr in das Leben von Charanpur und dessen Probleme. Seine Arbeit bei der NASA gerät ins Hintertreffen. Nachdem er allerdings den Dorfbewohnern zeigt, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss, um etwas zu erreichen, kehrt er in die Staaten zurück und lässt Gita zurück, die ihn inzwischen liebt - und er sie auch. Nachdem sein Projekt bei der NASA erledigt ist, kehrt er jedoch nach Indien zurück, da ihm seine Heimat nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Offen bleibt jedoch bis zum Ende, ob es sich bei Gita um seine verschollene Tochter handelt.

An seinem Meisterwerk Lagaan, das immerhin für den Oscar nominiert war, muss Regisseur Ashutosh Gowariker sein Nachfolgeprojekt messen lassen. Und während der Film dies durchaus auf seine Weise schafft, blieb ihm der große Erfolg in Indien bisher verwehrt, was auch an den meist negativen Kritiken liegen mag. Swades ist eine leise Stimme für das Wir-Gefühl in einer durch Kasten getrennten Gesellschaft. Daran erinnert Ashutosh Gowariker, dafür war sein Film in Übersee auch erfolgreich.

( Quelle: http://www.molodezhnaja.ch/india\_eg.htm#fiza )
Ist 'ne tolle Seite zum Stöbern; mit vielen Infos & Kritiken.
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Gruß, Bernd.

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