Frage von Andipilger66, 15

Hallo, kann mir jemand sagen, ob die erste Etappe von SJPdP nach Roncesvalles aueinmal zu schaffen ist , anfang Sep. oder besser in Orisson besser halt machen?

Antwort
von RudolfFischer, 8

Die Etappe ist auf jeden Fall an einem Tag zu schaffen, habe ich 1998 und 2000 gemacht. Vorbedingung: Das Wetter muss hinreichend gut sein, d.h. es sollte weder ein Gewitter noch gar Schnee im Anmarsch sein.

In Saint-Jean-Pied-de-Port die Einheimischen fragen. Wenn die abraten, über die Route Napoleon (das ist der ausgezeichnete Pilgerweg) zu gehen, dann hilfsweise die Passstraße nehmen, oder 1 Tag auf Besserung warten, oder ganz auf die Etappe verzichten.

Nebel allein ist nicht schlimm. Ich bin ebenfalls lange im Nebel gewesen. Regen kann vor allem den Abstieg behindern (Rutschgefahr). Man kann vom Pass (an der Route Napoleon) aber auf ein Asphaltsträßchen (nach rechts) ausweichen, das über den Ibaneta-Pass (wo die Passstaße ist) führt und nicht so steile Abstiege hat. Habe ich 2000 gemacht.

Der erste Teil beim Aufstieg ist der steilste und schlimmste. Da muss man sich Zeit lassen. Ich habe auch hinter der spanischen Grenze einfach Mittagspause gemacht und im Gras geschlafen. Die Herbergen am Ziel sind meist sowieso erst ab Spätnachmittag geöffnet, also versäumt man nichts. (Auskunft ohne Gewähr, es kann sich immer alles schnell ändern.)

Ansonsten: Möglichst nicht allein gehen, sondern sich anderen anschließen. Normalerweise müssten auch immer andere Pilger in Sicht sein. So war es schon 2000. Viel Wasser mitnehmen. Die Quellen unterwegs sprudeln unzuverlässig. Bei Sonne guten Sonnenschutz. Man merkt gar nicht, wie die unbedeckten Körperteile in der dünnen Luft verbrennen. Sich möglichst vorher eine Übersichtskarte beschaffen, hatte ich auch immer dabei. Und keine Angst, wenn Geier über einem kreisen ;-)

Ultreia, Rudolf

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