Frage von pizda, 29

Hallo! Kann ich eine gemeinsame Steuererklärung irgendwie/irgendwo anfechten, oder etwas unternehmen wenn sich meine Ehefrau unseren Absprachen widersetzt?

Da es in unserer Ehe schon vor ein paar Jahren zu kriseln begann und eine spätere Scheidung nicht ausgeschlossen erschien, haben wir 2011 beschlossen und im Ehevertrag festschreiben lassen, dass mir meine Frau den steuerlichen Verlust (sie Steuerklasse 3 bei sehr gutem Verdienst, ich Steuerklasse 5 bei einem niedrigeren Verdienst) eheintern ausgleicht. Sie hat den steuerlichen Unterschied dann ausrechnen lassen und den auch regulär auf ein gemeinsames Oder-konto eingezahlt. 2014 hörte sie damit plötzlich und mit einer schwammigen Begründung auf, woraufhin ich eine Vereinbarung durchgesetzt habe, dass wir ab 2014 uns einzeln veranlagen lassen. Diese Vereinbarung ist in unserem Mailverkehr festgehalten. Jetzt hat die Steuerberaterin für 2014 die Berechnung auf der Basis der Einzelveranlagung gemacht und es hat sich herausgestellt, dass sie mehr zurückzuzahlen hätte, als das, was sie früher monatlich eingezahlt hatte. Daraufhin hat sie mir vorgeschlagen, dass wir doch wieder eine gemeinsame Veranlagung durchführen sollten und sie würde mir den Verlust intern ausgleichen. Ich möchte mich wegen leidiger Erfahrungen mir ihr und der anstehenden Scheidung nicht mehr darauf einlassen, und habe sowohl sie als auch die Steuerberaterin ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich auf jeden Fall bei der Einzelveranlagung bleiben möchte. Seitdem mauert sie, beantwortet meine Mails nicht (ich komme bald nach Deutschland und möchte gern die Steuerunterlagen sichten und unterschreiben) und ich frage mich ernsthaft, ob sie hinter meinem Rücken gerade irgendein Ding dreht. Ich sollte vielleicht dazu erklären, dass ich beruflich schon einigen Jahren im fernen Osten tätig bin und dass sich aus diesem Grund meine Frau immer um unsere steuerliche Angelegenheiten gekümmert hat.

Antwort
von Petz1900, 11

Wenn du in deinem Steuerbescheid eine festgesetzte Einkommensteuer von mehr als 0.- € hast, kann deine Frau sich nicht gegen eine Einzelveranlagung von Ehegatten wehren.

Beträgt deine festgesetzte Einkommensteuer nur 0.- €, darfst du einer Zusammenveranlagung nicht widersprechen, sonst hat deine Frau einen zivilrechtlichen Ausgleichsanspruch.

Antwort
von zonkie, 2

Hast du Angst das sie eine gemeinsame Veranlagung hinter deinem Rücken druchziehen könnte ?

Eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen. Ich gehe davon aus das eure Steuerberaterin die Erklärung für euch an das Finanzamt übermittelt. Und die sollte sehr davor zurückschrecken entgegen deiner ausdrücklichen Anweisung zu handeln.

Auch wenn das Finanzamt deine Unterschrift nicht mehr sieht, der StB muss sie haben zum übermitteln. Da sie sicher davon ausgehen kann das du mit einer gemeinsamen Veranlagung nicht einverstanden bist kann sie damit rechnen das du dagegen vorgehen wirst und schon hat sie das Problem.

Wie deine "noch" Frau so drauf ist kann man natürlich nicht 100% wissen aber deine Unterschrift fälschen wäre wohl auch nicht grade Schlau.

Antwort
von MasterSMG, 11

Du hast die Möglichkeit für den Steuerbescheid der vom Finanzamt kommt Einspruch zu erklären. Such dir aber am besten für Steuer Sachen einen Steuerberater und für den anderen kram einen Anwalt.

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