Hallo, kann die Bundeswehr Straftaten einsehen, welche bereits beglichen sind und 2 Jahre her sind und muss ich diese Tat beim Personalbogen mit angeben?

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6 Antworten

Genau hier liegt der Grund für das Erziehungsregister und die Verurteilung von Jugendlichen zu Sozialstunden. Damit soll verhindert werden, dass man sich wegen einer "Jugendsünde" die gesamte Zukunft als Erwachsener verbaut.

In deinen Unterlagen müsste sich etwas dazu finden, nach welchen Paragraphen du verurteilt wurdest.

Es handelt sich bei deiner Verurteilung vermutlich um eine "Erziehungsmaßregel" [§ 10(1)4 JGG] oder ein "Zuchtmittel" [§ 15(1)3 JGG]. Beides wird nicht in Führungszeugnis aufgenommen, auch nicht ins Bundeszentralregister. Ein Eintrag erfolgte lediglich ins Erziehungsregister. Der Eintrag wird mit Vollendung des 24. Lebensjahres aus dem Erziehungsregister entfernt [vgl. § 63 BZRG]. Auskunft aus dem Erziehungsregister bekommen nur sehr wenige Stellen (in der Hauptsache Gerichte und Staatsanwaltschaften, Waffenbehörden) [vgl. § 61 BZRG]

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Kommentar von Hamburger02
25.01.2016, 10:11

Danke fürn Stern.

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Sie werden es so oder so rausfinden, verschweigen bringt dir nichts. 

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Auch die Bundeswehr kann nicht alles einsehen. Der Zugriff ist nur gegeben auf das behördliche Führungszeugnis. Dort sind Verurteilungen von Straftaten aufgeführt, die über 3 Monaten Freiheitsstrafe oder 90 Tagessätze Geldstrafe beinhalten. Tilgungsfristen richten sich nach § 46 BZRG, mind. allerdings 5 Jahre. Zusätzlich sind noch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung aufgeführt. Solltest du in eine höhere Sicherheitsüberprüfung kommen (verwendungs- oder laufbahnbedingt), wird eine uneingeschränkte Auskunft abgefordert, aus der alles einsehbar ist.

Ich habe gerade deine Sozialstunden gelesen. Das brauchst du nicht anzugeben!

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Kommentar von Torretto94
19.01.2016, 09:28

"Die Eintragungen aus dem Erziehungsregister müssen dagegen nicht offenbart werden. Ferner brauchen Verurteilungen etc., die im Bundeszentralregister getilgt oder tilgungsreif sind, nicht angegeben werden. " So steht es in dem Personalbogen, als Anmerkung. Also muss ich meine, bereits beglichene Straftat, nicht angeben?

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Wenn du sie nicht angibst, dann bleist du draußen vor der Tür.

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die können alles einsehen, also sei lieber ehrlich................

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Kommentar von Torretto94
19.01.2016, 09:16

Danke für die schnelle Antwort. Ich war Minderjährig zu der Zeit und habe 40 Sozialstunden dafür bekommen. In dem Personalbogen steht, dass keine Straftaten angegeben werden müssen, welche bereits beglichen sind. Deswegen bin ich mir nicht so sicher...

 

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Kommentar von darkhouse
19.01.2016, 09:39

jetzt hab ich auch noch auf Danke gedrückt... Ist natürlich Quatsch, die können nicht pauschal alles einsehen.

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Bei der Bundeswehr wäre ich mit dem Verschweigen sehr, sehr vorsichtig.

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Kommentar von Torretto94
19.01.2016, 09:27

"Die Eintragungen aus dem Erziehungsregister müssen dagegen nicht offenbart werden. Ferner brauchen Verurteilungen etc., die im Bundeszentralregister getilgt oder tilgungsreif sind, nicht angegeben werden. " So steht es in dem Personalbogen, als Anmerkung. Also muss ich meine, bereits beglichene Straftat, nicht angeben?

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