Frage von Zottelbar85, 53

Hallo, ist bei einem Jahresumsatz von 30 - 35 T€ (Gewinn 15 T€) eine UG sinnvoll oder ist besser die Kleinunternehmerreglung weiter benutzen?

Antwort
von Steuerbaer, 36

Die Wahl der Rechtsform ist unabhängig von der Anwendung der Kleinunternehmerregelung.

Ob eine UG sinnvoll ist, kann man nicht pauschal sagen. Einerseits begrenzt du das Haftungsrisiko, andererseits musst du ein Viertel des
Gewinnes in die gesetzliche Rücklage einstellen. Außerdem wenn du evtl. vorhast Kredite aufzunehmen, schreckt der Firmenzusatz UG viele Banken ab.

Die Kleinunternehmerregelung kannst du davon abgesehen nur anwenden, wenn dein Gesamtumsatz maximal 17.500 beträgt, du bist also spätestens 2017 regelbesteuerter Unternehmer.

Kommentar von Zottelbar85 ,

Leider ist der Fragetext etwas kurz deswegen konnte ich nicht die komplette Frage stellen.
Ich habe im Mai diesen Jahres ein Gewerbe angemeldet. Mein aktueller Umsatz dieses Jahr (Mai-Dezember) beläuft sich auf ca 16 T€.

Das Risiko meiner Produkte ist relativ gering ( 100 verkaufte Produkte - 0% Reklamtionen)

Ich habe vor auch in Zukunft langsam das Unternehmen aufzubauen. die 30 - 35 T€ waren vorsichtig geschätzt, da ich die erste Jahreshälfte nicht ganz einschätzen kann. Vermutlich lande ich bei einem Umsatz zwischen 35 - 45 T€.

Ist es unter diesen Umständen sinnvoller von Vornherein eine (Mini-) GmbH zu gründen oder weiter als Privatmann das Gewerbe zu betreiben?

Mein Steuerberater rät mir zur UG bzw. GmbH mit 12.500 € Mindesteinlage.

Ich bin allerdings momentan etwas unsicher ob ich den Schritt sofort wagen soll.

Kommentar von kevin1905 ,

Leider ist der Fragetext etwas kurz deswegen konnte ich nicht die komplette Frage stellen.

Doch, wenn man das Textfeld benutzt, hat man 5.000 Zeichen und nicht bloß die behinderte Überschrift.

Ich habe im Mai diesen Jahres ein Gewerbe angemeldet. Mein aktueller Umsatz dieses Jahr (Mai-Dezember) beläuft sich auf ca 16 T€.

Also bist du ab 01.01.2017 regelbesteuert. Du kannst dann kein Kleinunternehmer mehr sein, da dein Umsatz über 11.666,67 € liegt (die 17.500,- € werden nämlich auf die Monate runtergebrochen!).

Ist es unter diesen Umständen sinnvoller von Vornherein eine (Mini-) GmbH zu gründen oder weiter als Privatmann das Gewerbe zu betreiben?

Das kommt sehr auf die Branche an. Wenn du das Geld für eine GmbH hast, hätte sich das Thema UG ohnehin erledigt.

Antwort
von kevin1905, 17

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Kleinunternehmer kann eine natürliche wie eine juristische Person sein.

Bei Umsatz > 17.500,- € in 2016 wirst du 2017 ohnehin Regelunternehmer und die Frage stellt sich nicht.

Eine UG ist eine juristische Person, mit deren Gründung formale Dinge einhergehen (Gesellschaftervertrag, Geschäftsführerbestellung, Eintragung ins Handelsregister, Bilanzierungspflicht), etc.

Antwort
von Griesuh, 38

Die Kleinunternehmerreglung nach § 19 UstG greift nur bis zu einem Jahresumsatz von 17.500€.

Und ihr wärt mit 30-35 Tsd. € Jahresumsatz, erkennbar deutlich drüber.

Antwort
von Muckl45, 35

Es ist weniger eine Frage der Bilanz oder des Gewinns sondern du solltest dir generell die Frage stellen ob du ein Geschäft betreibst, dass großen Haftungsrisiken ausgesetzt ist. Klar ist eine UG mit mehr Aufwand und Kosten verbunden. Dafür haftest du aber im Fall der Fälle nicht mit deinem eigenen Vermögen. 

Antwort
von ErsterSchnee, 28

Das eine hat mit dem anderen doch rein gar nichts zu tun...

Antwort
von sunshine3612, 27

Du fällst mit dem Umsatz nicht merh unter die Kleinunternehmer-Regelung.

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